Agriculture Euro Fond der Deutschen Bank

21. Mai 2008, 11:50 Uhr von pantoffelpunk

Jährlich verhungern etwa 3 Millionen Kinder. Nicht mitgerechnet sind die Kinder, die an indirekten Folgen der Unterernährung sterben, beispielsweise an vergleichsweise harmlosen Krankheiten. Die Tendenz ist steigend. Und…

… während die Hungerkrise verzweifelte Menschen in Haiti, Bangladesh, Westafrika und anderswo auf die Straße treibt und auch in Deutschland viele Eltern ihre Kinder nicht mehr ausreichend ernähren können, wirbt die für die Spekulation mit Getreide – auf Brötchentüten bei Frankfurter Bäckern. [...]

Ackermann in die Fresse schlagen, das wär´s!

Aber wenn schon so eine zynische , warum dann nicht gleich richtig, zum Beispiel etwa so:

Champagner! Die Kurse steigen!

Ackermann, Du Vollidiot!

Welche beschissene Werbeagentur hat sich hier so dermaßen prostituiert?

Wir scheißen auf Verantwortung einen großen Haufen!
Wo bleibt das Comeback der RAF?

Es gibt “Menschen“, denen könnte ich stundenlang in die Fresse schlagen. Und der verantwortliche Werber gehört zwingend dazu. Weiß jemand, wer das ist?

Es gibt mal wieder zahlreiche vias, bei René hatte ich´s zuerst gesehen

flattr this!

27 ma was gesacht

  1. Spontan hätt ich gesagt Oliviero Toscanis, der seinerzeit für die Bennetton Werbung verasntwortlich war, aber so blöd kann man nicht ein drittes mal sein, oder?

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  2. Das is’ jetz’ aber ungerecht. Schließlich sind das doch alles “peanuts” für die Deutsche Bank, und “peanuts” bedeutet doch “Erdnüsse”, also Nahrungsmittel. Während die sich bemühen, Nüsse zu produzieren, hast du nix weiter zu tun, als ihnen in die selbigen zu treten.

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  3. diese werbung ist zwar echt pervers, aber real, so läuft das nun mal. ich melde mich auf jeden fall auch schon mal fürs zuschlagen an …

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  4. Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.

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    gesacht am 21. 05. 2008 um 19:42 Uhr
    von Pelto Pekka
  5. @feydab: Die benetton-Werbung fand ich klasse. Nicht zu vergleichen mit diesem Dreck.
    @Gilbert: Mit Anlauf, mein Gutster. Und mit Hammer.
    @redblog: Klar ist das real. Und jeder, der in diesen Drecksfond investiert, weiß, was er tut. Aber jetzt noch andere in dieses Boot zu ziehen mittels “Juhu. Geld am Elend Anderer verdienen – leicht gemacht!”-Slogan ist an Widerwärtigkeit eben kaum zu übertreffen.
    @Pelto: Das wollte ich auch erst schreiben, fand´s dann aber unpassend ;-)

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  6. Der Unterschied zwischen Bennetton und der Deutschen Bank ist doch, dass die einen Elend und Tod prätentiös thematisiert haben, wohingegen die anderen noch nicht mal drüber nachdenken. Nun lässt sich natürlich streiten, was verwerflicher ist, Geltungssucht oder Gedankenlosigkeit.

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  7. Hm. Sehe ich tatsächlich anders. Toscanis hat mit seiner Werbekampagne zwar die Aufmerksamkeit auf die Marke, aber durch die zu erwartende anschließende Diskussion auch auf Krisen in der Welt (bspw. Kindersoldaten) gelenkt. Ich hielt es schon damals für eine Aktion, die das eine mit dem anderen auf zulässige Weise verbindet und ich hielt die Erklärungen Toscanis´ für glaubwürdig.

    Hier wird jedoch direkt mit dem Elend bzw. dem Hungertod vieler Menschen Geld verdient und eben sogar freudig darauf hingewiesen.

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  8. Der Springende Punkt ist dann wohl, bis zu welchem Grad man am Elend von Menschen Geld verdienen und trotzdem honorige Gründe vorspiegeln darf. Ich hatte mir dazu vorgestern auch schon mal Gedanken gemacht in anderem Zusammenhang. Die Grenzen dazu sind fließend und jeder muss wohl seine eigene Linie ziehen.

