Mein blog bleibt!

Mein blog bleibt!

Durch das internet und die mittlerweile gut entwickelten Applikationen, mit denen wir es nutzen, haben wir die Möglichkeit, unsere Bedenken einer mehr oder weniger großen Masse mitzuteilen, durch die ständig wachsende Vernetzung sogar über Nationalgrenzen hinweg, können wir bei einem nur kleinen gemeinsamen Nenner die Aufmerksamkeit der Menschen auf uns wichtige Themen lenken. Wir haben mit dem Netz, durch Foren, blogs und social Networks Möglichkeiten, von denen wir ‚damals‘ nicht einmal geträumt haben. Und tatsächlich bekommen wir als Netzuser gerade die gesellschaftliche und mediale Relevanz, die sich die blogger seit Jahren eigentlich wünschen (oder auch herbeireden). Denn auch eine Plattform wie wikileaks wäre sinn- und nutzlos ohne die Multiplikatoren, die die Inhalte über ihre Suppen, ihre blogs, ihren facebook- oder twitteraccount weiter verbreiten und auch die sind in diesem Spiel wichtig, die das lesen, ohne selbst Multiplikator zu sein.

Selbstverständlich ist denen da oben das unangenehm, sie verstehen das web und letztlich Demokratie nicht und bekommen Angst. Selbstverständlich tun sie darum alles in Ihrer Macht stehende, uns zu katalogisieren, uns zu kriminalisieren und uns den Mund zu verbieten. Sie wollen unsere angebliche Anonymität aufheben, sie wollen für uns eine eindeutige ID für Netzzugang und Kommunikation, sie wollen Three-Strikes, die Vorratsdatenspeicherung und mit dem JMStV versuchen sie, bis an die äußerste Grenze, die das Grundgesetz noch vorgibt, uns einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen.

Leider scheint es ihnen vielfach zu gelingen: Noch bevor der JMStV überhaupt in Kraft getreten ist, wurden blogs offline genommen oder es wird selbiges angekündigt.

Ich mache da nicht mit. Nicht nur, dass mein Halbwissen und mein gesunder Menschenverstand mir sagen, dass der JMStV am Ende weder technisch noch moralisch durchsetzbar ist, ich denke und hoffe, dass die Kraft des Netzes, dass wir es schaffen, dieses Gesetz durch Rückgrat und Kreativität ad absurdum zu führen. Im lawblog wird mein Eindruck juristisch ausformuliert bestätigt, lesen! [NACHTRAG: Prof. Hoeren hält den JMStV für so stümperhaft, dass er von einem Praktikanten ausgearbeitet sein muss.]

Selbstverständlich bin auch ich verunsichert und natürlich fürchte auch ich, Opfer des JMStV zu werden, aber wie wollen wir etwas ändern, wenn wir schon aufgeben, bevor wir gekämpft haben? Wir bejubeln die chinesischen Dissidenten, lassen die Iraner hochleben, die ihre Ideen von Demokratie und Freiheit über die sozialen Netzwerke verbreiten, obwohl ihnen lebenslanges Straflager oder Steinigung drohen – da können wir doch nicht den Arsch zukneifen, nur weil uns eine – eventuell satte – Geldstrafe droht!

Auf mein erstes Bild „Heul doch!“ gab es den twitter-reply, man wolle mich doch gerne sehen, wenn ich das erste Abmahnschreiben im Briefkasten habe. Natürlich heule ich dann auch und je nachdem wie hoch die Kosten sind, bin ich vielleicht auch ruiniert. Aber lasst uns doch bitte erst nach dem Ausrutschen auf der Bananenschale heulen, nicht dann, wenn wir von der Existenz von Bananen erfahren.

