Ich würde gern den Pimmel von Lars Ulrich mit einem glühenden stumpfen Messer abschneiden und ihn dann James Hetfield so oft und so lange in den Hals stopfen, bis er zugibt, dass Metallica eine sich prostituierende Popmusikgruppe ist, die dem Polit-Establishment bis zum Zäpfchen und weiter in den Arsch kriecht.

Ich würde gern den Pimmel von Lars Ulrich mit einem glühenden stumpfen Messer abschneiden und ihn dann James Hetfield so oft und so lange in den Hals stopfen, bis er zugibt, dass Metallica eine sich prostituierende Popmusikgruppe ist, die dem Polit-Establishment bis zum Zäpfchen und weiter in den Arsch kriecht.

Ich gehörte schon damals nicht zu denen, die nur die Musik des eigenen Lagers gehört haben und habe – wenn ich die Macht über das Tapedeck oder später den CD-Player hatte – frisch fromm fröhlich frei an einem Abend Weathermen, Nitzer Ebb und Shock Therapy zwischen Yellowman, Lee Perry, Laurel Aitken und Prong aufgelegt und den Abend dann nach Slayer, Slime und Fugazi mit den Beastie Boys, Public Enemy und De La Soul ausklingen lassen, um den Morgen mit Ton, Steine, Scherben und Achim Reichel zu begrüßen.

Und manchmal fand sogar Metallica den Weg in die Playlist, vornehmlich die ballernde „Garage days revisited“ und vor allem – wegen des offensichtlich endlich mal politischen Anspruchs im Metal – die „…And Justice for All“, das gebe ich zu. Offen und ehrlich. Ich war jung und brauchte die melancholischen Balladen und das sauber gespielte Gitarrenbrett. Nach einem im Sommer 1990 besuchten Konzert allerdings habe ich nie wieder (ich schwör´: NIE WIEDER) auch nur ein Lied dieser Kapelle freiwillig gehört. Der selbst inszenierte Personenkult der Akteure war einfach zu ekelerregend für jeden, der von Musikern immer einen Rest an Authentizität erwartet und Rock´n´Roll in all seinen Ausprägungen immer noch als eine mindestens minimale Revolte gegen das Establishment wahrnimmt.

So störte es mich wenig, dass es ruhig um Metallica wurde und um so mehr, dass ich im Jahre 2008 plötzlich – wenn ich schon mal Radio hörte – mit neuer Musik von den mittlerweile wohl sicher auch gealterten Bravo-Rockern belästigt wurde und die blogosphäre diesem zweifelhaften comeback auch noch Platz einräumte – was ich allerdings noch unter grober Geschmacksverirrung verbuchte, weil sie wahrscheinlich genau wie ich die bereits im Frühjahr des sich neigenden Jahres veröffenlichte Liste nicht kannten, in der die Lieder aufgeführt wurde, mit denen in Guantanamo gefoltert wird.

Im Dezember 2008 hat die britische Menschenrechtsorganisation Reprieve diese Liste vervollständigt und – offensichtlich medienwirksamer – re-veröffentlicht, so dass auch Reaktionen der Interpreten an die Öffentlichkeit kamen.

Alle Künstler, unter Ihnen Tom Morello von Rage Against the Machine und Nine Inch Nails (lesen!) wehren sich dagegen

Tom Morello von Rage Against the Machine, Massive Attack, und andere haben die Organisation „Zero Decibel“ gegründet, die sich für das Verbot von Folter mit Musik einsetzt, zum Beispiel mit Schweigeminuten bei Konzerten.

… dass ihre – und andere – Musik zur Folter eingesetzt wird.

Nur Lars Ullrich, das dänische Morsloch, das sich schon in der Vergangenheit mein Zorn durch Statements zugezogen hat, die Dieter Bohlen als Kommunisten erscheinen lassen und den er auch durch das PR-Geschleime auf DeineTube nicht wieder gutmachen kann sowie sein Sänger James Hetfield schließen sich dieser Initiative nicht an, sondern sind sogar stolz, ihren Teil zum Krieg gegen den Terror beitragen zu können…

„Ein Teil von mir ist stolz, dass Metallica ausgesucht wurden. Er dachte, er hört Satan. Es ist starke und kraftvolle Musik. Sie repräsentiert etwas, dass diese Menschen nicht mögen – vielleicht Freiheit, Aggression. Ich weiß nicht, Redefreiheit.“

… oder geben Tipps, wie man noch besser foltern kann:

Außerdem, so der Drummer weiter, sollten die Soldaten wenn überhaupt richtig heftige Musik benutzen wie zum Beispiel «Venom oder norwegischen Death Metal». Aber er könne die Situation ja nicht ändern. «Was soll ich machen? George Bush anrufen und ihm sagen, dass seine Generäle Venom spielen sollen?»