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  9. Könnte mal jemand den Urhebern dieser Kampagne den Link hierher schicken?
    Ausser mit völliger Dummheit oder Denken bis zur Nasenspitze kann ich mir echt nicht erklären wie man dermaßen geschmacklosen Müll produziert, das abnickt und auch noch bezahlt. Geld wirkt scheinbar nicht nur negativ auf den Charakter sondern auch auf das Denkvermögen, ich könnte schreien.

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  10. Ausser mit völliger Dummheit oder Denken bis zur Nasenspitze kann ich mir echt nicht erklären wie man dermaßen geschmacklosen Müll produziert,…

    du vergisst das gnadenlose kalkül der werbung, die sich in’s gespräch bringen will. was hier geschafft wurde. dummheit steht dahinter ganz sicherlich nicht. die moralische bewertung ist ein anderes thema, natürlich.

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  11. Oh Schreck – Kapitalisten haben nur den Gewinn im Sinn und agieren überhaupt nicht moralisch! Welch bahnbrechende Information.
    (Ein Beitrag zum dazugehörigen Tag)
    PS: verhungern Erwachsene in den entsprechenden Regionen nicht oder ist es nur mehr verwerflich, wenn es Minderjährige/Kinder sind?

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  12. Ja und, mk? Sollte man jetzt, da wir elitären Antikapitalisten ja alle wissen, dass Kapitalisten amoralisch sind, nicht mehr darauf hinweisen? Verstehe ich nicht.

    PS: Und natürlich ist es verwerflicher, wenn Kinder verhungern, weil Kinder KEINE Chance haben, sich in irgendeiner Form selbst zu helfen. Und wenn selbst dieses im wirklichen Sinne natürliche Prinzip des Welpenschutzes nicht mehr funktioniert, ist es ganz schön düster, oder?

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  13. @4: “Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.” – Zu keinem Thema passt dieser saudoofe Spruch schlechter als zu diesem.

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  14. natürlich können die sich helfen punk! die können noch unter drogen gesetz mit waffen durchs land marodieren (kindersoldaten essen ja auch weniger als erwachsene) dann kassiert der ackermann gleich zweimal, anständige waffen müssen ja auch irgendwo her kommen.

    @9&10:
    was haben die werbefritzen mit der grundsätzlichen idee am hut? wie krank sind die typen die sich hinsetzen und sagen:”hey lebensmittel werden immer teurer, dass ist ja fast wie mit den anderen rohstoffen! warum spekulieren wir nicht genauso damit und verdienen uns ne neue yacht?”
    und bevor ich jetzt einen nazi-schreibtischtäter-vergleich liefere höre ich lieber auf…

    ach ja und eins noch: das heißt nicht kapitalismus (pfui!), dass ist soziale marktwirtschaft und ist was ganz was feines!

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  15. ben: ich verstehe deine frage in bezug auf meinen kommentar nicht.

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  16. du sprachst von dem “gandenlosen kalkül der werbung, die sich ins gespräch bringen will”. die werbung hat das produkt, den agriculture euro fond der deutschen bank ja nu nich erfunden. bzw. dein vorrender sprach von den urhebern der kampagne….
    um die kampagne geht es ja eigentlich gar nicht, die will ja nur den grenzdebilen gedanken verbreiten, der gedanke zum produkt entstand ja an den schreibtischen der täter um im bild zu bleiben…

    die werbefritzen sind nur schleimschleckende opportunisten im enddarm von ackermann (was sie nicht besser macht, aber nur zum propheten der kranken ideen, nicht zu deren schöpfer)

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  17. [...] LINK ::: Der Stuntman LINK ::: Viele Statistiken LINK ::: “Traveler IQ” herausfinden LINK ::: Agriculture Euro Fond der Deutschen Bank LINK ::: Schweinische Hassblogger [...]

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  18. um die kampagne geht es ja eigentlich gar nicht,…

    ah. I cee. allein, im eingangsbeitrag geht es sehr konkret um die werbung. ich habe aber verstanden, was du meinst, oke.

    die DB bietet die investition in rohstoffe aber schon viele jahre an. auch in agrarrohstoffe. so ganz neu ist das nicht, schlicht die werbung bringt das grade in’s bewusstsein.