41 Responses »

  1. Ich sehe das Risiko für das „normale Blog“, also sowas wie deins oder meins, für verhältnismäßig vernachlässigbar. Ich fürchte auch nicht, dass wildgewordene Beamte durchs Netz huschen und Bußgelder zu verteilen versuchen, dazu müssten die ja erstmal durch ihre paranoiden Firewalls nach draußen dürfen. Nein, Quatsch, das ist schlicht nicht deren Job, drum tun sie’s auch nicht. Sorgen mache ich mir, dass das Geschäftsmodell „Abmahnung“ jede schwammige Gesetzeslage ausnutzt, um Kostennoten zu verschicken, in der Hoffnung, dass die Hälfte der angeschriebenen aus Angst vor weiteren viel höheren Kosten und Aufwand diese zähneknirschend bezahlen. Auch vor denen muss sich ein privates Blog nicht mehr fürchten als jetzt schon, aber bei allem, was irgendwie im weitesten Sinne als „kommerziell“ zu klassifizieren wäre (meine Band-Homepage z.B.) sieht das anders aus. Hier sehe die tatsächliche Gefahr: dass dieser Vertrag dafür sorgt, dass die kleinen Bauchläden, die Straßenmusiker, die Bettler, Suppenküchen und Würstchenbuden, die Straßenprediger und die kleinen Boutiquen und Stadtteilzeitungen aus der schönen glitzernden Fußgängerzone der großen Handelsketten, Gastroketten und Verlagshäuser rausgemahnt werden. Einfach, weil mans kann.

  2. Ja, genau! Lasst euch von hysterischen Social-Media-Evangelisten nicht anstecken. Denen rufe ich zu: Geht doch nach drüben, nach Amiland, wo ja eurer Meinung nach in Sachen Internet alles besser ist. Ich bleib im hinterwäldlerischen, technophoben Deutschland bis sich was geändert hat.

    Mein Blog bleibt auch!

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  4. Pingback: JMStV « Dia-Blog

  5. Na den gestrigen panischen Stimmen und den weiteren unzähligen Einträgen zu diesem Thema, möchte ich mich für die Strapazierung meiner Lachmuskeln bedanken, die einherging mit diesem Beitrag. ;)

  6. Moin Moin,

    ich bin so frei, das in meinem Blog zu verwenden. Ich hoffe, du hast nix dagegen. Falls doch, weißt du ja sicher noch, wie du mich erreichst (Mailadresse ist ja eh angegeben).

    Geiles Bild mal wieder… ;)

    LG
    Sascha

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  8. na, das foto zum thema passt doch in mein blog ‚ wie arsch auf eimer‘!
    der JMStV ist wirklich für denselben.
    auch mein blog bleibt!!
    dürfte ich dein feines foto wohl verwenden???
    info wäre sozusagen ‚arsch nett‘ von dir!!
    lieben gruß,
    frau wo aus po

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  12. Warum denkt eigentlich keiner dieser Internetausdrucker daran, dass man diese Markierungen auch umdrehen kann. Derjenige, der einen Crawler für die Altersklassifikationen schreibt, wird eine hohe Beliebtheit unter den künftigen U18ern erlangen :D

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  16. ich denke mal, unsere parteiengangster haben angst und darum ist zu befürchten, daß sie es mit der zensur ernst meinen. von den „abmahnvereinen neuen stils“ die den normalblogger ruinieren können mal abgesehen. diese aasgeier werden als erste auf der matte stehen. darum kann ich jeden verstehen, der aus persönlichen gründen seiner angst nachgibt und sein blog schliesst. letztendlich allerdings sind menschen gefragt, die nicht nur die freiheit des nets sondern letztendlich die aller bürger verteidigen, trotz zu befürchtender konsequenzen. und – man kann sich ja vorbereiten. wir haben uns schon viel zu viel gefallen lassen und es ist allerhöchste zeit der kriminellen bagage die roote karte zu zeigen. und so nebenbei: wenns mit der zensur ernst wird und sichtbar folgen wahrnehmbar sein sollten, dann glaub ich, blog ich auch.