Und wenn Du schon vorher oder seit jetzt um diese Statements weißt und trotzdem ein Metallica-Shirt trägst, die Alben hörst, auf ein Konzert gehst oder diese Affen sonst wie supportest, wisse immer, dass ich Dich wie sie verachte als Teil der rassistischen Lüge des Establishments, als Politnutte oder -stricher, als einer der ihren, als dreckiger, stinkender Spießer. Hardrock hin oder her.

65 Responses »

  1. ok tyz mein last word dazu ist dass ich dich nicht verstehe, es gut sein kann dass du in manchen Punkten durchaus recht hast aber sollte dein Wunsch der gleiche wie der meine sein die Meinungsdiktatur und Massenmanipulation zu durchbrechen dann solltest du vielleicht mal an deiner Strategie arbeiten.
    Denn das Resultat deiner intellektuellen Intervention sind ein genervter Pantoffelpunk( + LeserInnen) der genau wieder jeder andere selbst entscheiden kann wie er Kritik vermittelt und ich lese bei ihm wesentlich weniger Scheuklappen als bei anderen Publizisten und finde den Blog echt unterhaltsam.
    Tyz du weisst doch dass du Recht hast und auch du wirst irgendwann historisch betrachtet einer derjenigen gewesen sein die Widerstand in der Meinungmatrix geleistet haben. Freu dich drauf und der Zeitpunkt der Freude wird dann schneller erreicht wenn man da beginnt zu kritisieren wo einem die Leute noch verstehen und es inhaltlich angebracht ist.
    Ich finde die Tatsache das 911 mit samt seinen Folgen gefaket war und es fast niemanden der die Möglichkeit hätte das zu thematisieren interessiert emotional verdammt krass und vestehe die Wut und nur deswegen schreibe ich dass hier obwohl es völlig off-topic zu sein scheint.
    Ich bin überzeugt wir bewegen uns auf den letzten Jahreswechsel zu an dem die meisten das 9/11 Märchen noch glauben, bald wird sich einiges ändern.
    Kategorie: Brechmittel

  2. Richtig, sososo, 9/11 ist hier KOMPLETT oftopic. Ebenso wie Kohl, Brandt, Schmidt und der Jesuitenorden – sowie persönliche Laioen-Psychogramme von mir oder meinen lieben bloggerkollegen. Es geht hier um Metallica. Not more, not less. Bis auf einige wenige Spam-Kommentare eines bestimmten Nazis-Trolls und der persönlichen Beleidigung meiner Kinder habe ich hier noch NICHTS gelöscht. Ich wüsste also nicht, mit welcher Begründung ich einer virtuellen Meinungsmafia angehören sollte, nur weil ich mich gegen Arroganz und persönliche Beleidigungen auf der einen und offtopic-Gesülze auf der anderen Seite wehre? Weil ich nicht möchte, dass mein blog für seine Propaganda benutzt wird (vielleicht, weil ihn keiner liest)? Das kanns ja wohl auch nicht sein. Ganz davon abgesehen übrigens, dass ich selbst und hier auch schon Kloppe für VT bekommen habe.

  3. Zu spät, ich war wirklich sofort aus der Tür raus.
    10 Flocken für 6 Kannen?? Glaubst du ich trink Puffbrause?
    Ich hab grad 20 gekauft für knapp 13,- Taler und das im mittlerem Preissegment.
    Und ob Obama noch lebt wissen wir doch gar nicht, morgen kommt bestimmt einer hier vorbei und behauptet, dass sei ein ferngesteuerter Roboter des Finanzjudentums, der echte Obama wurde ausgetauscht und in Area5 eingeknastet. Deshalb hat Georgyboy ja noch so gute Laune.
    Ich mach erstmal nen Deckel, bis es sich rentiert. ;—)

    PS:
    Bin ich eigentlich der einzige der bei 9 11 zuerst immer an Porsche denkt, oder Feuerwehr oder Kristallnacht oder so?

    PPS: Jetzt kam grad in den Nachrichten wieder das mit den beiden Gesuchten die den Polizeifuzzi abgestochen haben sollen. Dazu werden immer Fotos von sonnem NPD-aufmarsch gezeigt. Auf den Bildern ein Haufen rechter Schwachmaten. Die Köppe von den beiden Verdächtigen dick rot umkringelt und die Gesichter schön fett verpixelt. Die Gesichter von den ganzen anderen Unverdächtigen schön unverpixelt. Geht das nur mir so oder ist das nicht selten dämlich? Wärs nicht irgendwie sinnvoller Fahndungsfotos von Gesuchten unverpixelt zu zeigen und unbeteiligte Dritte zu verpixeln? Ich mein ja bloß.

  4. „Bin ich eigentlich der einzige der bei 9 11 zuerst immer an Porsche denkt, oder Feuerwehr oder Kristallnacht oder so?“

    Nein, leider nicht. Dieses Problem haben viele.Schade für die Hinterbliebenen der Opfer die bis heute unter dieser Ignoranz leiden,.

