Der Irre aus München: Jetzt dreht er völlig durch!

Der Irre aus München: Jetzt dreht er völlig durch!

Eilmeldung: Frau Pauli, scharfe Kritikerin des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, ist vermutlich mit Polonium vergiftet worden.

Sankt Pauli! Sankt Pauli! Sankt Pauli!

Sie ist momentan nicht vernehmungsfähig, ließ jedoch über einen Sprecher ausrichten, dass Sie bei einem Gespräch mit Michael Höhenberger Salzstangen angeboten bekam, die besonders groß aber auch sehr lecker waren. Bei Durchsuchungen der bayerischen Staatskanzei stellten Beamte des BKA ausrangierte Brennstäbe sicher, die in einem Müllcontainer auf dem Hinterhof des Gebäudes entsorgt wurden. „Skandalös! Die gehören doch nicht in die blaue Tonne! Das ist doch kein Papier!“, so ein Anwohner.

HH: Mann schießt mit Maschinenpistole um sich

HH: Mann schießt mit Maschinenpistole um sich

SpOn berichtet: „Der Ärger über eine Rechnung hat einen 64-jährigen Kunden zum Äußersten getrieben: Er zog in einem Hamburger Mercedes-Autohaus plötzlich eine Maschinenpistole und schoss wild um sich. Der Chef der Werkstatt konnte sich nur mit einem Sprung aus dem Fenster retten.“

Ersten Berichten zu Folge will Bürgermeister Ole von Beust auf diesen Vorfall zeitnah reagieren und Mercedes-fahren unter Strafe stellen.

Henrico kommt nicht zur Audienz. Großes Wehgeschrei!

Henrico kommt nicht zur Audienz. Großes Wehgeschrei!

Na, da haben DIE ja wieder DEN Beweis: Die Arbeitslosen wollen gar nicht arbeiten! Denn Henrico nimmt den festgelegten Termin von Problembär Beck nicht wahr.

Ich unterstütze Henrico in dieser Entscheidung auf voller Linie.

Rekapitulieren wir kurz: Beck wird auf dem Weihnachtsmarkt von einem Altpunk ob der desaströsen Arbeitsmarktlage angepöbelt. Beck erwidert was von „Wasch und rasier Dich, dann bekommst Du auch einen Job!“. Daraufhin gibts großes Mediengepolter, von wegen kann man doch nicht machen, so was böses sagen. Vermutlich noch im Koma angeschiggert lässt sich Henrico die Haare schneiden und rasieren und wird zu Hofe gebeten. Acht Jobs will Beck ihm anbieten. Und wenn Henrico das macht, dient er als Beispiel dafür, dass, wer hübsch sauber und ordentlich ist, auch einen Job bekommt!

Aber, lieber Herr Sozialdemokrat (sic!) Beck, das stimmt ja leider gar nicht! Es gibt nämlich ganz viele ra- und frisierte Arbeitslose. Und die Leute bekommen keinen Job, weil es nicht genügend Jobs gibt. Und wenn Henrico nicht zu Deinem Termin kommt, dann zeigt das nur, dass er noch genügend Stolz hat, sich für Dich nicht zum Deppen machen zu lassen.

Insgesamt erinnert mich diese Farce an den Umgang der politischen Kaste mit „dem Vorführkriminellen“ (Tote Hosen) Alex aus „Clockwork Orange“. Und dass die Medien, sogar die oft kritischen, auf diesen Zug aufspringen, dient mir einmal mehr dem genauen und effektiven Trennen-Können von Spreu und Weizen.

Aus der Welt der Wissenschaft

Aus der Welt der Wissenschaft

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Wissenschaftlerinnen

Voll der Literat

Voll der Literat

Ich habe in den letzten 4 Wochen doppelt so viele Romane gelesen, wie in den 15 Jahren zuvor: Nämlich 2.

Rocko Schamonis „Dorfpunks“ und Heinz Strunks „Fleisch ist mein Gemüse“ (beide u.a. „Studio Braun“ und Kandiadten von „Die Partei“) sind zwei klasse Werke, in denen sich die Autoren jeweils mit ihrer unglamourösen Jugend auseinandersetzen und selbstironisch (buääärks, was für ein ekelhaftes Wort!) die Irrungen und Wirrungen der pubertären oder postpubertären Phasen ausleuchten. Während Rocko zum Punk gekommen ist, weil es auf dem Lande darum ging, möglichst hart zu wirken und Punk als die härteste Ausdrucksform jugendlichen Protestes daherkam, träumte Strunk lange von einem Nummer-1-Hit, tingelte aber stattdessen viele Jahre mit der Tanzband Tiffanys („dritte Welt der Musik“) von Hochzeit zu Hochzeit und Zeltfest zu Zeltfest. Er trank sehr viel, entwickelte eine solide Depression und musste ständig onanieren („melken“), weil er mit seiner derben Pickelfresse keine Mädchen („Biester“) abbekam.

Kann man gut verschenken. Kann man aber auch lesen. Echt.