Das große pantoffelpünkchen hat das Wochenende bei seinen Großeltern an der Nordsee verbracht und heute nachmittag habe ich ihn hier geschäubelt:
Muss ich jetzt 10 Ave Scharia beten?
Das große pantoffelpünkchen hat das Wochenende bei seinen Großeltern an der Nordsee verbracht und heute nachmittag habe ich ihn hier geschäubelt:
Muss ich jetzt 10 Ave Scharia beten?
Andrej Holm schreibt im Freitag über die Pervertierung der 129a-Ermittlungen.
Ein weiteres zentrales Verdachtsmoment bei 129a-Ermittlungen sind Kontakte von Beschuldigten untereinander und zu anderen. Da werden Emailadressen überwacht und Telefone abgehört, um Kommunikationspartner auszumachen und soziale Netze zu identifizieren. Adressen von Beschuldigten in Adressbüchern, regelmäßige Verabredungen untereinander und gemeinsame Veröffentlichungen werden zu Indizien für „Kontakte und Bezüge zu linksextremistischen Szenen“ verdichtet. Dass persönliche Kontakte innerhalb von Freundeskreisen nicht wirklich außergewöhnlich sind, scheint in der Logik von „Kontaktpersonen“ und „Einbindung in Politszenen“ eine zu vernachlässigende Nebensache zu sein.
Ein wahrer Künstler des Korinthenkackens aus dem Hinterhalt hat mir in meiner Rolle als Hausmeister webmaster von www.schaeuble-wegtreten.de gestern folgendes geschrieben:
Sehr geehrter Herr Dingenskirchen (geändert von pp),
zum einen ist der Impressums-Link nicht klar und deutlich auf der Startseite zu sehen. Aussserdem wird Ihre Internetseite präsentiert von \“Deutschen Gesellschaft zur Rettung schiffbrüchiger Grundgesetze\“. Um welche Unternehmensform handelt es sich dabei? Ich weise Sie darauf hin, dass bei Unternehmen die Angabe einer Steuernummer bzw. UstID Pflicht ist, bei Vereinen die NR der Eintragung. Ich bitte Sie, die Änderungen schnellmöglich zu ändern.Mit freundlichen Grüssen,
S.B. (Name aus Datenschutzgründen nicht angezeigt!!!)
Auf meine – schnelle – Antwort hat er jetzt gar nicht mehr reagiert. Komisch.
„Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung schiffbrüchiger Grundgesetze“ ist eine in Frankfurt, Peking und New York notierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Hong-Kong und Niederlassungen auf allen Kontinenten der Erde.
Und wer sind Sie?
Aus den Kommentaren bei www.schaeuble-wegtreten.de habe ich das Bild eines unbekannten Pixelschubsers gefischt und hoffe, es hier veröffentlichen zu dürfen:

Von einem Landesverband aus Sachsen erreichte den Postkasten der Gesellschaft zur Rettung schiffbrüchiger Grundgesetze ein Hinweis auf folgendes Video …
… und wo wir gerade beim Schwanzmessen waren: In dem Bilder-Mashup sind gleich zwei Werke Eures sonst so bescheidenen und unterwürfigen pantoffelpunk. Gefunden?
Klickst Du hier.
Heute erreichte mich eine mail, ich solle bitte die Unterschrift X aus der Liste bei Schäuble! Wegtreten! streichen. Aus datenschutzrechtlicher Sicht könne oder wolle er das jedoch nicht per Mail begründen, nur so viel: „Wer könnte es besser machen?“ Ich löschte seinen Namen, schrieb ihm zurück „kurz zurück gefragt: Glaubst Du wirklich, dass es bei dieser Aktion darum geht, Herrn Schäuble zum Rücktritt zu bewegen?“, gab ihm meine Telefonnummer und er rief mich kurze Zeit später tatsächlich an.
Das Telefonat hat insgesamt eine gute Viertelstunde gedauert. 15 Minuten, in denen er die Aktion an sich kritisierte, mich persönlich beleidigte und mehrere leicht verschrobene Gründe angab, von seiner Unterschrift zurücktreten zu wollen. Der großartigste war, dass ihn eine persönliche Begegnung in den letzten Tagen dazu brachte, Wolfgang Schäuble von der menschlichen Seite zu betrachten. Aus dieser neuen Perspektive sah er einen Wolfgang Schäuble, der nur seinen – sehr schwierigen – Job machen würde, die Menschen in Deutschland vor Terroristen zu beschützen. Dabei erlasse er ja nicht einfach Gesetze, sondern fülle diese Aufgabe so aus, dass er Ideen und Möglichkeiten zur Diskussion stelle und das sei ja sehr demokratisch. Alles in allem sei Wolfgang Schäuble gar nicht so schlecht, vor allem menschlich gesehen (hihihi) und er sehe darum im Moment nicht, ihn zum Rücktritt bewegen zu wollen.
Der junge Mann, mit dem ich telefoniert habe, ist Mitglied der Grünen Jugend.
Frau Merkel, kommen Sie gefälligst zu sich!
