Vor 18 Jahren: Tod einer Antifa-Aktivistin

17. November 2007, 23:30 Uhr von pantoffelpunk

Remember: Die eine Seite sieht einen Mord, eine andere bevorzugt die Unfallvariante und scheint in der ersten Theorie eine Verschwörung zu entdecken. Der Staatsanwaltschaft hingegen ist der Tod einer Linken egal.

flattr this!

5 ma was gesacht

  1. Seit 18 Jahren wurde nichts vernünftig aufgeklärt. Für die Bullen war´s ein Unfall, für die dabei gewesenen ein gezielter Angriff und das In-Kauf-nehmen einer Toten. Die Staatsanwaltschaft gibt sich ohnehin selten besondere Mühe gegen Bullen vorzugehen.

    Was an dem Funkspruch dran ist, der mitgehört wurde und der auf eine Hetzjagd der Bullen gegen Antifas hindeutet, ist nach so langer Zeit schwer zu überprüfen. Gründe daran zu zweifeln gibt es erfahrungsgemäß nicht und auch das Vorgehen der Staatsanwaltschaft ist typisch. Eine Krähe hackt der anderen eben kein Auge aus.

    Conny war nicht die erste Antifaschistin, deren Tod vielleicht nicht herbeigeführt, wohl aber billigend in Kauf genommen wurde. Und sie wird auch nicht die letzte gewesen sein. Erst Recht nicht jetzt, wo sich die Verhältnisse immer mehr verschärfen und der Staat massiv mit Repressalien agiert, um seine Macht zu erhalten.

    Conny mußte weit vor ihrer Zeit gehen. Das stimmt traurig, macht nachdenklich und wütend. Aber nach wie vor ist es notwendig sich Faschisten und Rassisten aktiv in den Weg zu stellen. Und sich dabei auch von Bullen nicht aufhalten zu lassen, die es immer noch als ihre Pflicht betrachten demokratische Mittel für Demokratie-Feinde durchzuprügeln.

    Wut und Trauer zu Widerstand – eine Parole, die aktueller ist denn je.

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    gesacht am 18. 11. 2007 um 13:48 Uhr
    von Seppel
  2. “Aktueller denn je” mag stimmen, allein: ich habe eine Aversion gegen die allermeisten Parolen, weil Sie nicht individuell der Situaltion entspringen. Das macht sie beliebig und angreifbar. Aber ich muss sie ja auch nicht bringen. Ich hab ja – dem Himmel sei Dank – Dich. Schönen Gruß und das Bierchen, ja, das müssen wir bald mal erledigen. Ist ja fast peinlich, dass wir das wegen 15 km nicht schaffen. Wer fährt ;-) ?

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  3. Wo du Recht hast… Ich bin auch nicht der größte Fan von Parolen, weil es zu einfach ist irgendwas nachzubrüllen, ohne sich großartig damit zu beschäftigen. Oder mal die Konsequenz daraus zu ziehen und aktiv zu werden. Aber diese Parole paßte so schön, weil sie einfach richtig ist.

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    gesacht am 19. 11. 2007 um 21:45 Uhr
    von Seppel
  4. Zwischen meiner Darstellung und der jetzt aktuellen Version des Wikipedia-Artikels sehe ich den grundsätzlichen Gegensatz nicht so, wie Du ihn herausstellst.

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  5. Diese aktuelle Version besteht aber auch erst seit dem 20.11.

    Seit Verfassen dieses Artikels sind 6 Änderungen am Wiki-Beitrag gespeichert worden. In der Version, auf die ich mich bezog, wurde die Sicht der Antifa sehr zynisch als lächerlich abgetan. Das war nicht wirklich schön.

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Sach ma was...

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Datum: Samstag, 17. November 2007 um 23:30
Kategorie: Brechmittel
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