Rechtsradikale Gewalt – ganz neu!

21. November 2011, 23:43 Uhr von pantoffelpunk

Remember, remember … Rostock, Mölln, Solingen, Hoyerswerda, Hünxe. 17 Menschen werden 1992 offiziell rechtsradikaler Gewalt.
Eine kurze Zusammenfassung der Reihe von Übergriffen Rechtsradikaler auf Ausländer in den Neunziger Jahren:

Und immer wieder zur Lektüre empfohlen: Von Brandstiftern und Biedermännern:

Es ist nichts neu. Es ist alles schon mindestens 20 Jahre bekannt.

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Die Piraten, deren Vorstand und die Jugendsünde NPD

14. Oktober 2011, 20:53 Uhr von pantoffelpunk

Es ist ja immer mal wieder dasselbe bei den . Neben Bodo Thiessens Holocaustrelativerei und all den damit zusammenhängenden Horrorstories tauchen bei den in gefühlter Regelmäßigkeit irgendwelche rechten Spinner und Ex-NPDler oder Kader auf, und wenn das in den Medien die Runde macht, distanziert sich der Vorstand mit Verweis auf die Satzung von totalitären Ansichten (nicht aber von den Personen, die diese vertreten oder vertreten haben) und glaubt, damit alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet zu haben. Aktuell geht es um die in Ämter und Würden gewählten (Erklärung hier) und (Erklärung da), wobei letzterer über mehrere Jahre bis 2009 Kreisvorsitzender der in Freising war.

Nachdem diverse Medien bereits über diese Fälle berichtet haben, sah sich also auch der Bundesvorstand der Piraten genötigt, dazu Stellung zu nehmen. Obwohl Julia Schramm und Marina Weisband eigentlich fast alles notwendige dazu gesagt haben, habe ich die Stellungnahme ebenfalls kommentiert. Leider wurde dieser gegen 15:00 Uhr und damit nach (korrigiere: natürlich vor dem bereits veröffentlichten) Teilers Beitrag gepostete Kommentar bisher nicht freigeschaltet, weshalb ich ihn jetzt hier veröffentliche. Nicht, weil ich glaube, dass er besonders gehaltvoll wäre, sondern weil es mir ein Bedürfnis ist.

Während ich die Erklärung von Bahner für glaubwürdig halte (Ein Jahr Mitgliedschaft als 18-Jähriger, keine Funktion in der NPD) und darum ihm auch die Cahnce auf Rehabilitation einräumen würde, halte ich die Erklärung von Seipt für ausgemachten Bullshit. Die NPD ist keine Protestpartei sondern ein Haufen rassistischer und dumpfnationaler Faschisten mit offenen Kontakten in die gewalttätige, rechtsautonome, nationalrevolutionäre Szene. Wer dort den Kreisvorsitzenden macht, weiß um Programm und Verflechtungen der Partei sowie um die Mentalität ihrer Mitglieder. So hat er das Recht verspielt, die Mitgliedschaft durch Termini wie “Protest”, “Unzufriedenheit mit den anderen Parteien”, “bla bla blubb” zu verharmlosen und zu verniedlichen. Kreisvorsitzende tragen und prägen die Politik einer Partei.

Eure ewig gleichmäßig heruntergebeteten Ausschnitte aus der Satzung werden nicht glaubwürdiger dadurch, dass den “Distanzierungen” keine Taten folgen.

So wird vom zahnlosen Bundesvorstand wiederholt das kapuut gemacht, was die “Basis” in engagierter Kleinarbeit aufgebaut hat.

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Nazis raus!

26. Oktober 2010, 09:58 Uhr von pantoffelpunk

Als ich gestern diesen Artikel schrub, meinte ich natürlich, dass der Gesetzgeber den alle Freiheiten geben und nicht, dass die Zivilgesellschaft den die Straße überlassen soll.

Selbstverständlich möchte ich mit dem Passus, wir sollten den Rassisten zeigen, dass wir Ihr “Denken” für gequirlte Scheiße halten, kein Mittel ausschließen, den Nazis jederzeit und überall entschieden entgegenzutreten. In der Schule und im Job, auf Konzerten und der Straße, im Stadion, im Netz und auf der Heide. Nazis raus!

