Vodafone 2.0 Werbekampagne

Vodafone 2.0 Werbekampagne

Ich hatte hier ja eigentlich versprochen, Sascha Lobo bei Gelegenheit positiv zu erwähnen, darum gebe ich hiermit bekannt, dass er mir auf meinen missratenen Verriss eine sehr freundliche mail geschrieben hat und ich glaube, dass Sascha Lobo privat ein sehr netter und umgänglicher Mensch ist. So. Das muss reichen.

Aktuell verdingt sich Lobo, der sich nach eigenem Bekunden als Berater der SPD gegen die Internetsperren stark gemacht hat, für eine peinliche Werbekampagne von vodafone. Und wenn Herr Lobo vielleicht schnell vergisst, das Netz tut es nie. vodafone gehörte zu den Providern, die am 17. April die Verträge mit dem BKA zu den Internetsperren ohne zu zucken sofort unterschrieben haben.

Für geld tue ich ausnahmslos alles. Das sag ich mit der vodafoneSuperFlat

Mann, Lobo!

34 Responses »

  1. Auch wenn ich es nicht so gut finde, muss der Mensch auch von irgendwas leben. Vielleicht hatte er auch schon länger Verträge mit Vodafone, bevor der ganze Zensursula Wahnsinn losging. Wer weis..

  2. Ich denke wir sollten hier auch unterscheiden zwischen einer parteilichen Fehlentscheidung und Einzelpersonen. Er ist ein Unterstützer der SPD und verdient Geld mit Vodafone, aber das muss noch lange nicht heißen, dass er wilde Zensurgesetze befürwortet. Wenn jemand sich vor der SPD gegen Zensurulas Intitiative ausspricht, dann er, denn sonst wäre sein ganzes Auftreten einfach nur Fassade! Ob das dann wirklich etwas bewegt sei mal dahingestellt, aber das ist nunmal Realpolitik.

  3. Genau! Ihr habt natürlich Recht, wie konnte ich das vergessen…? Der hat ja Geld von dem willfährigen Zensurprovider vodafone bekommen, DANN spircht ja nichts dagegen, sich auf der einen Seite gegen Internetsperren auszusprechen und auf der anderen Seite Werbung für eben diesen zensurprovider zu machen. Wir leben ja im 21ten Jahrhundert, da ist eine politische Überzeugung ja Gutmenschentum und somit zwingendringendpopingend abzulehnen. Käuflich sein dagegen ist total hipp!

  4. ich hab von der Technik keine Ahnung, aber vodafone soll schon seit Tagen beim Mobilen surfen zwangsweise auf die eigenen DNSdinger da leiten und hat damit die Sperren jetzt schon eingeführt. Außerdem haben sie nicht nur nix gegen die Sperren sondern sind dafür weil die britische Mutter Filterzeugsequipment hat was sie auch hier verkaufen wollen.

  5. Das Zensurgesetz wurde vom Parlament verabschiedet, nicht von Vodafone. Außerdem haben so ziemlich alle großen Provider das Ding unterzeichnet. Da ist der schwarze Peter nicht nur Vodafone zuzzuschieben. Und: nur weil ich gegen Umweltverschmutzung bin, muss ich doch jetzt nicht gleich meinen Opel in Brand stecken, meinen Beruf in der Industrie aufgeben und in einer Erdhöhle leben, oder? Der Job von Lobo ist eben Kommunikation. Er hat die Möglichkeit mitzuspielen und das Ding besser zu machen, oder auszusteigen und nicht mehr mitzuspielen. Nur dann hört ihn eben keiner.

    @corax: Interessanter Einwand. Wusste ich nicht.

  6. @Rafael Nee, nee, lass mal ruhig auf die Provider schimpfen. Da müssen immer alle schön feste druff hauen, denn verdient haben sie es allemal, solange die nicht endlich kapieren, dass sie nur das Kabel sein sollen.

    Aber freiwillig werden die das nie einsehen.

    Darüber hinaus: Vodafone und auch andere Mobilfunkprovider manipulieren schon seit jeher die übermittelten Daten. Das nennt sich „Optimierung“.

