Schwedisch für Geschlechtsverkehr?

Schwedisch für Geschlechtsverkehr?

Bekannt ist, dass die Marketing-Menschen von IKEA-Deutschland sich monatlich treffen, sich die Rübe dichtharzen und unter heftigen Lachattacken phanatsievolle Produktnamen erfinden, die sich schwedisch anhören und schreiben aber im deutschen auf der einen Seite hochgradig zwielichtige aber auf der anderen Seite nie nachweisbar dingenskirchene Assoziationen auslösen. Die bekanntesten Beispiele sind die Betten Gutvik und Lekvik oder auch der Kinderstuhl Nyfiken.

Bei der Namensfindung des vor ein paar Tagen entdeckten Produktes wäre ich gern dabei gewesen, fürchte allerdings, dass die Mengen gereichter cannabioider Produkte so hoch waren, dass ich schon vor der endgültigen Einigung mal wieder nen Platz im Schatten gesucht hätte.

Poäng, na fein!

Schweinepriester!

16 Responses »

  1. @Tom: OK, war also nicht neu, aber ich kenne von IKEA nur das CD-Regal Billy oder Edward oder Hans oder wie auch immer, Kotböllar und die Hot Dogs. Ich lasse dort einaufen, stehe nicht so sehr auf Möbelhäuser. Asche auf men Haupt.
    @dauni: Wie alles, eigentlich.

  2. Deine Vermutung, das die IKEA-Produktnamen willkürlich bei einem gutem Joint erfunden werden, ist zwar naheliegend, aber falsch: die IKEA-Produktnamen sind im schwedischen „Mutterland“ die selben wie hier – meistens werden irgendwelche skandinavischen Ortsnamen verbraten, z. B. die norwegischen Stadt Vikken (in den nordischen Sprachen wird „v“ immer wie deutsch „w“ ausgesprochen) .
    Es ist manchen Situationen auch nützlich, zu wissen, dass „Kjötbullar“ (zu deutsch schlicht: „Fleischklopse“) in etwa „Schötbullar“ ausgesprochen wird. Ich bin mir nämlich gar nicht mal so sicher, dass es nicht irgend eine kulinarische Grausamkeit aus fernen Wikingertagen gibt, die sich tatsächlich „Kotbullar“ ausspricht. Ich denke da an „Surströmling“, „saurer Hering“ – was so aussieht und so schmeckt, als sei der Fisch schon mal ausgekotzt worden.

    Das IKEA-Problem dürfte darin liegen, dass viele Schweden der Meinung sind, ihre Sprache sei für Deutsch ganz einfach richtig auszuspechen, weil man im Prinzip alles so spräche, wie es geschrieben stünde. Der Haken dabei: „im Prinzip“. („Prinzip“ hieß, wenn ich mich richtig erinnere, mal ein IKEA-Aktenschrank.)

  3. …himmel, das ist alt, dachte ich erst beim Blick aufs Bild, und dann fiel mir erst die Assoziation auf, die ich seltsamerweise noch nie bei dem Ding assoziiert hatte… Naja, dem Reinen ist alles rein.

  4. @MartinM – Die bullar schreiben sich „köttbullar“. Ein „kotbulle“ könnte sich bestenfalls von „kota“ ableiten, was „Knochen“ heißt und sicher die Konsistenz der köttbullar an bestimmten Imbissbuden treffend umschreibt. Sollte man dann am Imbiss nicht zu laut sagen. Rein phonetisch wären auch „kåtbullar“ denkbar, wobei sich „kåt“ tatsächlich wie „kot“ ausspricht, das hieße dann aber wörtlich übersetzt „Geilbällchen“. Worunter ja wieder jeder etwas anderes versteht.

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  6. Rakdal und Kimme sind definitiv meine favoriten. nicht dass ich in die richtung fixiert wäre… aber den rest kennt man ja nun auch langsam. für schweden klingen deutsche worte wohl nicht weniger lustig…

  7. Pingback: Protokoll vom 09. Februar 2008 at Trackback

  8. Diese Wortspiele bei IKEA waren mir sowenig bekannt, wie IKEA selbst. Aber sehr lustig dieser Beitrag. Ich muss IKEA wohl doch mal besuchen.

    Danke für den netten Beitrag

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