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Anleitung zum Bau einer schmutzigen Bombe
Die, die anders denken und was anderes glauben, sind ja alle doof. So wie so und umgekehrt.
Um etwas dagegen zu tun, kann man sich leider nicht mehr auf seinen Staat verlassen, da dieser meist aus schnöden wirtschaftlichen Gründen mit anderen Völkern auf gut Freund macht und Antidiskriminierungsgesetze erlässt sowie GleichstellungbeauftragtInnen einstellt. Also musst Du Dich der Sache selber annehmen.
Wie? Kein Problem. Der pantoffelpunk, Dein kompetenter Berater in allen Lebenslagen, zeigt Dir, wie einfach es ist, als gefürchteter Feierabend-Terrorist ganze Zivillisationen nachhaltig in Angst und Schrecken zu versetzen.
Zur Vorbereitung: Am besten schreibst Du Dich an einer Universität als Student – idealerweise Maschinenbau oder ein artverwandtes Fach – ein (wahlweise kannst Du auch eine Lehre als Mechatroniker absolvieren, das macht aber weniger Eindruck) und lebst als unauffälliger Nachbar einfach so herum. Wenn der Tatzeitpunkt näher rückt, solltest Du Dich verändern: Zum Beispiel einen Bart wachsen lassen, seltsame Bettlaken tragen und in süßlich riechenden Kellern zu irgendwelchen verschrobenen Gottheiten beten oder Dir eine Glatze rasieren, morgens schon Bier trinken und beim Zeigen des Hitlergrußes leise in die Jogginghose pissen, damit die Nachbarn nachher andeuten können, dass sie schon so etwas geahnt hätten.
Dann besorgst Du Dir im Fachhandel folgende Utensilien:

Den kruden Batzen Uran, den Du in jeder Russendisko für ein paar Flaschen billigen Vodka erstehen kannst, beförderst Du vorsichtig in den halb aufgepusteten Luftballon (Vorsicht! Nachher Hände waschen!) Die Nadel befestigst Du mit einen Stück Klebestreifen (z.B von TESA, Kloppenburg, 1,39€) am Klöppel des Weckers.

Dann klebst Du den manipulierten und noch weiter aufgeblasenen Ballon so mit einem weiteren Klebestreifen an den Wecker, dass der präparierte Klöppel diesen bei Bewegung zum Platzen bringt.

Jetzt ist es nur noch ein kleiner Augenblick, bis Du als Held in die Geschichte eingehst.
Überlege Dir Dein Ziel gut und beachte dabei ein paar wichtige PR-Kriterien; das Zielobjekt muss natürlich medienwirksam sein, was nützt die schönste schmutzige Bombe, wenn es nur ein paar Straßenkinder in Rio trifft, die beim nächsten Streifengang der örtlichen Polizei so wie so erschossen worden wären?
Am besten deponierst Du die Bombe also in einem Zug mit möglichst vielen völlig unbeteiligten Männern, Kindern, Frauen und Hunden (Hunde gehen immer gut!), stellst den Wecker auf in ein paar Minuten und verpisst Dich möglichst zügig.
Fertig. War das so schwer?
Siehste. Selbst ist der Mann.
(aus immer wieder aktuellem Anlass)
Es hat ja sein Gutes, dass all die Kevins, Pascals, Steves und Marc-Andrés in diesem Land ihren Müttern und Vätern alles verzeihen und sie lieben – egal, was Ihnen passiert.

Aber ich wünsche ihnen sowie all den Jaquelines, Jennifers, Charlenes und Tina-Michelles, dass sie rechtzeitig erkennen, dass nicht sie selbst Scheiße sind, sondern Mama und Papa und im Anschluss an die Erkenntnis die häuslich-pubertäre Revolution schaffen.
Go on, kids!
Trotz übler Behinderung Mount Everest bestiegen!
Spiegel Kultur oder: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
Dass die bei SpOn kulturell recht einseitig und öde sind, sieht man schon jede Woche in der absolut unseglichen und darum ohne Link daherkommenden Kolumne “Abgehört – die wichtigsten CDs der Woche”. Gähnend langweilig. Da bröteln also irgendwelche Feullietonisten-Popisten (oder wie auch immer) mit einer halben Flasche Rotwein zwischen Klassik-Jazz, Jazz-Rock und Pop-Jazz herum, und wenn sie mal so richtig was verrücktes tun wollen, dann legen sie auch schon mal einen Brit-Pop oder Deutsch-Brit-Pop-Silberling in ihren CD-Player, tauschen den Rotwein gegen ein Warsteiner und verwechseln das ganze mit avantgardistischer oder progressiver Gitarrenmusik – oho oho, gehen dann davon aus, dass Sie alles wichtige gehört haben und meinen dann auch noch, dazu eine Meinung haben zu müssen. Unerträglich, ich flüstere es Euch lautstark.
Ich schweife vom Thema ab, das ich mit noch keinem Wort erwähnt habe. Zur sogenannten Nigeria-Connection und deren wirklich lustigen mails, auf die reinzufallen man erst mal dämlich und gierig genug sein muss, hat SpOn einen Vierzeiler-Wettbewerb ausgelobt, bei dem die üblichen Verdächtigen mit den üblich verdächtigen Anspielungen mitgemacht haben. Die Deutschen und IHR Thema: Das liebe Geld, der schnöde Mammon, die Kohlen, die Patten, der Kies.
Alles nicht lustig, also gar nicht. Das ist normal und nicht der Rede wert.
Dass aber dieser vollkommen uninspiriert zusammengeklopfte, esprit- und pointenlose Vierzeiler:
Nun sitz ich hier, ich armes Schwein,
und krieg ne Email von dir rein.
Jedoch – du kannst es ja nicht wissen –
ich fühl mich heute schon beschissen.
vorgestellt wird “Mit an Robert Gernhardt erinnernder Wortspielerei” ist schon ein Frevel! Lass doch den Toten ihre wohlverdiente Ruhe! Schmeiss nicht mit Dreck nach Ihnen!
Der Hammer, die absolute Frechheit, der kulturelle Super-GAU ist jedoch, diesen vollkommen unbeschreibbar – wie soll ich ein passendes Adjektiv finden? – saudämlich beschissenen Humbug (die Aufgabe bestand wohlgemerkt darin, einen lustigen Vierzeiler, der an die NC zurückgemailt werden könnte, zu schreiben)
Gerne mache ich das Geschäft mit Ihnen.
Aber nur, wenn Sie mir schriftlich versichern, dass Sie nicht zu dieser berüchtigten Nigeria-Connection gehören.
Weil dumm sind wir Europäer auch nicht.
Da möchte ich schon etwas in der Hand haben.
mit folgenden Worten einzuleiten:
“Frank Löffler fasst seine Skepsis in schlichter, klarer Prosa, zu deren Illustration eigentlich nur noch eine Zeichnung des kürzlich verstorbenen F.K. Waechter fehlt”.
Urlaubsschein
Ich bin jetzt erst mal ein paar Tage im hoffentlich einigermaßen trockenen Kurzurlaub.

Aber nach der Anzahl der Kommentare zu urteilen, interessiert das ja eh keine Sau.
Nein, ist schon gut. Ihr braucht mich nicht zu trösten. Ist schon klar. Nee nee, ist OK, nein, echt, ich bin in Ordnung. Alles ist gut. Jaja.
Ich war dabei…

Öffentliche Petition
Wusstet Ihr, dass derjenige, der eine Petition einreicht, ein Petent ist? Ich auch nicht. Dieser Petent fordert, die gegenwärtige Schlechterstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gegenüber der Ehe bei der Einkommenssteuer, der Erbschaftssteuer und der gesetzlichen Krankenversicherung (Familienmitversicherung) zu beseitigen.
Überflüssig zu sagen, dass ich Euch alle bitte, dort mitzumachen, oder?
OK, zugegeben…
… was ich da in Beitrag und Kommentaren zum Thema Nahostkrieg von mir gegeben habe, kann man auch anders formulieren. Eloquenter. Sachlicher. Fundierter. Politischer.
Aber das können andere wohl besser als ich und mit den Worten Don Alphonsos, Fefes und Ches ist dann für mich auch alles gesagt, denn.
Politically Inimportant?
Noch kann ich mich nicht dazu durchringen, da mitzumachen, glaube ich doch, dass man dem (den?) Schwachmaten dadurch einfach zu viel Aufmerksamkeit zukommen lässt, die am Ende zu mehr Bekanntheit, mehr Lesern und mehr Einfluss führt.
Wer aber mitmachen möchte, dem sei hier der Link zur Online-Demo gegen PI verraten.
Ach, es gibt doch auch so viel Schönes auf der Welt. Man muss nur seine Augen aufhalten:

Kuba wird erneuert.
Hoffnung für alle Sozialisten dieser Welt, denn in Kuba könnte bald ein ganz neuer, frischer Wind wehen. Fiede Castro lässt die Jungen ran und überträgt seine Amtsgeschäfte wegen Krankheit an seinen jüngeren Bruder.

Herr Simonis (heißt gar nicht Simonis)
Der Lebensgefährte von Frau Simonis, ausgesprochener Naturfreund und rüstiger Lebemann, hat auf dieser Welt zwei Lieblingsplätze: Im Wald und auf der Heide.