
Manche wünschen einem schon einen »guten Rutsch ins Jahr 1984«, andere setzen nicht mehr viel auf die von knapp 30.000 Widerspruchswilligen hochgelobte Verfassungsgerichtsbarkeit.
Watch out for Gegenverkehr!

Manche wünschen einem schon einen »guten Rutsch ins Jahr 1984«, andere setzen nicht mehr viel auf die von knapp 30.000 Widerspruchswilligen hochgelobte Verfassungsgerichtsbarkeit.
Watch out for Gegenverkehr!
Euch wird ja gern mal vorgeworfen, Ihr würdet durchsetzt sein von Beamten, deren politisches Weltbild sich kaum von dem der straffällig gewordenen Nazi-Schläger unterscheidet, wenn Ihr in Fällen wie in Halberstadt oder auch so ganz allgemein immer wieder auf der ganzen Linie und kläglich versagt.
Ich glaube das nicht. Ich glaube, Ihr versemmelt alles, weil Ihr einfach nur gnadenlos dämlich und inkompetent seid.
Herr, wirf Hirn vom Himmel.
Ich werde im neuen Jahr einen Dieter-Wiefelspütz-Fanclub gründen! Dieter Wiefelspütz muss dringend und schnellstmöglich höhere Ämter bekleiden als bisher und in den Medienfokus rücken, um seine Ansichten einer breiteren Masse kundtun zu dürfen. Dieter Wiefelspütz ist absolut der beste:
1. Dieter Wiefelspütz hat neben Cornelia Schmalz-Jacobsen und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger den absolut bescheuertsten Namen!
2. Dieter Wiefelspütz hat definitiv eine der schärfsten Frisuren des Bundestages!
3. Dieter Wiefelspütz ist der ehrlichste Politiker des Landes und verrät, dass die Anti-Terror-Gesetze nichts mit Terrorismus zu tun haben und pfeift frisch, fromm, fröhlich, frei auf die Stimme des Volkes.
Supi! Da kommt noch großes auf uns zu!
Was soll eine Unterwerfung unter die Darstellung der RAF-Geschichte als Kriminalfall anderes sein als ein Abschwören. Darum ging es immer im System der Haft gegenüber politischen Gefangenen. Das ist was Spezielles der Neuzeit. Es beschränkt sich nicht darauf, einen politischen Gegner außer Gefecht zu setzen, eine Organisation zu zerschlagen, ihre Gegner sollen sozusagen ihre Gründe, warum sie kämpfen, hinterher zurücknehmen.
Christian Klar im Interview mit dem Freitag.
Alles Gute nach Bruchsal.
Du weißt, dass der ganze sauteure Biofraß und die Erziehung zu einigermaßen bewusster Ernährung mehr Früchte trägt als Du eigentlich wolltest, wenn Dein Sohn auf dem Weihnachtsmarkt einen Liebesapfel will, ihn bekommt und Dich dann bittet, das klebrige rote Zeug abzumachen.

Schöne Tage Euch allen.
Gestern Nacht habt Ihr in einer großen Gruppe (oder sagt man bei Wesen Eures Zivilisationsstadiums noch Rotte oder Herde?) vor einer Diskothek gestanden und laut „Heil Hitler!“ und „Deutschland den Deutschen!“ gegrölt, als mein Nachbar, der – mangels Alternativen – ebenfalls dort war, nach Hause wollte und an Euch vorbeiging.
Auf dem Weg zu seinem Fahrrad hat er noch „Die schnappen wir uns!“ gehört, dann Stiefelgetrappel. Als er sich umdrehte, hatte er auch schon die erste Faust im Gesicht und fiel zu Boden, woraufhin Ihr ihm die Stahlkappen ins Gesicht, auf die Brust, auf die Nieren und den Rest des Körpers getreten habt.
Ihr wart zwischen geschätzten 20 und 25 Jahren alt und Ihr wart zu fünft. Er war mit seinem Kumpel unterwegs, der sich nach kurzem Scharmützel in Sicherheit bringen konnte, um Hilfe zu holen. Dann gab es eine Runde zehn Springerstiefel gegen einen, der die Haare über den Ohren trägt. Mein Nachbar ist übrigens 16.
Ihr Pusteblumen!
Aufgrund Eurer Lari-Fari-Einstellung gegenüber Homophobie im Reggae und Dancehall gehe ich ja so wie so nicht so wirklich konform mit Euch, trotzdem kaufe ich mir seit Jahren alle 2 Monate Euer Heft. Von Besuchen Eurer Webseite indes werde ich ab heute Abstand nehmen:
Wenn ich vor lauter Werbung (für u.a. die Sparkasse, McDonalds und die telekom!!!) keine redaktionellen Teile mehr finde, wird´s mir zu anstrengend – und zu eklich.
Lieber Herr Rosenfeld von der Mopo Hamburg,
der Tod beziehungsweise die Beerdigung Werner Pokropps ist kein Anlass, einen hämischen Beitrag zu schreiben und so will ich diese Ergänzung Ihres Artikels mit dem der Situation angemessenen Ernst erledigen.
Nicht, weil es für die Allgemeinheit besonders wichtig wäre, aber weil es hier – wenn auch nur in einem Nebensatz erwähnt – um jemanden geht, den ich persönlich kenne und die Sache einfach etwas anders war, als beschrieben, will ich Ihren Artikel kurz aufgreifen.
Sie erkären leider nicht, in welcher Form sich die von Ihnen erwähnte „Frau auf der Südtribüne“ während der Schweigeminute für Herrn Pokropp daneben benahm. Das will ich aber gern für sie nachholen, da „sie“ praktisch neben mir stand und ich nach dem Spiel außerdem die Gelegenheit hatte, „sie“ zu dem Vorfall zu befragen.
Während also alle Fans schwiegen, hat „die Frau auf der Südtribüne“ geklatscht. Und zwar mit einer erstaunlichen Konsequenz. Auch als andere Stadionbesucher ihr Schweigen brachen, um „sie“ aufzufordern, das zu lassen, hat „sie“ ohne Worte weitergeklatscht. Nicht laut, nicht wild, nicht jubelnd. Eher bedächtig.
Als wir nach dem Spiel in einer netten Kiezkneipe unser wohl verdientes Heimsiegbier tranken, hat „sie“ mir „ihr“ Verhalten erklärt: Vor ein paar Jahren habe „sie“ eine Gedenkminute bei Celtic Glasgow miterlebt. In dieser Gedenkminute hätten alle anwesenden Fans zwar geschwiegen, aber des Verstorbenen mit stehenden Ovationen gedacht. Dieses Erlebnis hätte „ihr“ eine Gänsehaut beschert, die „sie“ für Tage nicht loswurde. Da „sie“ nun bei der Rede zu Herrn Pokropps Tod sehr bewegt war und – das will ich gestehen – möglicherwiese auch, weil „sie“ damals wie heuer das eine oder andere Bier getrunken hatte, beschloss „sie“, Herrn Pokropp respektvoll schweigend zwar, aber mit einem letzten, feierlichen Applaus zu verabschieden.
‚Und ich bin davon überzeugt,‘ sagte „sie“ mir am Ende, ‚wenn er tatsächlich von oben zuguckt, würde ihm ein Applaus am Millerntor sehr gefallen.‘
Und da könnte „sie“, die im übrigen ein langhaariger Mann ist, bei Licht betrachtet Recht haben.
Geschichtsunterricht für meine jüngeren Leser: