Ein Teil meines Jahresrückblicks

Ein Teil meines Jahresrückblicks

Während ich grad trotz tödlichen Männerschnupfens (mit Husten, rote Soße, weiße Soße, alles Salat) pflichtbewusst ein paar Jever trinke und meinen perönlichen Jahresrückblick danach sortiere, über wen ich mich in 2009 einfach zu wenig lustig gemacht habe – und da fallen mir leider am Ende dieses Jahres ganz spontan Hunderte ein (die wenigen noch regelmäßigen Leser dieses blogs werden meine Lethargie bemerkt haben und hoffentlich entschuldigen) – da denke ich plötzlich an Julia Seeliger.

Wir erinnern uns: Julia Seeliger war die aufstrebende Jungpolitikerin, die die Grüntöne aus dem css ihres mehr oder weniger privaten blogs nahm, um unvoreingenommenen Lesern der Online-TAZ vorzumachen, sie sei eine unabhägige Jounalistin statt einer verbitterten GrünIn und vor der Bundestagswahl einen grünen Feldzug gegen die Piraten anzutreten.

Pirates eunt domus!

Und wer das Witzbildchen ohne diesen youTube-Link nicht versteht, hat in der Jugend definitiv die falschen Filme gesehen.

Ich hatte das Originalbild in Wirklichkeit wegen einer ganz anderen Sache gespeichert, aber „davon werden wir Euch in der nächsten Geschichte erzählen“ (Heidi).

Ich habe einen bereits bei Veröffentlichung durchgestrichenen Terminus entfernt, da er auch durchgestrichen als Beleidigung empfunden werden könnte.

15 Responses »

  1. Du,

    so gern ich deine Beiträge auch lese, aber Pirat zu sein, ist nun echt kein Ruhmesblatt. Ich verstehe ja das Verlangen, sich auch gegen Kritik die eigene Entscheidung bunt zu reden, für die Finanzierung der Vorstandsarbeit auch noch Beiträge zu zahlen und gratis zu deren Vorteil rühriges Engagement zu leisten, aber bitte, darin auch langfristig etwas Gutes zu erkennen, so betriebsblind sollte man nicht mal als Pantoffelpunk sein.

    Julia Seeliger hat doch recht und ob sie nun eine Grüne war, sollte niemanden negativ beeinflussen, denn wenigstens ist sie kein Pirat! Die Kritik an den Piraten ist allgemein vielfältig und großzügig, sie umfaßt zahlreiche Punkte, die man sich ungezählt im Internet und den Medien suchen kann, um dabei nur auf irgendetwas zu treffen. Sich nun ausgerechnet diesen Artikel auszusuchen, Frau Seeliger als Grüne zu „outen“ (watt ´ne Leistung), ihr darum Klientelpopulismus vorzuwerfen (als ob man ein Grüner sein muß, um Wahllügen, die Diktatur der Mehrheit und Parlamentarismus Scheiße zu finden), sich dann ad hominem darüber lustig zu machen und jeden wirklich charmant verpackten Hinweis (und Frau Seeliger ist sehr höflich gewesen) auf kritisierbare Parteipolitik abzulehnen, ist irgendwie…*ähm…makaber.

    Ich für meinen Teil finde neben der Internetpolitik der Piraten im eigenen Forum (vom frauenfeindlichen Populismus, neoliberaler Propaganda, offenem Antijudaismus bis zu knallharten Diskussionsausschlüssen) vor allem deren Demokratieverständnis mehr als fragwürdig: Mit der liquid democracy der Piraten hat Faschismus in Deutschland endlich wieder eine faire Chance.

    LG

    Isi

    PS
    Um die Recherche ob meiner politischen Herkunft zu erleichtern, hier ein freimütiges Bekenntniss: ich bin FAUista (und im Forum der Piraten wegen Männerhass dauerhaft gesperrt, ich hatte es gewagt, die Diskriminierung der Männer und somit die Arbeitsgrundlage der AG Männer in Frage zu stellen, außerdem wurde meine Bewerbung als L-MOD mit 8 Gegenstimmen von über 80 Stimmberechtigten ganz liquid- demkoratisch abgelehnt und arvid wollte – erfolglos – meinen Blog sperren lassen, weil er sich durch die Nennung seines Nicknamens im kritischen Statement in seiner Ehre verletzt sieht. Das wäre dann schon fast ein virtueller „Ehrenmord“. Man möge mir darum meinen Sarkasmus entschuldigen, aber die „Freiheit“ der Piraten, wäre schlichtweg das Ende der meinigen, darum ist mein Protest auch wirklich nachhaltig. Und immerhin habe ich auch für zwei zukünftige Staatsbürger zu sorgen. Ich bin also weder eine Grüne noch ´ne „alte Jungfer“ und leide weder unter Einsamkeit noch PMS).