Nosliw, der einen Major-Deal hat sausen lassen, weil er und Teka nicht im Stande waren (sic!), sich für Chart-Erfolg musikalisch verbiegen zu lassen, steht bei Rootdown unter Vertrag, einem unabhängigem Label mit tollen Künstlern. Bitte mal hinklicken.

Ich möchte noch lobend hervorheben, dass sich in diesem Lied auch gegen Homophobie stellt, womit sich viele - und Dancehall-Artists immer noch schwer tun, weil es die Erfolgsaussichten schmälern könnte.

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Gebt den Nazis alle Freiheiten

25. Oktober 2010, 12:13 Uhr von pantoffelpunk

Mehr oder weniger anlasslos will ich an dieser Stelle etwas loswerden.

Lasst sie Auschwitz leugnen, lasst sie Adolf lobpreisen und Rudol Hess gedenken, wann und wo immer sie wollen. Lasst sie Völker verhetzen, Behinderte diskriminieren, ethnische Minderheiten ausgrenzen und vom Sieg der Herrenrasse träumen. Lasst sie sich endlich austoben, lasst sie durch das Land marschieren, mit Trommeln, Hakenkreuzfahnen und – armbinden, mit “!” auf den Lippen und dem arischen Stock im Arsch. Lasst die Nazis sein. Lasst sie sich einfach zeigen, wie sie wirklich sind.

Lasst sie rumhitlern!

Am gefährlichsten sind die “Parteien” REPs, und doch, weil sie demokratisch daherkommen, sich bürgerlich-gemäßigt geben und für viele erst dadurch wählbar werden. Die gesamt-gesellschaftliche Akzeptanz dieser “Parteien” wäre noch geringer, wenn sie auf Wahplakaten den erwiesenen Holocaust leugneten, den Nationalsozialismus statt nationaler Demokratie forderten und auch sonst Ihr wahres Gesicht und ihren wahren Willen zeigen dürften: Bürgerkrieg statt Wahlen, Vergasung statt Abschiebung, nationale Isolation statt Lösungen der anliegenden Probleme auf der Basis globaler Zusammenarbeit.

Es ist zudem argumentativ viel einfacher, den plump-dämlichen Ansichten von Hardcore-Nazis zu begegnen, als die kruden Verschwörungstheorien und pseudo-wissenschaftlich verpackten Lügen der angepassten Schafspelzwölfe zu widerlegen – vorausgesetzt, Schule setzt bei den kommenden Generationen darauf, einen historischen und ethischen Unterbau einer humanistischen Bildung zu schaffen, ohne dass die Kinder und Jugendlichen sich dem Geschichtsunterricht gelangweilt zu entziehen versuchen, weil unmotivierte Pensionsanwärter nicht mehr als auswendig gelerntes Zahlenwerk verlangen oder Religions,- Philosophie- und EthiklehrerInnen aus Angst, den straffen Lehrplan nicht zu schaffen, fruchtbare Diskussionen verweigern müssen.

Vor allem aber widert es mich auf das grässlichste an, dass Nazis und sonstige Spardenker, wie solche, die ewiggestrige, längst widerlegte rassistische Stammtischparolen als avantgardistischen Tabubruch verkaufen wollen, sich als weinende einer angeblichen Einschränkung der gerieren und damit sogar Gehör finden.

Lasst uns ihnen klarmachen, dass sie immer überall alles sagen dürfen, was sie denken – bzw.: was sie Tüdelchen denken Tüdelchen, und lasst uns ihnen dann klarmachen, dass das, was sie denken, gequirlte Scheiße ist.

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Sieggi der Seicher reloadad

7. Juli 2010, 17:16 Uhr von pantoffelpunk

Ihr kennt doch noch Sieggi den Seicher? Der Schnauzbart, der während der Rostocker Pogrome vor Freude in seine graue Jogginghose einnässte und dem die Kowalski dann die wunderbare Geschichte “Zu Besuch bei Sieggi, dem Seicher” (ich glaube geschrieben von Simon Borowiak) gewidmet hat?

Gut.

Gerade wollte ich einem Grüßer, den ich beim Störungsmelder entdeckte, einen Pissfleck auf die Hose retuschieren, aber dann sah ich…

… dass das gar nicht mehr nötig war. Bruharrharrharr! Klappspaten!