  17. Mein Blog bleibt auch!
    Yes.

    Deiner is zwar cooler…

    „Informationsflut? – Tja. – Ich wäre lieber ein erotischer – sinnlicher Cyborg – erstens hätte ich dann nicht dieses „Merkgedächtnislückengehirnwäscheproblem“ & zweitens könnte ich dann meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen…dem Nichts…“ – Da ich noch weit davon entfernt bin – mein Leben, als „Cyborg“ verwirklichen zu können…mache ich bis dahin einfach das, was mir gerade in den Sinn kommt…Ich hoffe bald von den „wilden Herzbuben“ – oder den „Fanatikern des Hortens“ & den „Agenten der Ökonomie“ den „Cyberspace-Weltraumsuperstring-Werbeversicherungstraumatikern“ aussortiert zu werden! – Dann kann ich endlich dieses riesige „SALE-Preisschild“ – das die Vertriebsleiter der „allgemeinen Verunsicherung“ mir aufgetackert haben…in den Mülleimer der Psychohistoriker werfen! G.F.

  18. Hallo zusammen. Ein Blick in das Gesetz fördert die Rechtskenntnis. Erspart aber auch dummes Geschwätz :-)

    Der JMStV (auch bekannt als „das Böse“ oder „Werk von DENEN“) richtet sich nicht an Betreiber privater Blogs, Homepages, was auch immer.

    Er richtet sich an Betreiber von Seiten, die einen jugendgefährdenden Inhalt anbieten (richtiges Gebumse usw.). Diese müssen (wie bisher auch schon) ihre Seiten kennzeichnen, den Zugriff regeln usw. soweit sie in Deutschland agieren.

    Also. Regt euch ab. Was bisher verbreitet wurde und von vielen einfach nachgebetet wird, ist schlichtweg falsch. Der Sinn und Zweck eines JMStV im Internet ist durchaus umstritten, aber ich gehe hier nicht weiter darauf ein.

    Hört also nicht auf das unqualifizierte Geschwätz sondern wendet euch an jemand, der sich damit auskennt. Dann sieht die Welt schon wieder anders aus.

  19. @Winkeladvokat:
    Die Forumlierung „Private Blogs und Websites sind ausgenommen“ hab ich nicht gefunden, aber du kannst mir gern auf die Sprünge helfen. Ansonsten richtet er sich zwar an „richtiges Rumgebumse“ – wobei ich auch da nicht weiss inwiefern das die Jugend gefährden soll, oder ob das nicht eher katholische Moralvorstellungen gefährdet, aber die „privaten“ sind Kollateralschaden.

  20. Ich bin, in meiner grenzenlosen Naivität, von solchen Seiten wie dem Pantoffelpunk ausgegangen, als ich von privaten Blogs oder Webseiten sprach. Ich meine damit die, die mit einer Schließung als Protest auf den JMStV reagieren. Die in den einschlägigen Medien halt rumgegeistert sind.

    Es gibt halt auch, abseits von katholischer Moral, Dinge, die einfach für Kinder nicht gut sind. Das muss man so sehen und akzeptieren. Ich denke nicht, dass jeder, der sich Sorgen um Kinder und ihre Entwicklung macht, dies nur macht, um anderen den Spaß zu verderben. Aber das ist auch ein anderes Thema. Ich persönlich wollte das irgendwie auch nicht. Also meine Kinder beim Pornogucken sehen. Ich weiß ich weiß, in anderen Ländern auch kein Problem. Aber die Kennzeichnung soll ja auch den Herstellern von Filterprogrammen dienen.

    Und bitte, jetzt nicht loslegen mit „Wozu braucht man Filter“. Wenn ich früher mit einer Hardcore-Porno-Schrift nach Hause gekommen wäre, wäre diese auch gefiltert worden.

    Einfach mal die Welt nicht schwarz-weiß sehen und alles ein wenig abwägen und wir kommen gut miteinander klar.

  21. @Winkeladvokat:
    Wie sinnvoll der „ich schließe meinen Blog“ protest ist, sei selbstverständlich mal dahingestellt. Aber meiner auffassung nach läuft jeder – auch der Anbieter privater Inhalte – zumindest in theretische Gefahr.

