Author Archives: pantoffelpunk
Stoiber, aufstehen!
Wie heißt der aktuelle amerikanische Präsident?
Vom Bloggen übers Bloggen
Wenn ich irgendwann mal ganz furchtbar verbittert bin, dann hör ich auf, zu bloggen. Versprochen.

UPDATE: Ich hatte ganz vergessen, den eigentlich vollkommen harmlosen Originalkommentar, der Fonsi wohl sehr wehgetan hat, zu posten. Und wo zum Teufel sind eigentlich die Mülleimer?

Kluge Worte I

Musikgeschmack
Erst kürzlich fragte mich jemand, ob es nicht etwas eintönig wäre, ständig Ska zu hören. Ich widersprach erbost, schließlich höre ich auch andere Sachen, zum Beispiel Latin Ska:
Los Calzones sind eine furiose argentinische Band mit einem Sänger mit Faible für lustige Haare, die ich leider noch nie live zu sehen das Vergnügen besaß. Irgendetwas kam letztes Jahr dazwischen. Eine schlimme Krankheit vielleicht, ich weiß es nicht mehr. Das muss aber dringendstensenst nachgeholt werden. Henning, übernehmen Sie.
Mehrmals gesehen habe ich dafür die für mein Empfinden großartigste Live-Band aller Zeiten und aller Universen, Herr Tobe (der geht jetzt arbeiten! Tobe! Arbeiten!!! Hallo?!) wird wissen, wen ich meine, die anderen klicken auf….
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In Memoriam
Diese Montage habe ich einst für die Titanic gemacht, aber leider zu spät eingesandt, so dass sie NIE veröffentlicht wurde, weil ich damals auch alternativ nicht im Traum dran gedacht habe, mal zu bloggen. Und nu isses mittlerweile ja auch wirklich leider sehr unaktuell. Egal:

Korrektur
Ein X für ein U oder eine 11 für eine 5 vormachen… das willst Du, MoPo, uns.
Warum nur, frage ich mich, reicht die Tragik und Dramatik, wenn ein Kind sexuell gequält und anschließend ermordet wird, nicht aus, die satisfaktionsunfähigen, deutschen Couch-Potatoes zu befriedigen?
Und warum drehen gerade die sich so moralapostolisch gebärdenden Medien immer wieder an dieser Sensations-Schraube und versuchen krampfhaft, noch einen drauf zu legen, anstatt ihrer Verantwortung gerecht zu werden?
Warum muss RTL den Arzt, der Uwe K. behandelt hat, fragen, wie er sich als Familienvater fühlt, einem Mörder das Leben zu retten (und warum haut der Arzt dem Reporter nicht einfach eine rein?)?
Und warum muss die Hamburger Morgenpost die Tatortfoto-illustrierte Story vom Selbstmordversuch des mutmaßlichen Mörders in der Absicht, dieser einen noch theatralisch-dramatischeren Touch zu verleihen, so dermaßen dämlich und abstoßend ekelhaft trivialisieren und folgendermaßen schlagzeilen:
„Er wählte die Linie 11, hier hatte er den Jungen angesprochen!“

Und warum zum Henker halten die Morgenpost-Redakteure Ihre Leser für vollkommen
blind oder so doof, dass sie annehmen, man sähe nicht, dass Uwe K. hier
vor der Linie 5 liegt?
Update 04.03.2007: Klugscheißer und Thomas F. aus B. bei K. hatten Recht: Es muss die Linie 11 gewesen sein, denn es gibt gar keine Linie 5 in Leipzig. Ich entschuldige mich (ein bisschen schweren Herzens*) bei der Hamburger Morgenpost für die falschen Anschuldigungen.
Und darum trotzdem: Weil es alles Arschlöcher sind. Alles Arschlöcher.
Goll vs. Klar bzw. Goll vs Recht