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Schland! …

6. Juli 2010, 15:19 Uhr von pantoffelpunk

Eigentlich poste ich ja nur ungern aufgewärmtes, aber DEN will ich auch in meinem blog haben:

Herrlich! Aus spiros` Suppe!

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Werrrr hat´s errrrfunden?

7. Dezember 2009, 17:50 Uhr von pantoffelpunk

Ohne Worte:

Gnihihi.

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Demonstration gegen Rechtsextremismus in Husum

20. November 2009, 13:56 Uhr von pantoffelpunk

Die Schleswig-Holstein ruft neben der Landesschülervertretung Schleswig-Holstein, dem SSW, attac , den Jusos, der LINKEN, solid, einem Husumer FC St. Pauli-Fanclub und anderen zu einer von Schülern der Husumer Gymnasien initiierten Demonstration gegen Rechtsextremismus in auf. Die Demonstration beginnt um 13:00 auf dem Husumer Marktplatz.

Wenn sich DAS durchsetzt, wird alles gut...
Kein offizielles Logo und keine offizielle Aussage der Piratenpartei

Konkreter Anlass ist ein Überfall mit Schreckschusspistolen und Knüppeln von auf “alternative Jugendliche” und andere Vorfällen, die von Aktivisten vor Ort mit der Gründung der “Autonomen Husum” um Kevin Stein (zurückgetretener Direktkandidat der für den Kreis Schleswig-Flensburg zur Bundestagswahl 2009) in einen direkten Zusammenhang gebracht werden.

Mehr Informationen gibt es – natürlich – im Netz: Hintergründe, Demoroute und Flyer bei husumdemo.blog.de, und sonst: indymedia, youTube, HusumA

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Kriminelle Ausländer raus!

5. Oktober 2009, 20:53 Uhr von pantoffelpunk

“Mein Lieblingsfettsack hieß wenigstens Herrmann!”

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Piraten ‘entern’ Neonaziclub in Neumünster

25. September 2009, 09:24 Uhr von pantoffelpunk

Wenn vodafone- und SPD-Werbeikone Sascha Lobo, die TAZ-”Journalistin” Julia Seeliger, Yahoo-Werbepartner Spreeblick und natürlich die Stormtroops of Kindergarten sowie all die anderen hellen Leuchten am Himmel der politischen correctness ihrer Logik treu bleiben, dass die Inhalte eines Interviews

JF: Mit wem würden Sie denn koalieren?
Popp: Keinesfalls mit rechten Parteien.

… egal sind und es nur darauf ankommt, wem man es gibt, dann werden die Schleswig-Holsteiner wahrscheinlich heute noch mit dem Vorwurf konfrontiert werden, dass ein Reverse-Graffiti vor dem Neonazi-Treff ‘Club88‘ nur ein weiterer Beweis ihrer offensichtlichen Rechtslastigkeit sei…

Arrr!

… selbst wenn sie Unterstützung vom Neumünsteraner “Bündnis gegen rechts” bekommen, die im Übrigen am 26.09.2009 um 15:00 zur Demo aufrufen.

Ach so, Jungle World, Satire sollte man denen überlassen, die es können.

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pantoffelpunk in geheimer Mission

22. April 2009, 10:23 Uhr von pantoffelpunk

Ich muss kurz den Streik brechen, weil ich gerade aus dem in-mich-hinein-lachen nicht herauskomme: Gott, bin ich doof.
Also: Die örtliche Antifa von in der Nähe wo ich wohne führt ein sehr akribisches Who-is-Who der ansässigen , was auch schon mal in der Identifikation von Schlägertypen ganz hilfreich war. Und weil ich ja helfe, wo ich kann, habe ich mir in einem frühmorgendlichen Anflug von Politengagement gedacht, dass ich diese Datenbank unterstützen kann, wenn ich diesen ultrahässlichen Arier fotografiere, der mit seiner Glatze, einem Paar echter Schweinsaugen, Bomberjacke mit Reichskriegsfahnenaufnäher, Thorshammerkette vom Jahrmarkt, Consdaple-Sweater und Working-Class-Stahlkappen-Schuhen im etwa drei Meter von mir entfernt versuchte, einen Gedanken zu denken.