    Das es nicht immer darum geht „mir“ den Spaß zu verderben ist auch klar, aber nur mal aus interesse wie würdest du reagieren, wenn dein 5 jähriges Kind ne Pornoseite sieht und dich fragt was da los ist? Rechner ausschalten oder deinem Kind erklären was sache ist und wie’s das in Zukunft vermeiden kann?
    Ich habs schon n paar mal gesagt und ich kanns nur immer wieder sagen: Wir sind damals mit Nackensperre aus dem Kiosk gegangen, weil wir genau diese Blätter sehen wollten, die da für jeden verfügbar rumliegen. Die waren unterm Bett und sonst wo versteckt. Mit 12 ham wir uns BIING organisiert weil „Juhu nackte Titten“, und das war bei weitem nicht das einzige. Also unter dem Bett von mir und diversen Freunden wäre damals wohl der Alptraum des Papstes gelegen. – Dazu kommt, wenn man sich mit seinem Kind beschäftigt und mit ihm -gemeinsam- erlebtes verarbeitet und nicht einfach nur wegfiltert. Generell sollte das Kind „alles“ sehen können, man muss es nur mit ihm zusammen einordnen. Ich würde auch sagen aus uns ist komplett n haufen ganz ordentlicher gestalten geworden, wenn man vielleicht von meiner Frisur und meinem Freiheitsdrang absieht der vielen auf den Sack geht ;)
    Auch habe ich Frauen trotz – ich weiss nicht wievieler inzwischen – Pornos nie als Objekt betrachtet. Gut ich steh auf titten und schöne runde Ärsche, wenn daran die Pornos schuld sind möchte ich ihnen hiermit offiziell danken, aber es gibt natürlich weitaus mehr. Um die verarbeitung eines gesamten themenkomplexes und der psyche der frau geht es dabei aber natürlich nicht, in pr0ns gehts nunmal ums ficken.

    Inwiefern das schädlich ist, würde ich mal massiv in den Raum stellen – und das gilt auch für andere Angebote. Wenn man auf sein Kind scheißt und es mit erlebtem alleine lässt, hat es a) weitaus größere Probleme als das Internet und b) sollte man es dann besser auch nicht auf den Spielplatz, in den Kindergarten oder in die Schule lassen, das könnte traumatisch werden.

    Was Filterprogramme angeht nehme ich massivst abstand. Auch hier nochmal meine Jugend: Dann ist der Fernseher halt nachts gelaufen und die böse VHS wurde abgespielt. Aus mir ist trotzdem was geworden.

    Gegen Abwägen spricht nichts, und schwarz weiss will ich sie auch nicht sehen, beim besten willen nicht, aber die angebotenen Lösungen sind in meinen Augen tiefschwarz.
    Wie wärs mit pädagogischen angeboten (insbesondere für (werdende) Eltern) oder einer „Pflicht auszeit“ für Eltern, dass sie sich mit ihren Kindern befassen müssen auch wenn das der Karriere evtl. schadet, oder zumindest gelegentliche Kontrollen. Meiner Auffassung nach wirkt ein „kümmern“ um das Kind weitaus mehr als sämtliche Sperren, Filter und kennzeichnungen es jemals tun könnten. Btw. ich hab auch mit 14 bereits Ü18 Inhalte noch und nöcher konsumiert, und andere Länder kann man hier abwechslungsweise durchaus als Maßstab heranziehen: Müssten die nicht allesamt gestörte Kinder haben, wenn die nicht gefilterten Inhalte derartige Gefahren darstellen?

  22. Pingback: JMStV | stadtkindFFM

  23. Ich bin, in meiner grenzenlosen Naivität, von solchen Seiten wie dem Pantoffelpunk ausgegangen, als ich von privaten Blogs oder Webseiten sprach. Ich meine damit die, die mit einer Schließung als Protest auf den JMStV reagieren. Die in den einschlägigen Medien halt rumgegeistert sind. Es gibt halt auch, abseits von katholischer Moral, Dinge, die einfach für Kinder nicht gut sind. Das muss man so sehen und akzeptieren. Ich denke nicht, dass jeder, der sich Sorgen um Kinder und ihre Entwicklung macht, dies nur macht, um anderen den Spaß zu verderben. Aber das ist auch ein anderes Thema. Ich persönlich wollte das irgendwie auch nicht. Also meine Kinder beim Pornogucken sehen. Ich weiß ich weiß, in anderen Ländern auch kein Problem. Aber die Kennzeichnung soll ja auch den Herstellern von Filterprogrammen dienen. Und bitte, jetzt nicht loslegen mit „Wozu braucht man Filter“. Wenn ich früher mit einer Hardcore-Porno-Schrift nach Hause gekommen wäre, wäre diese auch gefiltert worden. Einfach mal die Welt nicht schwarz-weiß sehen und alles ein wenig abwägen und wir kommen gut miteinander klar.