    PPS
    Hammer. Ich kann meinen Kommentar editieren. Danke.

  2. @pantoffelpunk:

    4.Auch. Aber vornehmlich suche ich natürlich den Kontakt zu #linkshirnextremistInnen.

    Na, so wird das aber nichts.

    Linksextremistinnen sind doch nicht frigide. Ein frischgeschlüpfter Pirat ist so sexy wie ein gestern getaufter JuLi oder der Triangelspieler beim Kreishopsen der Jesusfreaks. Dabei muß ich sagen, dass schon recht Hübsche bei den Piraten zu finden sind, aber auch wenn einer später potenziell aussieht wie Dr. House (und sogar das Bein nachzieht und sich vor Viren fürchtet), so bleibt doch immernoch das nerdig-depressive zur Abschreckung, das auch wirklich zufällig amnestierte lebenslänglich verurteilte Terroristinnen davon abhält, sich auf ein Stelldichein einzulassen, bei dem frau nur verlieren kann. (Außerdem hat wohl jede Frau mit Gehirn UND Charakter – diese Mutation ist bei Linksextremisten recht häufig – Bedenken, der Pirat von nebenan, würde VOR seinem Engagement unbedingt ein Abonnement auf Beitragszahlung einlösen, einen Tweed eröffnen um darin jeden Stellungswechsel zu dokumentieren und noch während des Vorspiels eine Crew gründen.)

  3. @Isi: LOL :-) , gut gegeben. Ich kann da nicht mal wirklich viel gegen sagen. Allerdings war Frau Seeligers Engagement gegen die Piraten schon grüner Wahlkampf – darf sie ja gerne machen, aber dann sollte sie nicht beleidigt sein,w enn man diesen als solchen bezeichnet.

  4. @pantoffelpunk:

    Julia Seeliger betreibt mit diesem Artikel in etwa soviel Wahlkampf für die Grünen wie ich ihn mit meiner Antwort darauf (Achtung: Doppelter Wortwitz!) für die FAU betreibe. Und bitte, Seeligers Kritiken unter dem Label des vermeintlichen Wahlkampfes unreflektiert zu entwerten, ist natürlich statthaft, aber wirkt nicht gerade seriös und irgendwann ernst genommen zu werden, stünde auch den Piraten ganz gut. Wenigstens würde ich es ihnen wünschen, denn nur mit viel Ehrgeiz, zur Schau gestellter Ehrfurcht und entsprechend gezügeltem Temperament schafft es der Pirat aus der Rotzlöffelecke an die Tröge der Medienmacht und das will ja nun jeder PARTEISoldat.

    (Zum Thema Parteiwirtschaft wirkte schon vor Jahren besonders aufklärerisch-ketzerisch mein ehemals dufter Kumpel Kurt „Kuddel“/ alias „Ignaz Wrobel“/ „Auch kein Pirat“ Tucholsky am 06.10.1931 in der Weltbühne. Bitte lesen!)

  5. Liebe @Isi: Ich weiß nicht, von welchem Artikel Du sprichst, ich spreche von eienr Folge von Artikeln, die sie in ihrem privaten blog begann und auf der taz weiterführte, sich hierbei völlig zum Horst machte und inhaltlichen Diskussionen durch bocken und blocken vermied.

  6. Kommentar in 3 (drei) Teilen:

    1) ein paar Jever hat heilkräftige Wirkung. Weiter so.

    2) die Lethargie beim Blog soll ich übergehen? Sagen wir mal so: da reden wir in 2 Wochen noch mal drüber. Gell.

    3) „Pirates Eunt Domus“? Das verdient den Friedensnobelpreis (mindestens). Weiter machen!

  7. @ pantoffelpunk:

    Was den erfragten Artikel angeht, so meine ich jenen, zu dem in deinem Posting auf eine Kritik verlinkt wird, also jenen, wo auf einen möglichen Vergleich zwischen Piraten und Grünen Bezug genommen wird. (Was für eine absonderliche Idee.)

    Und ich muß sagen, für mich macht es keinen Unterschied, ob jemand Pirat oder Grüner ist. Hauptsache, er/sie tritt irgendwann wieder aus und wird Anarcho(syndikalist).

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