    Natürlich nicht in Zensur-Qualität, denn es geht dabei um Einsparung von Bandbreite ääh will sagen Verbesserung der „User-Experience“.

    Da stellt sich mir doch bei allen Urheberrechts-Diskussionen die Frage, ob man als Anbieter multimedialer Inhalte nicht ein Anrecht darauf hat, dass die eigenen Inhalte (z.B. Bilder) unverfälscht beim Kunden ankommen. Ist ein heruntergerechnetes Bild nicht eine unzulässige Verfälschung urheberrechtlich geschützten Kulturguts?

    Da sollte die Politik mal ansetzen und Verbote einführen….

  7. Ich beiße prinzipiell in die Hand die mich füttert. Daher bin ich mir völlig sicher, dass sein Abstimmungsverhalten durch nichts und niemanden beeinflusst wird, nur weil der wehrte Herr dort auf der Gehaltsliste steht.

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  10. Sehe ich das richtig, daß Vodafone damit wirbt, bei den Internetsperren mitzumachen?
    Mit einem Sascha Lobo, der davon offensichtlich begeistert ist? Oder von den Internetsperren im Allgemeinen?

    Ist das die zeitgenössische Version von „Wir lieben alle den großen Bruder“?

  11. Aeh… nein. Das ist ein Photoshop.
    Original hab ich z.B. hier gesehen.

    Dem Punk sein Motiv mir als *echte* Kampagne vorstellen macht mir grade aber auch Spass. ich bin nicht sicher, ob das schon wieder was haette, aber ich bin nicht Zielgruppe. Ich denke nur, auch so ists die potentielle Vodafonekundschaft nicht.

  12. Die Grenze zwischen Satire und traurigster Realität ist nicht mehr so deutlich, wie sie es einmal war. Wie oft habe ich mich in letzter Zeit erwischt und Satire gar nicht als solche erkennen können! Das, meine Damen und Herren, ist das Ende – und wir sind live dabei!

  13. @Rafael (5.): Das Gesetz, welches die, mancher Juristenmeinung nach illegalen, Verträge einiger Provider mit dem BKA, ganz vorne dabei war dem Vernehmen nach eben Vodafone, nachträglich legitimieren soll, hat nicht Vodafone gemacht, richtig. Doch Vodafone hat ohne Rechtsgrundlage eben diesen Vertrag freiwillig und ohne Zwang mit dem BKA abgeschlossen; 1&1 hingegen hat beispielsweise Rückgrat gezeigt und VOR ABSCHLUSS eine rechtliche Grundlage gefordet. Nur, weil das Ziel ein hehres sein mag, darf trotzdem nicht einfach „alles mögliche“ getan werden! Sie auch Aussageerpressung durch Folterandrohung seinerzeit (Frankfurter Raum? Metzler?)

  14. Pingback: Die Zensursula-Debatte hat sich erledigt » F!XMBR

  15. Mal abgesehen davon, daß weder Fr. Hamelmann noch Hr. Lobo noch Hr. Vodafone meinen brauchen, daß auch nur ein Cent von mir in deren Portemonnaies auftaucht… Erschreckend finde ich doch immer wieder die ganzen ‚ja aber‘-Kommentare. Und abzuwarten bleibt eh, bei welchen Adnation-Bloggern, die gestern noch „#zensursula“ geschrieen haben, demnächst ein Vodafonebanner auftaucht.
    Wenn das Blogger sind und Hr. Lobo der bekannteste von ihnen, dann bin ich einfach ein Insnetzschreiber, aber ganz sicher kein Blogger.

  16. Schaut Euch die Kampagne doch mal genau an – da ist von der „Generation Upload“ die Rede – dass sich den Kram jemand downloaden kann, wird nicht erwähnt und muss ja auch nicht notwendigerweise gegeben sein…

  17. Pingback: Vodafail: Blogs für Zensur « Zivilschein

  18. Pingback: Viel Rauch um Nichts | e13.de

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