Der Plan: Ich zücke mein Handei, tue so, als würde ich eine SMS an den nationalen Widerstand schreiben und mache so unauffällig wie möglich ein Foto seiner abstoßenden Hackfresse. Das mit der SMS hat nicht so funktioniert, weil ich das Telefon doch etwas höher – also eigentlich sehr hoch – halten musste. Da ich ihm aber unterstellte, dass ihn die Anwesenheit so vieler optischer Reize in Gestalt von mehr als 20 Menschen im Bus und den vorbeiziehenden Bäumen und Gebäuden so weit überfordere, dass er mich nicht wahrnehmen würde, habe ich also auf die Tarnung verzichtet, ihn schön eingezoomt und gewartet, dass er seine missgestaltete Visage in meine Richtung dreht, was er prompt nach wenigen Sekunden tat.

Nazi geblendet

Da aber der pantoffelpunk ein pantoffel- und kein Streetpunk ist, hat der pantoffelpunk natürlich ein ultrakrassmodernes Handy, dass beim Fotografieren unterbelichteter Personen in unterbelichteten Räumen erst selbigen vermittels LED-Scheinwerfer in ein schönes weißes Licht taucht und dann beim Knipsen einen Blitz absondert, der Maulwürfe erblinden lässt und außerdem das Geräusch einer uralten Klick-Klack-Kamera macht, was mir aber alles erst wieder einfiel, als ich Mr. Brainless schon in Farbe – und wundervoll ausgeleuchtet – auf meinem Display bappen hatte.

Morgen fahr ich wieder Bus und bin schon gespannt, was passiert, wenn er dann wieder sehen kann.

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Der Geist des Internet oder: ein Heuchelmord

31. März 2009, 01:08 Uhr von pantoffelpunk

Wenn ich in Diskussionen die RAF als logische Konsequenz auf einen niemals entnazifizierten Staat, der jede progressive Idee und jeden Widerstand im Keim erstickte, verteidige, höre ich all zu oft, dass sie aber letztlich trotzdem kontraproduktiv war, weil die Reaktion des Staates nicht mehr sondern im Gegenteil noch weniger Freiheit war. Im Zuge der Terroristen-Paranoia durften Polizisten bei “Gefahr im Verzug” ohne konkreten Verdacht auf eine Straftat Personen oder Fahrzeuge überprüfen – im Übrigen eine Art der Begegnung mit der Staatsmacht, die mir in jungen Jahren mehr als einmal zu Teil wurde.

Heute zeigt sich deutlich, dass es weder die linke Radikalität noch die Gewalt ist, die zu schärferen Gesetzen führt, sondern dass das subjektive Empfinden derer das entscheidende Moment ist, die die Macht inne haben. Waren es vor über 30 Jahren noch tote, ehemalig der SS angehörige Wirtschaftsbosse in Kofferräumen, die für Angst in den Zentralen der Macht sorgten, reicht es heute aus, Informationen, die dem Volk nicht zustehen, über Wege zu verbreiten, die sich der absoluten Kontrolle der Mächtigen entziehen, um Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und Kriminalisierung über sich ergehen lassen zu müssen.

Und hierbei reicht es eben schon aus, Teil einer Linkkette zu sein, deren Länge nicht mehr definiert ist – linke ich auf eine Seite, die auf eine Seite linkt, die auf eine Seite linkt, die auf eine Seite linkt, die auf eine Seite linkt, von der aus solche unbequemen Informationen zu ereichen sind, kann ich schon ein Krimineller sein.

Zur Zeit weiß ich nicht, was ich verachtenswerter finde: Dass sie ausgerechnet ein so hochsensibles Thema wie sexuelle Gewalt gegen Kinder instrumentalisieren und Interesse am Leid dieser geschundenen Seelen heucheln, um ihren perfiden Allmachtsphantasien durchzudrücken, letztlich aber nicht einem Kind damit helfen oder dass sie eine Kultur durch Kriminalisierung zu zerstören versuchen, die durch Vernetzung lebt und durch uns User zu dem geworden ist, was sie ist: Informativ, unterhaltsam und frei. Nur, weil sie diese Kultur nicht verstehen.

Schon wenn UserInnen Krimialisierung und nur fürchten müssen, ist die Freiheit des Wortes dahin und der Geist des Internet tot.

Ich protestiere auf das entschiedenste, linke (auf meine Art) zu wikileaks und erwarte, dass wir uns nicht unterkriegen lassen.

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