Auf Wiedersehen

Auf Wiedersehen

Nachdem sich in den letzten drei Wochen im Hause der pantoffelpunks sämtliche Erkrankungen der oberen Luftwege inklusive der Influenza A sowie auch sämtliche Erkrankungen des Verdauungstraktes ein Stelldichein gaben und Ansteckunsgringelpiez im Kreise spielten, hatten wir die große Hoffnung, dass jetzt zum Wochenende mit den letzten Röchlern und Niesern der Jungs Ruhe einkehren würde. Doch als hätten wir dem Grippegott nicht genügend Opfer erbracht (Hey, ich habe meine Söhne geopfert und zusätzlich am letzten Wochenende das Heimspiel gegen Fürth, nur um – altruistisch wie ich nun mal bin – meine Familie zu pflegen!!!), hat es jetzt mich erwischt. Ich bin, so klar muss man der Realität ins Auge sehen, am tödlichen Männerschnupfen erkrankt.

Alles fing gestern morgen mit einer dichten Nase und rasendem Erkältungskopfschmerz an, was mit absolut gar nicht rasender Abgeschlagenheit einherging und in der Nacht darin gipfelte, dass ich, obwohl ich mich unter zwei Woll- und einer Federdecke zu einer kleinen Kugel zusammenkauerte, um der Kälte möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, trotzdem fror wie anno 1943 ein Landser vor Stalingrad. Ganz davon abgesehen, welch ein hilfloses, ja lächerliches Bild ein erwachsener furchterregender Linksextremist abgibt, der schlotternd in Embryonalstellung unter einem Haufen Decken ein wenig Wärme zu erhaschen versucht, wachte ich schließlich mit neuen Körperteilen auf – zumindest habe ich nie vermutet, dass ich diese Körperteile habe, die seit seit heute morgen – neben all den anderen – so furchtbar schmerzen.

Im hiesigen Hospiz habe ich bereits angerufen, doch möchte man mich nicht aufnehmen, wahrscheinlich lohnte es sich nicht, für die kurze Zeit ein Zimmer fertig zu machen. Und so sitze ich jetzt hier und hadere mit der Entscheidung, all dieses Tamiflu, Grippostad, Gelomyrtol, Imupret und ASS zu schlucken, NaCl und Olynth zu inhalieren und mich wieder in mein Bett zu begeben oder ob ich damit mein Leid nicht nur unnötig verlängere und also statt dessen lieber diese hübsche Kapsel Cyankali schlucke.

Reichst Du mir bitte mal ein Glas Wasser? Danke.

23 Responses »

  1. Puh, mir geht’s nicht ganz so dreckig – ich konnte mich heute immerhin in die Schule raffen, 800 Mitschüler anstecken und mein Zeugnis vollhusten :)

    Auch von mir Gute Besserung! Und frohe Osten noch gleich drauf!

  2. Wenn Du am Männerschnupfen zugrundegehst, wirds aber nichts mit dem Festmahl an Odins Tafel! Stirb von mir aus, aber reiß Dich zusammen und stirb wie ein Kämpfer!

    Haaaaatschi!

  3. Oberschwester zum Stationsarzt: „Der Simulant auf Zimmer 13 ist soeben verstorben“.
    „Mein Gott, muß der denn gleich so übertreiben?“

    Gute Besserung, Herr pantoffelpunk, nicht daß mir der letzte Linksextremist noch stirbt ;-)

  4. Gute Besserung, Pantoffelpunk.
    Von Ratiopharm-Lösungen rate ich Dir ab, die helfen nur bei Bankrott wirklich.
    Außerdem sind die Züge in Deutschland so unpünktlich, dass Du eher erfrieren würdest, als überfahren zu werden.
    Und kalt genug ist Dir ja schon…

    Ein kleiner Tipp, was ich bei derartigen Erkältungen immer mache: Japanisches Minzöl (Handelsname Olbas) als Wasserdampfinhalation. Also mit ner Tasse heißes Wasser und nem Handtuch, so wie man es kennt.
    Das Zeug pustet Dir für einige Zeit die Nebenhöhlen absolut frei, auch wenn es am Anfang übel brennt. Aber so beugst Du einer Mittelohrentzündung über die eustachische Röhre vor.

    Und wenn alles nichts klappt, grüß Queen Mum von mir.

  5. So schlimm kanns nicht sein, du tipperst ja immer noch lustige Geschichten runter. Trotzdem natürlich gute Besserung :D
    Achja: gegen Fürth haste ja nicht wirklich was verpasst.

  6. Ich kenn‘ mittlerweile kaum noch jemanden, den es nicht erwischt hat, unabhängig vom Kontinent. Ich hab‘ aber beschlossen, wieder gesund zu werden und auf das Licht am Ende des Tunnels noch ein bisschen zu verzichten.
    Reisepläne helfen vielleicht auch gegen tödlichen Männerschnupfen, kannste ja mal versuchen. Einfach Flug buchen und abwarten oder so.
    Gute Besserung und fröhliches Weitersiechen.

  7. Heißer Tee mit Rum verteibt alle Krankheiten, wehrt den Tod ab, der dich zu besuchen droht und wärmt. Wenn du genug trinkst und den Teeanteil minderst, wunderheilt das Zeug sogar!

    Prost und gute Besserung!

  8. Wenn der Gevatter grade quasi schon auf dem Nachttisch sitzt und dir beim Verroecheln zuhoert, musst du musst ueblen, schwedischen Death Metal aus den spaeten 80ern hoeren. Die „At War with Satan“ von Venom wuerde ich empfehlen oder die Blood Fire Death von Bathory (unirinonisch eingestreut: RIP,. Quorthon). Waehrenddessen zu sterben ist so peinlich, das geht gar nicht. Glaub mir, das funktioniert.

  9. Bolzenschussgeräte sind ein hilfreiches und in vielen Fällen endgültiges Gerät…. dem kläglichen… Rest der Familie reichlich Gehöhr oder endlich En..dspannung zu verschaffen

    Mudda hädde damals jesacht

    hätzt de ma ne mü+tz aufjesezt

    wünsche euch

    trotzdem nen Frühling in jeglicher Hinsicht

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