Markwort (BMI: 140), der Gewinner!

Markwort (BMI: 140), der Gewinner!

Im Focus Nr. 21 vom 21. Mai 2007 analysieren Sie die Wahlergebnisse von Bremen und unterschreiben die Überschrift mit „Die Sozialisten punkten bei Verlierern und Alternativen“

Diese abschätzige und zutiefst undemokratische Exegese Eisegese, die mit einem Satz die Linkspartei für Ihre Zielgruppe unwählbar machen soll, vertiefen Sie im darauf folgenden Artikel wie folgt:

Verlierer

Sie halten also Lehrer, Studenten und Sozialpädagogen für Verlierer. So weit, so dämlich. Wie aber, Herr Markwort sehen in Ihren Augen Gewinner aus? So etwa:

Gewinner

Das ist nicht Ihr Ernst, oder?

Wenn Sie die Linkspartei – also auch die West-Verbände – immer noch und immer wieder als Erben der SED bezeichnen, wäre es dann nicht nur konsequent, die CDU auch nach wie vor als Erben der NSDAP zu benennen? Immerhin war in Adenauers Parlament jeder achte Abgeordnete ehemaliges NSDAP-Mitglied und wollen wir wetten, Herr Markwort, dass diese Quote höher ist, als die der ehemaligen SED-Mitglieder in der Bremer Linkspartei?

Und an alle Blogwarte: Nein, ich habe im neuen Focus nicht recherchiert, ob es zu diesem Thema schon einen Leserbrief gab und ich habe auch nicht die Focusredaktion angerufen.

10 Responses »

  1. Ja ich bin ein Verlierer der Spar-, Kürz- und Streichpolitik und ich habe bei der letzten Bundestagswahl gegen die marktradikale Politik von CSFDPDUDP gestimmt und für die Linkspartei.
    Jeder, der die etablierten Parteien in ihrer Unfähigkeit und in ihren Mauscheleien unterstützt ist ein Erfüllungsgehilfe der Mächtigen…

    Ich scheiß auf ein System, dass von solchen Ekeltypen, wie Kai Diekmann und Joe Ackermann beherrscht wird…

  2. Die Aufregung wirkt ein wenig gespielt, tut mir leid. Immerhin stehen in der Überschrift neben den „Verlierern“ auch noch die „Alternativen“.

    Eine Klientel, die durchaus aus Studenten, Lehrern und Künstlern besteht.

  3. @Chefkoch

    Du steckst geistig noch in den 70er Jahren fest. Mein Tipp: Öfters mal vor die Tür gehen, eventuell auch mal eine Uni von innen besichtigen und sich mit der Realität des 21. Jahrhunderts auseinandersetzen. Dann bleiben uns künftig derart weltfremde Kommentare hoffentlich erspart.

  4. @pantoffelpunk
    Das ist richtig. Aber benannte Personengruppen werden nun auch nicht pauschal als Verlierer bezeichnet, wie das Dein Eintrag andeutet.;)
    Schließlich willst Du – so nehme ich an – vermeiden, was Du dem Focus vorwirfst.

    @Bernd
    Tja. Was soll ich auf solch schlagkräftigen Argumente gepaart mit unglaublicher Eloquenz erwidern?
    Vielleicht, dass die 70er lange _vor_ meiner Zeit waren, ich eine Uni faktisch _jeden_ Tag von innen sehe und alleine deswegen auch hin und wieder vor die Tür muss.
    Vielleicht.

  5. @Chefkoch: Ja, aber welche dieser vier Gruppen sind denn die Verlierer? Und natürlich will ich nicht vermeiden, was ich dem Focus vowerfe. Ich bin – wenn mans hochtrabend ausdrückt – ein kostenloses, vollkommen subjektives Magazin … nein, das ist zu hochtrabend: Ich bin ein kleiner blogger und der Focus schickt sich an, ein Faktenblatt zu sein, eine Säule der Demokratie, beschäftigt studierte Journalisten und lässt sich das Geschmier gut bezahlen. Da ist doch ein klitzekleiner Unterschied, oder? Und eine so flache und – vor allem aus der Perspektive der Zielgruppe – diskreditierende Analyse der Wählerschaft (Alternative sind langhaarige Kommunarden, Träumer, Fundis, Hippies, Tofuesser) ist eines ernsthaft journalistisch arbeitenden Machwerkes unwürdig. DAS will ich damit sagen, Focus ist ein Schmierblatt, eine HochglanzBILD mit mehr Seiten, tendenziös, unehrlich, hetzend. Buntes Klopapier.

  6. Ich bestreite nichts von dem, was Du sagst. Dass die Qualität dieses Druckwerks nicht die beste ist, ist mir klar.

    Eine verkürzte bzw verallgemeinernde Kritik geht mir allerdings gegen den Strich.;)

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