Nur ein Klick.

Nur ein Klick.

Ich weiß, es ist nichts Neues.
Ich weiß, ich bin ein sozialromantischer Friedensmichel.
Ich weiß, Entwicklungshilfe ist oft kontraproduktiv.

Na und?

Ich will heute das Projekt „The Hungersite“ supporten und alle aufrufen, diese Seite als Startseite in ihrem Bowser zu setzen und einmal täglich auf diesen Button zu klicken:

Click it!

Sponsoren haben sich bereit erklärt, für jeden Klick einen bestimmten Betrag zu spenden. Im Juli kamen mit Stand 28.07. 21:45 Uhr MESZ genau 3.160.615 – über 3 Millionen – „Cups of food“ zusammen.

Ihr könnt auf der Seite außerdem für weitere Initiativen klicken, zum Beispiel für die Gesundheit der Kinder, Brustkrebsforschung, Tierschutz und für den Erhalt des Regenwaldes.

So, und jetzt scheiß mal auf Dein Image, Dein Selbstbild, Deine politischen Ansichten, sei mal kurz nicht hart sondern smooth und sorge dafür, dass demnächst monatlich 6 Millionen Cups of food zusammenkommen. Es ist einfach nur ein Klick. Du kannst es ja auch heimlich machen. Als Startseite in Deinem Zweitbrowser, der keine Desktopverknüpfung hat.

Spread it through Klein Bloggersdorf. Tu was gegen meinen Weltschmerz. Bitte!

Nachtrag

Nachtrag

Kern linken Selbstverständnisses ist und bleibt der Antifaschismus. Problem ist: Der Faschismus hat mittlerweile wohl mehr Definitionen erfahren als ein guter Orgasmus. Genauso weit gefächert ist wohl denn auch das Verständnis von Antifaschismus.
Nicht nur liberale und christdemokratische Establishment-Politik sowie – man höre und staune: die FIFA – spricht sich heuer mehr oder weniger konsequent aber immerhin öffentlich gegen Faschismus aus, nein, sogar die Billich-Nazen bedienen sich mittlerweile neben „unserer“ Dress- und Sprachcodes dieses Terminus´:

Einfallslose Wixer...

In diesem Konglumerat auch letztlich in der Tat spießbürgerlicher und sogar rassistischer Menschen und Institutionen mag es schwerfallen, sich als Antifaschist zu gefallen, fehlt doch so sehr die Möglichkeit, sich deutlich von diesen Hirnis abzugrenzen, die sich zwar immer wieder betroffen wähnen, aber letzlich überzeugte Systemunterstützer sind. Da wird dann differenziert und gespaltet, dass es eine Art hat, da wird der Wettbewerb der großen Leuchten ausgetragen, wer denn jetzt der antifaschistischste aller Antifaschisten ist, wer Bahamas, wer indymedia und wer echt links ist.

Und dann kommen da so deutsche Franks und Svens und Knuts, die auf diesem Planeten wohl die einzigen sind, die noch einen Überblick über Aktion und Reaktion haben, die die Schuldfrage klären können, und sie trinken sich, nachdem sie bei Mutti die Wäsche gebügelt abgeholt haben, auf ihrem warmen und gemütlichen Balkon bei Kerzenschein im Juli einen schönen Vodka on the Rocks, debattieren und diskutieren, geistig fernab der Heimat, und halten sich für die Speerspitze der globalen antifaschistischen Bewegung, indem sie es toll finden und bejubeln, dass Kindern die Hütte unterm Arsch weggesprengt wird, weil so etwas zu supporten so wahnsinnig unhausfraulich ist, weil Gewalt so geil ist, weil Israel zu supporten so wahnsinnig undeutsch ist, weil antideutsch so sexy ist.

Das geht mir so extrem auf den Sack, das glaubt kein Mensch.

Bemerkenswert im Falle Superfrank, der hier nur stellvertretend für alle anderen Superantifas genannt sei, ist, dass auch israelische Medien den aktuellen Krieg zum Teil heftig kritisieren, und da würde ich mich doch sehr darüber freuen, wenn Frankiboy mal nen Leserbrief schriebe und den Israelis als Echter Deutscher Antifaschist erzählt, wo der Hammer hängt… die werden sich schon dran erinnern:

Beste Genesungswünsche vom deutschen Wesen usw.

Ich wär so gern ein echter Hippie, aber…

Ich wär so gern ein echter Hippie, aber…

… mir gehen die Interessen der fanatischen Ohrhaar-Zöpfchenträger mit lustigen Hütchen auf der religiös gebrainwashten Birne genauso weit am Arsch vorbei, wie die Interessen der auf Knien in eine festgelegte Richtung robbenden hohlen Früchte auf der anderen Seite, die der unumstrittenen Gewinner im Wettbewerb der Steinzeitlichkeit und der hässlichsten Schnurrbärte, den wahrscheinlich strohdümmsten und sackdämlichsten, humorbefreitesten und unentspanntesten Vollpfosten dieses Planeten in allen Zeiten. Ja, Ihr, Ihr muslimischen, islamischen, islamistischen und radikal-islamistischen Extremspasten steht in der Nichtsmerkerskala noch weit, sehr sehr sehr weit vor den Idioten aus Israel. Füwahr. Sehr weit und das will durchaus was heißen.

Fickt Euch. Das hilft.

Niemals.

Niemals.

Ich muss es nochmal sagen: Eure Differenzierung zwischen Patriotismus und Nationalismus ist Bullshit, eine billige Illusion. Patriotismus ist die Liebe zur Nation und damit Nationalismus. Punkt.

Schweinescheiße bleibt schließlich auch dann eine stinkende, schleimige und braune Masse, wenn man sie Schweine-AA nennt.

Und wenn man die Farben Eures inflationär benutzten Lappens mischt, bleibt das Ergebnis: durchfallbraun.

Börks

Mister nasses T-Shirt

Mister nasses T-Shirt

Dass Luis Dr. Shenka, Sänger der Band Panteón Rococó und überzeugter Träger von Meinungs-T-Shirts, auf Konzerten abgeht, wie von der Tarantel mit mir unbekannten Drogen vollgepumpt, habe ich an anderer Stelle berichtet. Dass er – gerade bei zu erwartenden 30° – dabei schwitzen wird, ist klar…. ja, genau, darum diese Überschrift.

An noch anderen Stellen habe ich berichtet, dass die Band auf ihrer letzten Deutschland-Tour gezwungen wurde, Neuruppiner Nazispacken die Fresse zu polieren und dadurch Ärger mit der Polizei bekam.

Auf dem diesjährigen Summerjam werde ich sie nicht nur wiedersehen, sondern ich werde Herrn Dr. Shenka ein T-Shirt überreichen (also zuwerfen).

Good Night, Scum

Hinten steht dann noch was von sorry und in ganz rot: pantoffelpunk.de. Das wirkt jetzt natürlich total pathetisch und so, als wolle ich mich zum Sprachrohr der berufsbetroffenen Antifas aufspielen, hat aber einen – wirklich – ganz anderen Hintergrund: Eigentlich will ich nur mein Bein heben und irgendwann mal ein pantoffelpunk T-Shirt auf einem Tour-Foto-Album oder einem Plattencover sehen. Ich weiß, ich bin ein Arschloch, aber dieses Ding ist allemal harmloser als den Bloggerhype in der Hoffnung auszunutzen, irgendwann mal bei Wetten dass… eingeladen zu werden (Der glaubt schließlich selber nicht wirklich, das mal moderieren zu dürfen, da kann er seine Smartie-Fresse noch so oft mit irgendwelchen B-Promis ablichten lassen). Räusper.