Bun Milchbubiman!

Bun Milchbubiman!

Da geht noch was. Das ist so, als wie wenn man auf Krücken läuft und es so wahrnimmt, als ob wie wenn die halbe Welt ebenfalls Gips trägt…

Kurz nach „Bun Rastaman“ stoße ich auf die Petition der Brothers Keepers gegen „Neger, Neger“ von B-Tight (Aggro-Berlin) und jetzt sehe ich beim Batz das:

G-Hot (allein der Name!!!!) veröffentlicht ein Lied gegen Schwule mit dem Titel „Keine Toleranz„. Darin verarbeitet er so wunderbare Zeilen wie „Sie haben das Leben nicht verdient“, „Schneidet ihnen den Schwanz ab“, „Nach einem Coming Out würde mich mein Vater mit einer Eisenstange schlagen“ und „Meine Mutti hat mir gesagt, die sind krank und Mutti hab ich ganz fürchterlich lieb!“ (oder so ähnlich).
Kurioserweise wird dieser Text – das sei am Rande erwähnt – auf einen extrem schwuchteligen Beat gevoicet.

Eine ungenannt bleiben wollende Rapperin aus Berlin hat den Milchbubi nun mit Aussicht auf Erfolg angezeigt. laut.de berichtet:

Inzwischen wurde der Song aus dem Internet entfernt. In einer offiziellen Pressemitteilung distanziert sich die gesamte Aggro Berlin Crew, Künstler und Mitarbeiter, von den Aussagen und Ansichten, die G-Hot in seinem Track gemacht hat.

Außerdem teilt das Label mit, dass G-Hot nicht mehr zu Aggro Berlin gehöre. Sein Vertrag sei schon im Herbst 2006 ausgelaufen und seither habe es keine geschäftlichen Beziehungen mehr gegeben: „Nachdem er und sein Partner vor ein paar Tagen den Titel „Keine Toleranz“ im Internet veröffentlichten, haben wir ihm mitgeteilt, dass wir jede weitere Zusammenarbeit ausschließen“ []

NMSZ, der gegen alles ist, nur nicht dagegen, dass man sein erstes Album kostenlos aus dem Netz saugt, hat auf youtube eine Video-Antwort gegeben:

Wer von denen, die über 14 sind, nimmt eigentlich deutschen Gangstarap ernst?

6 Responses »

  1. Exakt dieses Thema hat mich gestern beschäftigt. Die gesamte Truppe ist einfach nur verachtenswert und ich wünsche mir, dass jemand dafür sorgt, dass so was keine Toleranz erfährt.

  2. Was soll man schon von jemanden halten, der G-Hot heißt bzw. sich so nennt?
    Aber immerhin eine anständige Reaktion von Aggro Berlin, nächste anständige Entscheidung wäre die Schließung des Labels…

  3. Pingback: Links fuer Juli und August » just madchiq!

  4. Find den Track von NMSZ echt gut. Der Text, der Flow, passt alles. Allerdings muss ich sagen dass man doch nich alles was in irgendwelchen Musiktexten gesagt wird, ernst nehmen muss. Ich mein der Track von G-Hot gehört nich dazu. Das is wirklich unter aller Kannone. Allerdings ertappe ich mich selbst abundzu, und ich bin wirklich kein Homophob, wie ich „schwul“ oder „schwuchtel“ als Ausdruck benutze. Hierbei spreche ich aber bestimmt keine homosexuellen Menschen an und werte sie somit ab. Zumindest ist es nich meine Absicht. Ich will damit nur sagen dass man doch nich gleich alles verbieten muss, wo sich irgendjemand beleidigt fühlt. Ich habe sogar einen schwulen Bekannten der Aggro Berlin hört. Also nich alles so ernst nehmen.

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