Ein hungriger Mann ist ein wütender Mann

Ein hungriger Mann ist ein wütender Mann

Liebe Journalisten, wenn für 80% der Haitianer die Verdoppelung der Lebensmittelpreise innerhalb der letzten paar Jahre nicht bedeutet, dass sie doppelt so viel ausgeben, sondern dass sie halb so viel essen, dann ist das natürlich überhaupt kein Grund, den Kapitalismus als gescheitert anzusehen oder ihn auch nur ansatzweise zu kritisieren. Und so bin ich sehr froh, dass Ihr zum Abschluss der Meldungen zu Haiti und anderen Ländern, in denen immer mehr Menschen ihren Kindern nicht die notwendige Schüssel Reis am Tag zur Verfügung stellen können, die großzügigen Lebensmittelspenden der Industrieländer aufzählt und damit die Gemüter der Radiohörer und Zeitungsleser beruhigt. Wenn Ihr aber bitte heute Mittag, einfach nur um Eurer Tradition vollständig treu zu bleiben, wenn Ihr also bitte nachdem ihr Euer Mousse au Chocolat verspeist habt, alle die für morgen geplanten Berichte und Kommentare zu den Unruhen in Haiti noch einmal überarbeiten und diese schließen möget mit:

„Für Protest haben wir Verständnis – aber friedlich muss er sein.“

Das würde mich einfach total beruhigen. Danke.

12 Responses »

  1. Hey, wer Kraft zum Steineschmeissen hat, kriegte in den Tagen davor genug zu futtern und koennte geradesogut arbeiten! Ich finde, die sollten sich nicht beschweren und lieber was aufbauen, wir habens nach dem Krieg schliesslich auch geschafft, Deutschland wieder nach vorne zu bringen, und wenn die da alle randaliert haetten, nur weils weniger zu essen gab, dann haetts das Wirtschaftswunder nie gegeben!
    Denkt mal drueber nach!1!!1elf

  2. Naja, wahrscheinlich ist ein Zusammenschluss von Menschen in ärmeren Ländern als Bande zusammengfasst worden, während es hier Parteien, AGs und diverse andere Bezeichnungen dafür gibt. Irgendwann gibts auf der Welt nur noch zwei große Gruppen. Die Reichen (wird wohl der geringere Anteil sein) und die Armen.

  3. Und eine Gesellschaft, die keine Lebensmittel isst, weil „da zu viel Kalorien drin sind“ oder sich vor „Krabbeltieren“ als Nahrung ekelt hat definitiv Prügel verdient. Musste mal raus…

  4. Das Problem heisst doch nicht Kaptialismus sondern Neosozialismus / Kommunism,us. Nur in solchen Systemen ist der Finanzfaschismus zu Hause. Uner Feidn ist nicht der Unternehmer sondern dieser >Staat der in allen Monopolen tätig ist, mitgeholfen hat, seine besten Leute in die Großkonzerne protegiert und dort nur Manager Manger werden lässt die das richtige Parteibuch haben. Peter Hartz War so ein roter Manger in Schröders Gnaden bei VW. Der Mann der H. Esser war – schon vergessen. Wer verkaufte Voadafon? Wer ließ die Gerwekrschaftsbank Herstatt platzen und wer verscherbelete die „NEUE Heimat“? Genau – die politische Klasse. Gerwerkschaft mit eingeschlossen.

    Weg mit diesem Staat. Macht Gurkensalat daraus.

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