Category Archives: zermatschtes

Nazis raus!

Nazis raus!

Als ich gestern diesen Artikel schrub, meinte ich natürlich, dass der Gesetzgeber den Nazis alle Freiheiten geben und nicht, dass die Zivilgesellschaft den Nazis die Straße überlassen soll.

Selbstverständlich möchte ich mit dem Passus, wir sollten den Rassisten zeigen, dass wir Ihr „Denken“ für gequirlte Scheiße halten, kein Mittel ausschließen, den Nazis jederzeit und überall entschieden entgegenzutreten. In der Schule und im Job, auf Konzerten und der Straße, im Stadion, im Netz und auf der Heide. Nazis raus!

Nosliw, der einen Major-Deal hat sausen lassen, weil er und Teka nicht im Stande waren (sic!), sich für Chart-Erfolg musikalisch verbiegen zu lassen, steht bei Rootdown unter Vertrag, einem unabhängigem Label mit tollen Künstlern. Bitte mal hinklicken.

Ich möchte noch lobend hervorheben, dass sich Nosliw in diesem Lied auch gegen Homophobie stellt, womit sich viele Reggae- und Dancehall-Artists immer noch schwer tun, weil es die Erfolgsaussichten schmälern könnte.

Linke, lasst das Rauchen sein, kommt herunter, reiht Euch ein!

Linke, lasst das Rauchen sein, kommt herunter, reiht Euch ein!

Liebe Linkshirnextremisten, liebe Revolutionäre, Staatsfeinde und Umstürzler, da Ihr scheint´s zu viel Geld verdient, Euch Eure Gesundheit offenischtlich am bereits geteerten Arsch vorbei geht und Euer Geruchs- und Geschmackssinn so wie so vor vielen Jahren schon abhanden gekommen ist, so dass Ihr weder merkt, dass Rauchen in Wirklichkeit total eklig schmeckt und Ihr außerdem total widerlich stinkt, mithin die althergebrachten Argumente gegen das Rauchen bei Euch – wie bei mir – nicht die Tabakbohne fruchten, kommt hier die ultimative Entscheidungshilfe für den sofortigen Stopp des Rauchens (es sei denn, Ihr importiert Euer Rauchwerk direkt und am Finanzamt vorbei aus Kuba oder Nordkorea):

Röcheln für den Staat.

Hust.

Gebt den Nazis alle Freiheiten

Gebt den Nazis alle Freiheiten

Mehr oder weniger anlasslos will ich an dieser Stelle etwas loswerden.

Lasst sie Auschwitz leugnen, lasst sie Adolf Hitler lobpreisen und Rudol Hess gedenken, wann und wo immer sie wollen. Lasst sie Völker verhetzen, Behinderte diskriminieren, ethnische Minderheiten ausgrenzen und vom Sieg der Herrenrasse träumen. Lasst sie sich endlich austoben, lasst sie durch das Land marschieren, mit Trommeln, Hakenkreuzfahnen und – armbinden, mit „Sieg Heil!“ auf den Lippen und dem arischen Stock im Arsch. Lasst die Nazis Nazis sein. Lasst sie sich einfach zeigen, wie sie wirklich sind.

Lasst sie rumhitlern!

Am gefährlichsten sind die „Parteien“ REPs, DVU und NPD doch, weil sie demokratisch daherkommen, sich bürgerlich-gemäßigt geben und für viele erst dadurch wählbar werden. Die gesamt-gesellschaftliche Akzeptanz dieser „Parteien“ wäre noch geringer, wenn sie auf Wahplakaten den erwiesenen Holocaust leugneten, den Nationalsozialismus statt nationaler Demokratie forderten und auch sonst Ihr wahres Gesicht und ihren wahren Willen zeigen dürften: Bürgerkrieg statt Wahlen, Vergasung statt Abschiebung, nationale Isolation statt Lösungen der anliegenden Probleme auf der Basis globaler Zusammenarbeit.

Es ist zudem argumentativ viel einfacher, den plump-dämlichen Ansichten von Hardcore-Nazis zu begegnen, als die kruden Verschwörungstheorien und pseudo-wissenschaftlich verpackten Lügen der angepassten Schafspelzwölfe zu widerlegen – vorausgesetzt, Schule setzt bei den kommenden Generationen darauf, einen historischen und ethischen Unterbau einer humanistischen Bildung zu schaffen, ohne dass die Kinder und Jugendlichen sich dem Geschichtsunterricht gelangweilt zu entziehen versuchen, weil unmotivierte Pensionsanwärter nicht mehr als auswendig gelerntes Zahlenwerk verlangen oder Religions,- Philosophie- und EthiklehrerInnen aus Angst, den straffen Lehrplan nicht zu schaffen, fruchtbare Diskussionen verweigern müssen.

Vor allem aber widert es mich auf das grässlichste an, dass Nazis und sonstige Spardenker, wie solche, die ewiggestrige, längst widerlegte rassistische Stammtischparolen als avantgardistischen Tabubruch verkaufen wollen, sich als weinende Opfer einer angeblichen Einschränkung der Meinungsfreiheit gerieren und damit sogar Gehör finden.