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  19. zu einem äußerst günstigen zeitpunkt, redet doch die ganze welt über nahrung und warum es toll ist das wir so viel davon haben und nur armleuchter sich nicht über steigende preise freuen (“sollen die neger doch in den fond investieren, dann machen ihnen auch steigende nahrungsmittelpreise nichts aus!”)… man sollte eigentlich meinen, dass sie sich ein wenig zurückhalten und den fond nur unterm tresen handeln… haben die eigentlich nen schönen öffentlichen waffenfond? dass die da “investieren” ist ja klar, aber die werbung dazu würde ich mal gerne sehen… ;)

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  20. [...] schlagen, hat in der Blogosphäre inzwischen hohe Wellen geschlagen. Auf Pantoffenpunk werden einige Entwürfe vorgestellt, mit denen die Deutsche Bank realitätsnäher für ihren Fond werben könnten. Mann sollte den [...]

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  21. Deutsche Bank – Leistung aus Leidenschaft
    Auf solche “Leistungsträger” können wir alle gut verzichten.

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    gesacht am 24. 05. 2008 um 12:42 Uhr
    von Benjamin
  22. [...] Pantoffelpunk führt die Idee der unmoralischen Werbung noch fort. Bleibt für jeden Einzelnen die Frage, wann seine Schmerzgrenze erreicht ist. Meine ist schon durchbrochen… Dieser Beitrag wurde von Denis Scollie geschrieben und am 27.05.2008, um 23:26 Uhr veröffentlicht. Er ist den Kategorien Blog und den Schlagworten aktuell, ärger, hunger, idoten, katastrophe, moral, welt zugeordnet worden. Speichere den Permalink. Verfolge die Kommentare im RSS-Feed zu diesem Beitrag. Schreibe einen Kommentar oder hinterlasse einen Trackback. « Towel Day [...]

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  23. Oh Mann, wie dumm und naiv kann man eigentlich sein? Halten wir mal fest: Nahrungsmittel werden gehandelt. Global. Nennt sich Markt und besteht aus Angebot und Nachfrage. Da kann man – durch gezieltes Investieren – Geld verdienen. — Schnitt — Menschen auf der Welt verhungern. — Schnitt — Gibt es einen kausalen Zusammenhang? Aber natüüüüürlich, der böse Markt ist Schuld! Ohne diese widerlichen Kapitalisten ginge es den Menschen in Afrika ja viiiiel besser. So einfach ist das.

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    gesacht am 04. 06. 2008 um 23:11 Uhr
    von Moritz
  24. Oh, Moritz, oh, der Weltendurchschauer, klar, ich bin naiv und Du bist Top-Checker-Bunny. Wir müssen Verantwortung wahrnehmen in der Welt – meint: auf den Rest der Welt scheißen. Wixer.

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  25. Wixer, Wichser, Wixxer ? Wie schreibt man das denn nun?

    Über die deutsche Bank und ihre perversen Vorstellungen muss man nicht weiter diskutieren, aber es gibt auch Gründe (oder zumindest Begründungen), dass die freie Marktwirtschaft nicht an allem Schuld ist.

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  26. Wichser.

    alle anderen schreibweisen sind furchterregende linksradikale umgangssprache.

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  27. Zukunftspreis? Ähhh, nö!…

    Im Rahmen des diesjährigen Innovationskongress, der unter dem Motto “Zukunft Deutschland durch Kreativität” steht, sollte Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, der Zukunftspreis 2008 verliehen werden. Diesen sollte…

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Sach ma was...

WICHTIG: Sollte der oben eingetragene Link auf eine rein gewerbliche Seite führen, behalte ich es mir vor, für die hier platzierte Werbung Gebühren einzufordern. Der Rechnungsbetrag errechnet sich wie folgt: 150,- € x pagerank der beworbenen Seite. Er wird jedoch mindestens 300,- € betragen. Mit Klicken des Absenden-Buttons erkennen Sie diese Regelung an und verpflichten sich, die Rechnung innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt ohne Abzug zu begleichen.



Datum: Mittwoch, 21. Mai 2008 um 11:50
Kategorie: best of Witzbildchen, Brechmittel
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