Erstens ist die Aktion des von mir nur mäßig geschätzten Stefan Raab in der Tat witzig:
Zweitens wird hier weder die klägliche und korrupte Existenz des SS-Mannes Hanns Martin Schleyer verhöhnt noch dessen Ende sondern RTL und deren Marketing- und Rechtsfuzzis. Drittens noch einmal ganz deutlich, weil Ihr es bis heute nicht kapiert habt: Es geht nicht darum, WAS Satire darf, sondern WER Satire darf.
So macht man Quote, der Spiegel (SpON) war übrigens schneller, da gab’s ähnliches identisches Geheuchel gestern oder vorgestern.
das del-tag is übrigens futsch hier, obwohl es in der Vorschau richtig angezeigt wird, ich spam hier mal nen
Strike-Tag rein, damit ich’s das nächste Mal weiss ;)Hilf mir: In welcher Datei schalte ich die Tags frei?
darf satire nicht auch jeder?
die frage ist allerdings, wer es kann.
kses.php – del ist wieder
verbotenerlaubtHallo Mark… die Frage „Wer darf Satire?“ ist ein von der Neuen Frankfurter Schule 1993 geprägter Satz in Anlehnung an die immer wieder gestellte Frage, was Satire darf. Robert Gernhardt hat einmal in einem Interview gesagt, Satire habe nur eine einzige Grenze: Wo man sich nicht auskennt, sollte man vorsichtig mit Witzen sein…
Endlich sagt es mal jemand.
das Verhöhnen der Opfer von … als stärkste moralische Anklage ist immer noch im Rennen? Ich bin erstaunt!
Satire ist ein Gradmesser von Humor und dieser wieder einer von Intelligenz…
Satire ist eine durchaus positive Sache. Nirgends verrät sich der Charakterlose schneller als hier, nirgends zeigt sich fixer, was ein gewissenloser Hanswurst ist, einer, der heute den angreift und morgen den.
Quelle: http://www.tucholsky-gesellsch.....satire.htm
Und Raab ist ein Hanswurst. Meine Meinung.
Dein Zitat ist der einzige Satz aus dem Text (den ich btw im obigen Artikel bereits verlinkt hatte :-), den ich entweder nicht oder falsch verstehe oder doof finde. Ein Satiriker, der sich auf eine Seite schlägt und immer dieselben angreift, ist ein Sozialdemokrat und landet ganz schnell bei Scheibenwischer und Konsorten. Die sieht man dann als ganz fürchterliche Spießer in irgendwelchen Talkrunden, in denen Sie bierernst darüber diskutieren, an welcher Stelle Satire zu weit gehen würde. Üargs.
Ein Satiriker muss m.E. im Herzen immer Anarchist sein und gegen alles und jeden losschlagen, was oder wer die Kränkung seines Idealismus´ (siehe Tucholsky) verursacht hat.
Stefan Raab wiederum ist kein Satiriker sondern ein Showman, der sich in diesem Fall eines – gut gemachten – satirischen Stilmittels bedient hat.
Die Umsetzung ist auf jeden Fall so, dass jeder auf den ersten Blick erkennt wo die Überspitzung ist. Warum nicht auch als Satire einsetzen, da das Thema RAF eh wieder in aller Munde ist…außerdem ist das typisch Raab, gelegentlich sehr starke Provokationen rauszuhauen.
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Alles, was gegen die scheiß Bohlen-Bild-Mafia geht, hat meine volle Unterstützung. Die Blöd-Zeitung hat doch den Arsch offen!
Ich find den Raab ganz okay…
alsi ich finds lustig :)
Raab ist der A-Blogger der Fernsehbranche.
Raab hat das aber bei der Titanic geklaut: http://titanic-magazin.de/uplo.....024097.jpg
Naja, sagen wir, er hat sich inspirieren lassen.
Stimmt schon. Oder so: Die Titanic hatte die Idee zuerst – alles weitere ist Spekulation :-)
Lustig übrigens, dass von deinem Spam-Plugin der Vorname des von der Titanic verhöhnten potentiellen RAF-Opfers abgefragt wird.
Ich war auch absolut überrascht von Raab. Das war wirklich gut. Er hat wohl auch noch das Publikum „Freiheit für Max Buskohl“ skandieren lassen.
Zu der aufgeregten medialen Zweitverwertung passt wohl, was Küppersbusch bei den Mohamed-Karikaturen gesagt hat: „Der wohlfeile Gratismut mancher Nachdrucker ödet mich an. Er folgt der alten Melodie ‚Skandal! Immer mehr nackte Weiber in den Zeitungen! Sehen Sie dazu unsere Fotostrecke von Seite 2-143!'“
:-)