[einleitender Text, der meine Wut über und die Angst vor diesem Staat und seinen willfährigen Bütteln zum Ausdruck bringt]
O-Ton: Petra Lindner, Mutter
„Und zwar hat er eine schusssichere Weste angehabt, eine Maschinenpistole und riss jede Türe auf. ‚Toilette gesichert!‘, dann nach vorne durch den Gang, die nächste Tür ‚Bad gesichert!‘ und immer im Anschlag seine Maschinenpistole, weiter in die Küche ‚Küche gesichert!‘.“Was muss da vorgefallen sein, wenn die bayrische Provinzpolizei ein so großes Rad dreht? Entführung, Mord, Attentat? So ungefähr: Im idyllischen Nachbarort Marktl am Inn steht das Geburtshaus des Papstes. Böse Menschen haben es zwei Tage zuvor, unmittelbar vor dem Papstbesuch, mit blauer Farbe bespritzt.
[…]
O-Ton: Siegfried Lindner, Vater
„Ich wurde in dem Präsidium fünf Stunden festgehalten. Mir wurden Fingerabdrücke abgenommen. Ich hatte einen Speicheltest. Es wurden Fotos gemacht. Ich wurde also komplett erkennungsdienstlich aufgenommen, ich wurde verhört.“Der einzige Verdachtsmoment gegen den Familienvater: Er hatte im Wartezimmer dieser Arztpraxis zu einem anderen Patienten gesagt, dass die 40 Millionen, die der Papstbesuch kostet, besser hätten verwendet werden können.
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[Eloquentes Fazit, Hinweis auf Aktualität von Liedern aus der Jugend]
Hoffentlich wurde bei diesem anderen Patient später ein Furunkel am Arsch diagnostiziert. So eine miese Petze…
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Ich stell mir grad das Gesicht vor wie der kurze da ankommt mit dem Spielzeug-Laptop…hamse dann davon wennse son Schwachsinn verzapfen.
gestern im fernsehen gesehen – jetzt weiß ich, warum ich so ungern zum arzt gehe…
Wie hieß denn die Arztpraxis? Dr. Eichmann?
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Es lebe die Meinungsfreiheit!
Tja, da ist der Faschismus einfach da und hat nicht mal angeklopft…
Viele Politiker (Schäuble, Beckstein usw.) in unseren Parteien der Macht haben das eigentliche Ziel völlig aus den Augen verloren, versuchen, ihre persönliche Stellung (Macht) zu wahren, und ordnen die offene Diskussion dem eigenen Machtstreben unter. Das ist eine gefährliche Entwicklung die aufgehalten werden muss, die GDL ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Zitat:
Aber nicht nur Hansen hat Kummer, auch der ver.di Chef Frank Bsirske hat nun große Not
In den Nahverkehrsbetrieben großer Städte wie z.B. München und Berlin wechseln teilweise ganze Gruppen von ver.di zur GDL. Besonders ärgerlich für Ver.di-Chef Frank Bsirske dürfte aber der Wechsel von Betriebsräten (Berlin Transport GmbH) zur GDL sein. Diese Entwicklung ist ein klares Zeichen dafür, daß die öffentliche Wahrnehmung der GDL plötzlich dazu führt, das bei den anderen Gewerkschaften die Einsicht wieder das Tageslicht erblickt, wofür sie eigentlich da sind – nämlich dafür, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten.
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Das Schlimmste ist, man kann mit Bekannten reden, reden und reden. Die Antworten: „Stimmt doch nicht, ist doch gar nicht soooo schlimm, ihr malt nur schwarz usw. usf.“
Wenn ich dann das hier lesen muß, weiß ich nicht, was erst noch alles passieren muß.
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> Hinweis auf Aktualität von Liedern aus der Jugend
Da musste ich jetzt auch dran denken…
—
Neulich sechs Uhr Früh, da tritt man mir die Tür ein
Ich spring aus dem Bett, da stürmt die Polizei rein
„Los, stell’n Sie sich an die Wand! Man hat Sie erkannt.
Ein Nachbar rief uns an, Sie sind ein Symphatisant!“
Ich sag‘, das muß ein Irrtum sein, ich bin doch nur ein Bürger
Doch die pflügen mir die Wohnung um als ware ich ein Würger.
In dem großen grauen Wagen darf ich dann mitfahren
Ich frag noch mal: wohin? „Das werden Sie schon noch erfahren.“
Im Prasidium dann Verhöre, ich weiß von nichts, ich schwöre
Da brüllt mich einer an, daß ich die Ordnung störe
„Morgen kommt der Anwalt, jetzt bleiben Sie erst mal hier.
Sie kriegen ein schönes Einzelzimmer, Zelle Nummer vier.
Irgendwelche Verrückte entführen in der Nacht dann
Einen Düsenjet und legen sich mit Helmut an
Mein Anwalt darf nicht kommen, die Sicherheit geht vor
Da lieg‘ ich nun auf Eis und quatsche meine Wand an
Nach Wochen stellt sich endlich raus, mein Nachbar ist bekannt
Der zeigt fast taglich Leute an, als Pensionär, da wurd‘ er Denunziant
„Wir tun nur unsere Pflicht!“ Das Tor wird aufgeschlossen
Der Schließer sagt noch grinsend: „Grüß‘ mir die Genossen!“
Eines wird mir klar: wenn irgend jemand schreit
Gesetze müssen her, dem hau‘ ich auf die Flossen
Ja, eines ist mir sonnenklar: falls wir glauben sollten
Terror kann man durch Terror bremsen, dann sind wir bald wieder soweit
(„GrÜß Mir Die Genossen“, Marius Müller Westernhagen, 1978)
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