  24. @Winkeladvokat: Wie sinnvoll der „ich schließe meinen Blog“ protest ist, sei selbstverständlich mal dahingestellt. Aber meiner auffassung nach läuft jeder – auch der Anbieter privater Inhalte – zumindest in theretische Gefahr. Das es nicht immer darum geht „mir“ den Spaß zu verderben ist auch klar, aber nur mal aus interesse wie würdest du reagieren, wenn dein 5 jähriges Kind ne Pornoseite sieht und dich fragt was da los ist? Rechner ausschalten oder deinem Kind erklären was sache ist und wie’s das in Zukunft vermeiden kann? Ich habs schon n paar mal gesagt und ich kanns nur immer wieder sagen: Wir sind damals mit Nackensperre aus dem Kiosk gegangen, weil wir genau diese Blätter sehen wollten, die da für jeden verfügbar rumliegen. Die waren unterm Bett und sonst wo versteckt. Mit 12 ham wir uns BIING organisiert weil „Juhu nackte Titten“, und das war bei weitem nicht das einzige. Also unter dem Bett von mir und diversen Freunden wäre damals wohl der Alptraum des Papstes gelegen. – Dazu kommt, wenn man sich mit seinem Kind beschäftigt und mit ihm -gemeinsam- erlebtes verarbeitet und nicht einfach nur wegfiltert. Generell sollte das Kind „alles“ sehen können, man muss es nur mit ihm zusammen einordnen. Ich würde auch sagen aus uns ist komplett n haufen ganz ordentlicher gestalten geworden, wenn man vielleicht von meiner Frisur und meinem Freiheitsdrang absieht der vielen auf den Sack geht ;) Auch habe ich Frauen trotz – ich weiss nicht wievieler inzwischen – Pornos nie als Objekt betrachtet. Gut ich steh auf titten und schöne runde Ärsche, wenn daran die Pornos schuld sind möchte ich ihnen hiermit offiziell danken, aber es gibt natürlich weitaus mehr. Um die verarbeitung eines gesamten themenkomplexes und der psyche der frau geht es dabei aber natürlich nicht, in pr0ns gehts nunmal ums ficken. Inwiefern das schädlich ist, würde ich mal massiv in den Raum stellen – und das gilt auch für andere Angebote. Wenn man auf sein Kind scheißt und es mit erlebtem alleine lässt, hat es a) weitaus größere Probleme als das Internet und b) sollte man es dann besser auch nicht auf den Spielplatz, in den Kindergarten oder in die Schule lassen, das könnte traumatisch werden. Was Filterprogramme angeht nehme ich massivst abstand. Auch hier nochmal meine Jugend: Dann ist der Fernseher halt nachts gelaufen und die böse VHS wurde abgespielt. Aus mir ist trotzdem was geworden. Gegen Abwägen spricht nichts, und schwarz weiss will ich sie auch nicht sehen, beim besten willen nicht, aber die angebotenen Lösungen sind in meinen Augen tiefschwarz. Wie wärs mit pädagogischen angeboten (insbesondere für (werdende) Eltern) oder einer „Pflicht auszeit“ für Eltern, dass sie sich mit ihren Kindern befassen müssen auch wenn das der Karriere evtl. schadet, oder zumindest gelegentliche Kontrollen. Meiner Auffassung nach wirkt ein „kümmern“ um das Kind weitaus mehr als sämtliche Sperren, Filter und kennzeichnungen es jemals tun könnten. Btw. ich hab auch mit 14 bereits Ü18 Inhalte noch und nöcher konsumiert, und andere Länder kann man hier abwechslungsweise durchaus als Maßstab heranziehen: Müssten die nicht allesamt gestörte Kinder haben, wenn die nicht gefilterten Inhalte derartige Gefahren darstellen?

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