Author Archives: pantoffelpunk

About pantoffelpunk

Teile der Welt doch ein bisschen von dir in diesem Profil mit. Das, was du hier hinein schreibst, wird dann später für alle sichtbar sein.

Beitrag ohne Gemecker

Beitrag ohne Gemecker

Es gibt ja auch noch schöne Sachen. Zum Beispiel, dass es sogar in Bayern Punkbands gibt. Das ist schön. Und dass sich eine davon „Polkahontas“ (Vorsicht, Link führt zu myspace, dem Portal für Augenkrebs 2.0) nennt. Das ist auch schön. Und dass Polkahontas den Slime-Song überhaupt auf bayerisch covern, das ist am allerschönsten.

„Auf geht’s, pack ma’s, noamoi…“, gnihihi.

Auch schön ist übrigens die Exegese des Bundesverfassungsgerichtes zu diesem Lied und der darin gezogene Vergleich mit Heinrich Heines „Die schlesischen Weber“…

Der künstlerische Anspruch des Liedes und die daraus resultierenden Anforderungen an eine diesem Anspruch gerecht werdende Interpretation werden durch ein – ungleich bedeutenderes – literarisches Vorbild verdeutlicht, das sowohl formal als auch im Ansatz und in der Metaphorik weitgehende Ähnlichkeit aufweist. In einem 1844 erschienenen Gedicht formuliert Heinrich Heine eine kaum weniger radikale und bittere Kritik an den Zeitumständen, und auch er sieht sein Vaterland dem Untergang geweiht […]

Das ist auch schön.

Tu Gutes und sprich darüber…

Tu Gutes und sprich darüber…

Das ist doch mal sackstarkes Marketing! Hut ab!

Die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen bekam zum Wochenende einen Brief mit folgendem Wortlaut:

NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
xxxxxxxxxxxxxxxxstrasse 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Geschäftsführer

via Jonez

Revolution? Gern, aber bitte aus dem Home-Office.

Revolution? Gern, aber bitte aus dem Home-Office.

Auch wenn Annalists Blog bereits die Runde gemacht haben sollte, auch von hier ein Hinweis darauf. Überwachung live. Wie unerträglich muss die Gewissheit sein, nicht einmal Marmelade kaufen gehen zu können, ohne beschattet zu werden? Und wie unerträglich asozial, rücksichtslos und einfältig in Ihrer Gesamtstruktur sind eigentlich diese Exekutivbeamten?

Vor fast genau zwei Monaten brach das Berliner LKA morgens um sieben in unsere Wohnung ein, schmiss meinen Liebsten auf den Boden, stürmte unser Schlafzimmer und die Zimmer unserer Kinder mit gezogenen Waffen […]

Der demokratische Rechtsstaat ist eine Illusion. Warum radikalisiert sich die denkende Masse nicht endlich? Wir Deutschen werden so lange sagen „Naja, der Ausnahmezustand ist ja noch nicht erreicht…“ bis die Überwachung und Kriminalisierung kritischer Menschen so weit fortgeschritten ist, dass wir sagen können „Nun ist es zu spät. Jetzt ist es zu gefährlich.“ Nachher haben wir dann alle wieder von nichts gewusst. Und wir blogger sind die schlimmsten, wir tippen uns allabendlich ein sauberes Gewissen, indem wir kritische Zeitungsmeldungen verlinken und kommentieren, anstatt rauszugehen und Taten sprechen zu lassen.

Btw. bringt ein Link auf diese Seite sicher 2 Pluspunkte in der Gewissensbereinigung. Cool.

Nasencontent

Nasencontent

Eine lustige Querfront-Aktion hat Fritz the Blitz aufgeschnappt. Außerdem im Homeland: Dass Nazi-Übergriffe grundsätzlich keinen fremdenfeindlichen Hintergrund haben, liegt gar nicht an einer irgendgearteten faschistoiden Gesinnung der Beamten sondern an deren Schreibfaulheit. Kann man die Copy-and-Paste-Funktion für Polizeicomputer vielleicht mal deaktivieren?

Der Haarhelm

Der Haarhelm

Frau von der Leyen, in Haarspray gegossener Alptraum der Männerwelt hat mal wieder Ihren Posten gerechtfertigt. Man kann ja nicht nur vier Jahre den Betonkopf spazieren tragen und auf Benefiz-Galas mit lachsverschmierter Grinsefresse für die Bunte posieren, nein, man muss auch mal politisch etwas bewegen. Am liebsten etwas, das den Zeitgeist wiederspiegelt. Das Ganze wird dann am Ende von rhetorisch geschulten PR-Mitarbeitern tatsachenverdrehend ausformuliert, fertig ist der gesellschaftspolitische Beitrag für das laufende Jahr und das Buffet darf wieder eröffnet werden.

Kinder und Jugendliche sollen jetzt als inoffizielle Mitarbeiter eine staatliche Ausbildung zum Denunzianten absolvieren und Alkohol testkaufen und Gewaltfilme testleihen. Ihre Bundesagentur für das Verfassen politischer Reden hat dem Projekt das Label „Jugend schützen“ verliehen.