Juhu, das Schweinesystem ist zurück in alter Form! Bitte bei Jolly Rogers lesen…
„Geld regiert die Welt“
Ein toller Dreiteiler über das Geldsystem (eine Diplomarbeit von „Max von Bock„, Aachen)
Bitte dringend auch die beiden weiteren Teile plus Bankraub-Bonus-Track ansehen… Read the rest of this entry
Überhaupt: von der RAF und der Reue
Natürlich fordere auch ich unbedingt ein, dass die RAF-Mitglieder auf Knien bereuend zu Kreuze kriechen, weil mir zum Beispiel sehr viel an der Würde der Herrhausen-Witwe liegt, während ich auf das Leben und die Würde derer, die in Schuldnerländern leben, „die nicht einmal mehr die Zinsen für ihre Schuldenberge zahlen können“, einen großen Haufen scheiße. Nigger.
Ja, nee, is Klar…
Huaaah, gähn, gähn, gähn. In allen Online-Medien und deren feeds war gestern die große Schlagzeile zu lesen: „Christian Klar ruft zum Kampf auf!“.
Ich dachte schon: Hui! Da ist ja jemand fast so hartnäckig wie fastix (gnihihihi) und scheißt auf seine Freilassung… Respekt. Der Mann nimmt weitere unzählige graue Jahre im Knast für einen kleinen revolutionären Auftritt in Kauf. Das muss man erst mal bringen.
Als ich seinen Text dann gelesen habe, war ich fast etwas enttäuscht:
Liebe Freunde, das Thema der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz “Das geht anders” bedeutet – so verstehe ich es – vor allem die Würdigung der Inspiration, die seit einiger Zeit von verschiedenen Ländern Lateinamerikas ausgeht. Dort wird nach zwei Jahrzehnten sozial vernichtender Rezepte der internationalen Besitzerklasse endlich den Rechten der Massen wieder Geltung gegeben und darüber hinaus an einer Perspektive gearbeitet.
Aber wie sieht das in Europa aus? Von hier aus rollt weiter dieses imperiale Bündnis, das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Die propagandistische Vorarbeit leisten dabei Regierungen und große professionelle PR-Agenturen, die Ideologien verbreiten, mit denen alles verherrlicht wird, was den Menschen darauf reduziert, benutzt zu werden.
Trotzdem gilt hier ebenso: “Das geht anders”. Wo sollte sonst die Kraft zu kämpfen herkommen? Die spezielle Sache dürfte sein, dass die in Europa ökonomisch gerade abstürzenden großen Gesellschaftsbereiche den chauvinistischen “Rettern” entrissen werden. Sonst wird es nicht möglich sein, die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen.
Es muss immer wieder betont werden: Schließlich ist die Welt geschichtlich reif dafür, dass die zukünftigen Neugeborenen in ein Leben treten können, das die volle Förderung aller ihrer menschlichen Potentiale bereithalten kann und die Gespenster der Entfremdung von des Menschen gesellschaftlicher Bestimmung vertrieben sind.
Ich lese hier kein Wort von bewaffnetem Kampf. Das ist doch ein vollkommen gemäßigter Text von einem, der auszog, die Welt zu verbessern, so was sage ich -zumindest sinngemäß – jeden Tag. Und er hat doch mit jedem Wort Recht – man mag ja den Kapitalismus aus einer gweissen Bequemlichkeit heraus mögen, wenn man auf der richtigen Seite der Kugel geboren wurde, aber da wo er auftaucht, werden – niemand will es wirklich bestreiten – Menschen ausgebeutet und die Natur zerstört. Und das ist doch wirklich Scheiße, mal so unter uns gesprochen.
Was aber, liebe Herren und Damen von der Presse, erwartet Ihr von einem wie Christian Klar? Dass er nach über 20 Jahren Zuchthaus als Turbokapitalist entlassen wird und Hanns Martin Schleyers Erbe antritt? Dass er aus dem Knast zum Kauf von VW-Aktien rät? Dass er die Linke beruhigt, weil Schäuble doch nur unser bestes will?
Aber auch die Damen und Herren aus der Politik melden sich natürlich eifrig zu Wort, dass man jetzt seine Freilassung überdenken müsse und all der ganze Tofu – was man halt von denen erwartet. Sie sind ja so fürchterlich durchschaubar und einfach gestrickt.
Aber zur Erinnerung seien dieser Spezies hier zwei Dinge kurz und ein für allemal ins Stammbuch geschrieben:
Herr Klar hat nichts weiter getan als seine Meinung zu äußern, was in der BRD (auf dem Papier, also jetzt mal rein theoretisch) erlaubt ist, von wegen Meinungsfreiheit und so. Ihr wisst schon, ja … genau das Dingens da.
Manch ein vorlauter Bub (oder Mädel) mag jetzt laut dazwischen rufen, dass Herr Klar aber ja genau wegen dieser antikapitalistischen Einstellung inhaftiert sei, aber das ist eine nicht zulässige Verdrehung der Tatsachen, denn wer sich genau erinnern mag, der weiß auch, wie sehr die Angeklagten der RAF darum kämften, dass ihre Taten im politischen Kontext wahrgenommen und vor Gericht verhandelt werden, worauf sich der Staat jedoch nicht einließ und so saß Herr Klar seine Strafe für ganz vulgären Mord ab. Sein Beitrag zur Rosa-Luxemburg-Gedenk-Rheumadecken-Veranstaltung hat aus dieser Perspektive nichts mit seinen Taten, nichts mit seiner Inhaftierung und ergo auch überhaupt nichts mit seiner Begnadigung zu tun.
Aus seinen Grußworten höre ich auch nichts verfassungsfeindliches, was eine weitere Inhaftierung rechtfertigen könnte. Instrumentalisieren kann man die ganze Entlassungs- und Begnadigungs-Debatte natürlich trotzdem: eignet sie sich doch hervorragend, mal wieder in Erinnerung zu rufen: Der Feind steht links.
A pro pos Verfassungsfeinde: Hat Herr Schily eigentlich schon öffentlich Reue gezeigt? Sonst können wir ihn nicht begnadigen.
Frau Mohnhaupt wünsche ich übrigens alles erdenklich Gute, vor allem, dass sie in der medialen Schlammschlacht um die Deutungshoheit ihrer Biographie nicht ihr Gesicht verlieren möge.
Vote for SKOP!!! WICHTIG!!!
SKOP haben am vergangenen Samstag den Husumer Speicher in nur einer Stunde dermaßen gerockt, dass die Jungpunks nicht nur am Ende stagedivten sondern sich auch auf Knien gen Bühne verbeugten und der Band huldigten, die Euch doch hier und da und dort schon so viel Freude bereitet hat…

Und jetzt ist es an der Zeit, etwas zurückzugeben: Tut mir den Gefallen und votet hier bei iz-radio für SKOP als Gewinner der Talentschmiede Februar 2007. Michael sagte, der Gewinner bekäme 12 Jungfrauen und er würde mir dann sechs abgeben. Go on, please, it´s just a click!
Danke. Ich liebe Euch alle.