Lasst uns ihnen klarmachen, dass sie immer überall alles sagen dürfen, was sie denken – bzw.: was sie Tüdelchen denken Tüdelchen, und lasst uns ihnen dann klarmachen, dass das, was sie denken, gequirlte Scheiße ist.

Ich unterstütze die Atomindustrie

Ich unterstütze die Atomindustrie

Hiermit stelle ich dem Unternehmen Vattenfall ein kostenloses Layout für eine Anzeige innerhalb dieser Kampagne zur Verfügung. Ich tue dies aus freien Stücken und voller Überzeugung. Krümmel ist nämlich sicher, sicherer geht es gar nicht.

Krümmel ist sicher - schließlich ist der Meiler immer aus.

Dankesschreiben, liebe Vattenfaller, bitte an die bekannte eMail-Adresse.

Das hätte man doch ahnen müssen!

Das hätte man doch ahnen müssen!

Erschütternde Meldungen und Bilder erreichen uns gerade aus Pakistan!

Und wieder hat angeblich vorher niemand etwas gewusst!

Hier für Sauerlands Rücktritt unterschreiben, hier Spendenaufruf des DRK für Opfer und die Hinterbliebenen der Loveparade, hier online spenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan.

Vorwärts und nie vergessen

Vorwärts und nie vergessen

Obwohl es schon Beschwerden über meine einfallslose youTube-Videos-Bloggerei gab, den clip will ich auf pantoffelpunk.de haben.

“Der Student der Germanistik Kouadio Atobé interpretiert vor dem Hintergrund des bewaffneten Konflikts in seinem Heimatland Elfenbeinküste den Text des Solidaritätslieds von Bertolt Brecht gegenwartsbezogen.“

via ring2

Sieggi der Seicher reloadad

Sieggi der Seicher reloadad

Ihr kennt doch noch Sieggi den Seicher? Der Schnauzbart, der während der Rostocker Pogrome vor Freude in seine graue Jogginghose einnässte und dem die Kowalski dann die wunderbare Geschichte „Zu Besuch bei Sieggi, dem Seicher“ (ich glaube geschrieben von Simon Borowiak) gewidmet hat?

Gut.

Gerade wollte ich einem Grüßer, den ich beim Störungsmelder entdeckte, einen Pissfleck auf die Hose retuschieren, aber dann sah ich…

… dass das gar nicht mehr nötig war. Bruharrharrharr! Klappspaten!

Interview mit einem Aussteiger

Interview mit einem Aussteiger

Die Bundesregierung startete jüngst ein Aussteigerprogramm für Linksextremisten, dessen Sinn von vielen linken Gruppen und Aktivisten kritisiert wird. Ganz aktuell und exklusiv gibt es dazu auf pantoffelpunk.de ein Blitzinterview mit dem Aussteiger T.F.:

pantoffelpunk.de: „Herr F., sie sind aus der linksextremen Szene ausgestiegen. Wie haben Sie das geschafft?“

Herr F.: „Ich bin sonst jeden Dienstag zum Treffen der Autonomen Antifa meiner Stadt gegangen, an einem Dienstag im November des letzten Jahres allerdings bin ich von einem alten Bekannten, der mit der Szene nichts zu tun hat, zum Spieleabend eingeladen worden. Wir haben nett geklönt, ein paar Bier getrunken und witzige Gesellschaftsspiele gespielt. Das war ein sehr netter Abend.“

pp: „Wie ging es weiter?“

F.: „Am Ende des Abends fragten die mich, ob ich am nächsten Dienstag wieder kommen wolle, einer würde auch eine WII mitnehmen. Ich sagte zu und hielt meine Verabredung ein.“

pp: „Sie fehlten also wieder bei dem Treffen der Antifa? Wie haben ihre Kamer… Mitstreiter reagiert?“

F.: „Ich habe irgendwann S. von der Antifa angerufen und gesagt, dass ich Dienstags jetzt etwas anderes vorhätte und nicht mehr an den Treffen teilnehmen würde. Er war natürlich etwas enttäuscht, schließlich hatten wir davor Jahre lang gemeinsam im rechtsextremen Millieu recherchiert und Daten veröffentlicht, wir haben Aktionen geplant, Demos organisiert und Migranten bei der Suche nach Hilfen unterstützt.“

pp: „Wurden Sie in der Folgezeit unter Druck gesetzt und bedroht?“

F.: „Ja. Man hatte mir massiv damit gedroht, den Termin auf Mittwoch zu verlegen, ich solle doch bitte wieder dabei sein.“

pp: „Aber Sie sind hart geblieben?“

F.: „Ja, ich hatte schon länger keine Lust mehr, wollte das Feld den Jüngeren überlassen und auch wieder mehr Zeit für meine Freundin haben.“

pp: „Mussten Sie untertauchen?“

F.: „Ja, ich habe ein paar Antifas wiedergetroffen, als ich im letzten Monat im Freibad war. S. hat mich lachend untergeduckert. Einer hatte auch einen Ball mit. Wir haben dann eine Stunde lang „Schweinchen in der Mitte“ gespielt und meistens war ich das Schweinchen. Dann musste ich Gott sei Dank raus, ich hatte nur ein Zweistundenticket und wollte nicht nachbezahlen.“

pp: „Herr F., wir danken für das Gespräch.“