Jetzt hat sie Rückhalt bekommen aus den Kommunen. Kommunen? Richtig, das sind diese staatlichen Instanzen, die Stadtfeste organisieren, auf denen sich die Erwachsenen Nachmittags schon volllaufen lassen und auf denen neben dem Kinderkarussell der Glühweinstand steht, damit Mutti und Papi sich die Wartezeit versüßen können. Volskfeste? Richtig, das sind die Ansammlungen von Bier- und Schnapsleichen, die auch gern mal von staatlichen Würdenträgern durch das Anzapfen eines Bierfasses eröffnet werden und deren Erfolg sich im Umsatz alkoholischer Getränke misst. Ach ja, Gewaltfilme. Gewaltfilme sind die Filme, die um 20:15 im Fernsehen gesendet werden und die auch mit wachsender Beliebtheit mit den spannendsten – sprich: brutalsten – Szenen schon weit vor 20:00 Uhr mitten im Familienprogramm mittels mitreißender Trailer beworben werden.

Doch, die Jugend zu schützen ist wichtig. Wichtiger ist es aber, hin und wieder ein bißchen populistischen Scheißdreck in die Kameras zu hupen, der die Medien eine Zeit lang beschäftigt, damit man sich ganz in Ruhe dem nächsten Buffet und der Frisur widmen kann.

Vorschlag zur Güte

Vorschlag zur Güte

Obwohl alle Parteien damit auf Stimmenfang gehen, dringend benötigte Arbeitsplätze schaffen zu wollen, schaffen es die Damen und Herren Politiker parallel, dem Kleinbürger im totalen Widerspruch zu diesem eigenen Wahlziel in altbekannter spalterischer Manier glauben zu machen, dass wer Arbeit will, auch eine kriegt und es mithin auch in Ordnung ist, den Millionen von Arbeitslosen immer mehr Unterstützung zu versagen.

Ich habe da einen Vorschlag zu machen: Zunächst bekommt jeder Empfänger unbefristet das sogenannte ALG I.
Auf dem Antrag für Arbeitslosengeld wird aber ab morgen ein zusätzliches Kreuz zu machen sein. Der Antragsteller hat anzukreuzen, ob er

  • Typ A ist, der jede Art von Arbeit annehmen würde und dafür auch umzuziehen bereit ist,
  • Typ B ist, der nahezu jede Art von Arbeit im Umkreis von ca. 100 km annehmen würde, da er aufgrund sozialer Bindungen (Schule der Kinder, etc.) pendeln müsste,
  • Typ C ist, der nur bestimmte Arbeiten am Heimatort annehmen würde
  • oder ob er Typ D ist, der gar nicht arbeiten will.

Und erst wenn die ARGE es geschafft hat, 100% der Antragsteller Typ A in Lohn und Brot zu bringen, darf bei Typ B bis D überhaupt gekürzt werden.

Und bevor dieses Ziel nicht erreicht ist, werden alle Arschgeigen, die öffentlich von Jemandem erzählen, den sie kennen, der gar keine Lust zu arbeiten hat, weil das Leben in der Arbeitslosigkeit ja geradezu vom Staat belohnt wird, öffentlich mit Katzenscheiße beschmissen.

Einverstanden?

Witzisch V

Witzisch V

Auf einer Propaganda-Tournee durch Amerika besucht Präsident George Bush eine Schule und erklärt dort den Schülern seine Regierungspolitik. Danach bittet er die Kinder, Fragen zu stellen.

Der kleine Bob ergreift das Wort: „Herr Präsident, ich habe drei Fragen:
1. Wieso sind Sie Präsident, obwohl Sie weniger Stimmen hatten als Ihr Gegner?
2. Warum haben Sie den Irak ohne Grund angegriffen?
3. Denken Sie nicht auch, dass die Bombe auf Hiroshima der größte terroristische Anschlag aller Zeiten war?“
In diesem Moment läutet die Pausenklingel und alle Schüler laufen aus dem Klassenzimmer.

Als sie von der Pause zurück kommen, fordert Präsident Bush erneut dazu auf, Fragen zu stellen.

Diesmal ergreift Mike das Wort: „Herr Präsident, ich habe fünf Fragen:
1. Wieso sind Sie Präsident, obwohl Sie weniger Stimmen hatten als Ihr Gegner?
2. Warum haben Sie den Irak ohne Grund angegriffen?
3. Denken Sie nicht, das die Bombe auf Hiroshima der größte terroristische Angriff aller Zeiten war?
4. Warum hat die Pausenklingel heute 20 Minuten früher geklingelt?
5. Wo ist Bob?“

Sprichwortgeschwurbel IV

Sprichwortgeschwurbel IV

Normal schmunzle ich, wenn mein Gesprächspartner ein Sprichwort verschwurbelt, ich will ja nicht verletzend werden und vor allem den Schwurbler nicht entmutigen, Sprichworte und Redewendungen zu benutzen, auf dass möglichst noch viele Sprichwortschwurbels das Tageslicht erblicken mögen, halleluja.

Gestern jedoch kniete ich vor dem Laptop meines lieben Arbeitskollegen, um sein CSS gerade zu rücken, während er telefonisch mit einem Partner ein technisches Problem und zugehörige Lösungsstrategien erörterte. Ich musste leider für den Gesprächspartner hörbar laut lachen, beherrschte mich aber, möglichst leider mit der Stirn auf die Tischkante zu klatschen, als …

„Ja, wir können auch das Pferd von vorne aufrollen…“

Ergebensten Dank noch einmal, liebe Sprichwortschwurbler, und dickstes Küsschen: Ich liebe Euch alle.