Seien sie wieder ehrlich und hören Sie auf, so zu tun, als hätten Sie Interesse am Klimaschutz. Das bringt seit heute so wie so keine Wählerstimmen mehr. Im Gegenteil, nach dieser Meldung will die Welt eine Beschleunigung der Klimakatastrophe. „Die Klimakatastrophe jetzt und sofort durchsetzen!“ heißt die Devise! Hat mal wer ein paar Spraydosen? Macht die Heizung an! Raucht! Fahrt mit Geländewagen Brötchen holen! Und zwar jedes Brötchen einzeln!
Dieter hingegen hat seine viel diskutierte und herumgereichte Story Gewissensfragen aus der anderen Perspektive aufgeschrieben. A pro pos Gewissensfrage: Was ist der Unterschied zwischen Schäuble und einem Aal? Gibt´s nicht. Ach, Herr Kubicki: Laut KN (Printversion) haben Sie geäußert, Schäuble sei „der größte Verfassungsfeind, der frei herumläuft!“ Sie sind ein richtiger Arsch, Herr Kubicki, aber der gefällt mir.
Keinen Arsch, aber mal echte Speckmöpse gibts bei 63,5mg – wer schützt eigentlich die Menschen vor sich selbst? Schutzbedürftig in diesem Sinne ist ja zum Beispiel auch Eva Herman.
Olivia Jones interviewt im Auftrag von Extra3 Udo Pastörs, Holger Apfel und andere Runkelrüben der NPD beim Parteitag in Hannover… „am Ende ist die NPD doch ein schwuler Verein…?“ – Welt!!1elf!
In diesem Sinne: Bis denn dann und schauen Sie bald wieder rein, hier und auch zum Beispiel bei elementarteile und beim Professional Slacker, die beiden sind nämlich seit ein paar Wochen bächtig möse, aber bächtig möse. Zu Recht!
Falls Ihr nach Schäubles Rücktritt den einen da, Ihr wisst schon, den Bayern, als Innenminister benennt… die Domain ist gesichert.
Da zur Zeit immer noch täglich etwa 100 Stimmen in die Datenbank geschrieben werden, habe ich mich entschieden, die Aktion um zunächst 15 Tage zu verlängern.
Bei einer oberflächlichen Durchsicht der bis zum jetzigen Zeitpunkt eingetragenen Daten komme ich zu der Schätzung, dass von zur Zeit 7311 Stimmen nur etwa 30 bis 40 als ungültig zu werten sind (unsinnige Eingaben oder Spam) – natürlich habe ich die Adressen nicht geprüft, aber in fast allen Fällen sehe ich normale Namen und sinnvolle Anschriften.
Insgesamt habe ich außerordentlich viel positive Rückmeldung auf die Aktion – und sogar prominente Unterstützung – bekommen, auch wenn es natürlich immer auch ein paar ultrarevolutionäre Spaßbremsen, pedantische Klugscheißer und Nerds gibt, die nur unterschreiben, wenn die Seite entspechend valides (nach W3C) XHTML aufweist. Kellerkinder. Pusteblumen!
Google listet Schäuble! Wegtreten! beim Suchwort „Schäuble“ in der Standardeinstellung leider erst auf der zweiten Seite als Treffer Nummer 11 – allerdings meldet Google immerhin 49.000 Treffer für „Schäuble! Wegtreten!“ bzw. sogar 162.000 für Schäuble! Wegtreten! und immerhin 12.300 Links auf die Aktion. Etwas schade finde ich, dass die Aktion bis heute außer bei nerdcore, Spiegelfechter und wirres bei den sogenannten A-Listern keine Beachtung gefunden hat, dabei wären diese natürlich neben den direkten Klicks immer besonders gute Multiplikatoren. Ansonsten war die Unterstützung aus der blogosphäre großartig – Google nennt 234 blogs, die berichten. Einzelne davon hier zu nennen, wäre ungerecht.
Außerordentlich froh war ich darüber, dass ich nur eine Handvoll rassistischer Drecksseiten aus der Unterstützerliste streichen und eine dann auch wegen Penetranz dauerhaft rausscripten musste – auf nur einer Naziseite habe ich einen Banner gefunden und mich dann doch etwas amüsiert, dass eine Kameradschaft, die das Grundgesetz als illegitim ansieht, die Forderung selbiges besser zu schützen, unterstützt. Ich habe dem nichts entgegengebracht und lasse sie sich in ihrer Szene unbeliebt machen. Das ist OK so.
Vielen Dank für alles, Leute.
Und: Bitte weitermachen! Ich melde mich.
Herr Schäuble, lesen Sie bitte den Artikel von Herrn Prantl auf nzzfolio. Bitte.
Wenn sich dann ergibt, dass der so Beobachtete, Registrierte, Belauschte und Geprüfte nicht gefährlich ist, wird er wieder zum Bürger. Jeder Einzelne gilt als potentiell verdächtig – so lange, bis sich durch die Kontroll- und Überwachungsmassnahmen seine Entlastung ergibt. Bisher war das umgekehrt: Wer keinen Anlass für staatliches Eingreifen gegeben hatte, wurde in Ruhe gelassen. Jeder konnte also durch sein eigenes Verhalten den Staat auf Distanz halten. Man nannte das Rechtsstaat.
Bitte hier entlang.