asak versorgt mich ja regelmäßig mit schönen Fundstücken, heuer ist er mit eine Cartoon von Olaf „OL“ Schwarzbach (immer wenn ich an OL denke, denke ich an diesen Cartoon, an 100.000 bzw. 15.000 DM und an Markworts Worte zu den Islam-Karrikaturen und kriege das nicht unter einen Hut) am Start, der mir sehr gut gefällt:
Kinder und Tiere gehen immer.
Ich weiß nicht, wie ich Sebastians Artikel auf alarmschrei.de ankündigen soll. Es ist einer dieser Artikel, die man liest und am Ende Nackenschmerzen vom zustimmenden Nicken bekommt. Einer dieser Artikel, von denen ich mir wünsche, ich hätte ihn so geschrieben, schreiben können.
Doch das genügt noch nicht, denn Veränderungen sind viele vorstellbar, und wer heute betont, Leistung solle sich lohnen, will Veränderungen in einer ganz bestimmten Richtung. Was dem Satz in diesem Sinne seine Richtung und seine Giftigkeit verleiht, ist, dass er tatsächlich gar nicht auf den zielt, der etwas leistet, sondern im Gegenteil auf den, der nach Meinung des Propagandisten eben nichts leistet. Die Forderung, dass Arbeit bezahlt werden und Einsatz Früchte tragen solle, hat rein gar nichts Innovatives an sich. Umso mehr der eigentlich gemeinte Umkehrschluss: »Wer nicht arbeitet, soll nichts bekommen«, und, da es unendlich viele Definitionen für »Arbeit« und »Leistung« gibt, im zweiten Schritt: »Wer zwar arbeitet, aber nicht genug«, oder »wer arbeitet, aber meinen Ansprüchen nicht gerecht wird, soll nichts bekommen.« Der Satz präsentiert zweierlei Positives, nämlich Leistung und Lohn, meint aber etwas Negatives; er will nicht mehr Rechte für die einen, sondern eine Entrechtung der anderen.
Hier der Link und hier der Lesebefehl: Lesen!
Und: Hut ab!
Gelacht.
Keine Alternative zu Folter
Dass Schäuble woanders erfolterte Ermittlungsergebnisse nutzen will, wissen wir ja schon. Er geht aber noch einen Schritt weiter oder zurück, je nach dem, aus welcher Perspektive man das sieht. Er sieht für Terrorverdächtige keine Alternative zu Verschleppung, Entrechtung und Folter.
Für ihn selbst sehe ich eigentlch nur eine Alternative: Wegtreten!
Oder wir setzen Volker Pispers Vorschlag um:
Franks Maus will Mäuse
Ich wüsste gern mal, warum ich einer Mummel Franks Maus, die es sich leisten kann, den ganzen Tag im Internet herumzuschreiben, Geld überweisen sollte, damit sie sich eine Spielekonsole kaufen kann bzw. Frank beim Einkauf der Weihnachtsgeschenke für „seine Maus“ finanziell entlastet wird.
Sorry, people, das ist definitiv das allerpeinlichste, das ich je in unserem beschaulichen Dorf gelesen habe.
Der Brief vom Bundestag…
Seid Ihr denn total hodenfrei?
„Und als nächstes? Kreuzigt Ihr Goldhamster?“
Dieses Mal wieder ganz groß. Und wie immer war redblog erster.
Vorwärts immer – rückwärts nimmer!
Zum Mindestlohn formuliert Guido Westerwelle gewohnt am Thema vorbei:
Aber, Herr Dr. Guido Westerwelle, wenn man den ganzen Tag arbeitet und sich doch nichts kaufen kann … ist das nicht noch ein Hauch mehr DDR?
Schade, nur ein Verleser
Heute auf der Titelseite der Zeitung
Ab Januar 2008: Mindestlohn für die Protestbranche!
gelesen. Das wär was.
Noch einen höher, dann bin ich zufrieden
9.387 + 2.711 = 12.098
Deutscher Bundestag
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
beigefügt sende ich Ihnen den zweiten Teil der Unterschriftenliste zur Online-Petition „Schäuble! Wegtreten!“.
Sie finden im Anhang weitere 2711 gültige Stimmen von Bürgern, die für den Rücktritt Wolfgang Schäubles votieren, die sie bitte zum ersten Teil, mit dem Ihnen am 20. November 9378 gültige Stimmen zugegangen sind, addieren mögen.
Es ergeben sich nunmehr 12098 gültige Stimmen, womit ein öffentliches Interesse nachgewiesen sein dürfte.
Der Zähler steigt im Übrigen nach wie vor, so dass ich davon ausgehe, dass wir bereits Ende des nächsten Monats die Marke 13.000 übersteigen werden.
Sie können jedoch fest davon ausgehen, dass ich Ihnen das dann aber gesondert mitteilen werde.
Ich bitte um zügige Bestätigung und Bearbeitung und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Dingenskirchen
In Schleswig-Holstein darf man das.
Die 40 Millionen, die der Papstbesuch gekostet hat, hätte man auch besser verwenden können.