  5. Wieso Problem? Das ist doch prima. Und wenn du das naexxte mal einen „Hinterbliebenen“ triffst, der drunter leidet, dass corax an nen Porsche denkt, wenn er drei Zahlen hoert, schick ihn zu mir, damit ich ihm seine Luxusprobleme loesen helfen kann. ich mach sowas gerne.

  6. Noch mal zurück zu Metallica. Ich konnte eh nie was mit denen anfangen, halt Kommerzkacke. Als ich damals mitbekam, wie die sich aufregen über Napster, und mit welchen Methoden ihre Anwälte auf Menschenjagd gingen, dachte ich bei mir: gut, dass ich die eh nie mochte. Jetzt hab ich noch einen Grund mehr. Und jetzt? Jetzt hab ich noch einen Grund mehr – obwohl das nun wirklich nicht mehr im geringsten irgendwie „lustig“ ist. Mann, was für Arschlöcher! Ein weiteres Beispiel für falsch verstandenen, dumpfen und faschistoiden „Patriotismus“.

  7. Metallica sind für mich eher eine Band aus meiner Jugend mit der ich viele Erinnerungen verbinde.
    „Kill ém all“ haben wir damals als parodistisch überzogen wahrgenommen, genauso wie wir Texte von Slayer zb. nicht ernst genommen haben.
    Viel interessanter war das uns angesichts von 32-tel Takt Riffs die Kinnlade runterfiel.
    Für mich waren solche Bands anfang der 80 er alles mögliche aber nicht politisch, eher subversiv provokativ so das Erwachsene beim hören den Untergang des Abendlandes befürchteten.
    Die Äusserungen von Hetfield aktuell haben ja viel Resonanz erzeugt- zurecht.
    Ich habe kein Problem damit wenn das Konsumgut Musik kommerziell vermarktet wird und es gibt jede Menge Musiker die sehr kommerziell agieren und trotzdem sowas wie ein Gewissen besitzen.
    Die Antikriegsballade von Pink zb. fand ich toll, sie hätte es ja nicht tun müssen, aber der kommerzielle Erfolg des Songs ist ja auch ein Beispiel dafür das es nicht nur Amerikaner gibt die allzu patriotisch unkritisch bis zum Gartenzaun denken.

  8. mahlzeit die damen.

    boah, du kennst leute, pantoffelpünkchen. dieser tyzaro-meinungs-terrorist war echt die härte. hochgradig verpeilt und in seiner kleinen welt verrannt… „intellektuell“ bis oben gegen und nix kapiert. nicht mal simpelste seitenhiebe… unglaublich. das sein zivi ihm nicht längst die tastatur geklaut hat, tststs.

    was diese metallica-spaddel angeht – musikalisch konnte ich ihnen nie viel abgewinnen. kennste einen song, kennste alle. belangloses pseudo-metal-geplänkel von alternden möchtegern-hardrockern. nee, danke.
    wenigstens stehen sie offen dazu, daß sie scheiße sind und entblöden sich nicht solche weisheiten wie oben beschrieben von sich zu geben. tips für weitere „no touch torture“ zu geben und stolz auf die erwähnung und verwendung sein… wie scheiße können menschen sein? wie sangen schon die ärzte so schön: wenn du sterbehilfe brauchst, sag bescheid!

    ich hätte nichts dagegen, wenn sich die irgendwo weiter oben erwähnten freimaurer-jesuiten-juden-aliens bei gelegenheit mal am tourbus zu schaffen machen. z. b. wenn´s mal steil bergauf gehen soll, könnte das interessant werden.

    ach und wenn du schon dabei bist irgendwelchen geistigen tieffliegern den dödel eines anderen unsympathen um die ohren zu dreschen, klopf doch mal bei roland koch an. der braucht auch mal wieder nen nachschlag…

    tüdelü und nich ärgern lassen. ;)

    p.s. und kommt gut ins neue jahr.

  9. hi

    zu der metallica geschichte: hab schon vor über einem jahr in der taz ein interview mit lars ulrich gelesen der ganz anders dazu stellung bezogen hat als diese halbganzen zitate die der pantoffelmensch da oben so schön zum lesen bereitgestellt hat.

    dieser meinte dazu nur er könne nicht verstehen warum ein song wie enter sandman zum foltern benutzt wird wenn es da ganz andere sachen geben würde die wie venom, kreator und so weiter die sehr viel mehr eine folter darstellen würden.

    desweiteren meinter er es blöd zu finden in diese scheisse reingezogen zu werden und das ihm nie ein iraker auf die nerven gegangen ist und das es auch umgekehrt so sein soll. nur könne er nicht einfach bush anrufen und ihm befehle geben. logisch oder was?

    von hetfields aussage in dem 3sat interview war ich sehr enttäuscht. labert irgendwas von stolz und wollte nicht richtig stellung beziehen und kam mir dabei vor wie ein heuchler.

    trotz alle dem finde ich metallicas musik nach wie vor klasse besonders die alten sachen aus den 80’s

    peace

  10. Pingback: Scheiss was auf Metallica - KRiZZi'S BLoG

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