Horst Köhler

Horst Köhler

Herr Köhler, mit Ihrer Berliner Rede kommen Sie fast sozialdemokratisch daher, so flammend Ihr Appell gegen das Böse, gegen die Doppelmoral der Welthandelspolitik, gegen die Abschottung der westlichen Märkte und dagegen, dass die Industrieländer sie (Anm.: die armen Länder) mit Produkten zu Dumpingpreisen überschwemmen. Ergreifend, wie sie es anders sagen: „Anders gesagt: Die Armen verhungern auch am Reichtum der Reichen; und diese Reichen mauern sich ein in der Festung Europa, weil sie nicht teilen wollen.“ Sie beklagen außerdem die Ungleichheit der Einkommensverteilung in Deutschland und fordern, der Aufstieg der einen dürfe nicht der Abstieg der anderen sein.

Ich weiß nicht, was da in der Villa Kunterbunt im Schloss Bellevue für Getränke gereicht werden, Herr Köhler, aber Sie wissen schon noch, wie man das Ganze nennt, das Sie da beklagen, oder? Wenn die Kapitalerträge wachsen und die Löhne sinken, wenn eben der Aufstieg der einen der Abstieg der anderen ist, oder – anders gesagt – wenige auf Kosten vieler leben? Das, Herr Köhler, nennt man funktionierender Kapitalismus, Herr Köhler. Wieder zu Hause, jetzt?

Gern geschehen.

8 Responses »

  1. Dieser Köhler ist doch ein verlogenes (Zensiert).
    Wer hat denn unter Kohl mit dazu beigetragen, dass die Fettärsche immer fetter werden und die kleinen Spasten immer mehr abkacken?
    Horst „Was-bin-ich-doch-für-ein-kritischer-und-ehrlicher-Geist“ Köhler!

    Was sagt die Wikipedia zu diesem Retter der Enterbtem?
    „Von 1990 bis 1993 war Köhler Staatssekretär im Bundesfinanzministerium als Nachfolger von Hans Tietmeyer. Er war verantwortlich für finanzielle und monetäre Beziehungen und damit der maßgebliche deutsche Unterhändler bei den Verhandlungen zum Vertrag von Maastricht und teilweise bei jenen für die Deutsche Wiedervereinigung. Köhler, der mit Russland Milliardenzahlungen für den Abzug der Sowjetarmee aus Deutschland aushandelte, regelte auch die deutsche Finanzhilfe für den Golfkrieg 1991, d.h. die Zahlung von ca. 12 Mrd. DM an die USA. Als so genannter Sherpa des Bundeskanzlers Helmut Kohl sowie als dessen persönlicher Vertreter bereitete er die G7-Wirtschaftsgipfel in Houston (1990), London (1991), München (1992) und Tokio (1993) vor.“
    I-n-t-e-r-e-s-s-a-n-t !

  2. hotte köhler, der alte sozi? nee nee nee. solche reden sind politisch kalkuliert. so wie sich die bild mal über zu niedrige renten aufregen darf. dann ist aber wieder schluss mit lustig, hauptsache es wurde mal drüber geredet.

  3. @micha: Das ist fast zu viel der Ehre. Aber nur fast.
    @kritzelkratzel: Aber als Student hat einen sogenannten „DritteWeltLaden“ gegründet. Es gibt Zeitungsfuzzis, die ein Back To The Roots erkannt haben wollen. Warte kurz, ich muss grad mal brechen… so jetzt kanns weitergehen.
    @ben: Natürlich in Ihrem pantoffelblog, das weblog für… für Dingens.
    @Sven: Was interssiert mich heute mein Geschwätz von gestern? Nein, alles wird für bare Münze genommen, Hoffnung geschöpft, guck mal, da ist die obere Instanz, die passt auf, macht ein Pflaster drauf und dann wird alles wieder gut. Schon bald. Glaubt an Deutschland.
    @jolly: Meinst Du wirklich, Jolly?
    @redblog: Du, klar, is immer gut drüber zu reden. Hast Du eigentlich schon die Flyer für den Bieninnen-Aktionstag fertig gestrickt?

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