Tag Archives: Antifa

„Willst Du aufs Maul, oder was?“

„Willst Du aufs Maul, oder was?“

Nur falls es nachher wieder unmöglich sein sollte, den Herrn Beamten zu identifizieren, der in Dortmund einem von mir aus Provokateur mit Fausthieben traktierte:

„Sie war´s, sie war´s!“

„Äh … er war´s, er war´s!“

Hier die Szene mit Vorgeschichte, der offensichtlich vollkommen ungerechtfertigte, brutale Übergriff beginnt bei Sekunde 40:

Und jetzt mal Butter bei die Fische: Natürlich ist es ein Scheißjob, sich ständig auch am Wochenende mit besoffenen Fußballfans, komplett hohlbratzigen Neonazis, erlebnisorientierten Linken und sonstigen Schlichtbirnen herumärgern zu müssen, während die Partnerin / der Partner sich mit den Kindern im Zoo verlustiert, aber wer ein paar verbale Provokationen nicht aushält und daraufhin derartig hirnlos und bar jeder Selbstkontrolle offenbart, dass der Beruf an sich ihn vollkommen überfordert, der muss sich einen Job als Bibliothekar suchen oder auf Hallig Hooge Vögel zählen.

Ende der Durchsage. Arschloch.

video via @g_rantelhuber

Linksextreme Anleitungen zum Bau islamistischer Kinderporno-Bomben in illegal auf russischen warezseiten heruntergeladenen Killerspielen (inklusive serial und crack) von Osama bin Laden auf wikileaks veröffentlicht

Linksextreme Anleitungen zum Bau islamistischer Kinderporno-Bomben in illegal auf russischen warezseiten heruntergeladenen Killerspielen (inklusive serial und crack) von Osama bin Laden auf wikileaks veröffentlicht

Ich begrüße ganz herzlich meine neuen Leser vom BKA.
Bombenwetter heute in Wiesbaden, was?

Hippness-Vergleich links und rechts

Hippness-Vergleich links und rechts

Netzkids! Vielleicht seid Ihr noch auf der Suche nach Sinn und Orientierung. Da will ich Euch eins mit auf den Weg geben: Wer ficken will, muss nicht nur freundlich sondern heutzutage auch wenigestens einigermaßen hip sein. Und bevor Ihr Euch jetzt irgendwelchen Leuten mit modernen weil fehlenden Frisuren anschließt, vergleicht doch mal im Internet:

Wer soll also Euer Herzblatt sein … ist es Kandidat eins, der seine Weltnetzseiten zwar statisch in HTML 1.0 beta schreibt, die aber trotzdem aus sogenannten „technischen Gründen“ KOMPLETT überhaupt nicht erreichbar sind und dessen Grafiken standesgemäß maximal 16-farbig sind?

widerstandnord.com

Oder ist es Kandidat zwei, der für jede einzelne Aktion einfach mal so ganz nebenbei eine funktionierende really sexy Seite ins Netz stellt?

Antifa rulet einfach!

Look and decide!

Teilerfolg wg. Berufsverbot

Teilerfolg wg. Berufsverbot

Wie ich gerade auf dem redblog erfahre, hat der antifaschistisch engagierte Lehrer Michael Csaszkóczy einen juristischen Teilerfolg im Kampf gegen das bereits 1995 vom vom Europäischen Gerichtshof verurteilte Berufsverbot erstreiten können:

Nach einer Revision mußte sich der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) mit dem Fall beschäftigen. Gestern fand die mündlichen Verhandlung statt.
Heute wurde nun die Entscheidung des Gerichtes bekanntgegeben:

„… Die entgegenstehenden Bescheide des Oberschulamts wurden deshalb aufgehoben und das beklagte Land verpflichtet, über den Antrag des Klägers auf Einstellung in den Schuldienst unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts erneut zu entscheiden. …“

Eine Revision wurde nicht zugelassen. Das Land muß jetzt erneut über die Einstellung von Csaszkóczy entscheiden. Diesmal ist es jedoch an die Rechtsauffassung des VGH gebunden und der besagt, daß die „„Sündenliste“ mit zahlreichen Einzelvorfällen sei nicht geeignet [sei], die Annahme mangelnder Verfassungstreue zu rechtfertigen“.

Ich wünsche weiter viel Erfolg, alles Gute und Durchhaltevermögen!!!

Mixed Pickels

Mixed Pickels

Anti-Nazi-Zeichen-Träger sind höchst richterlich freisgesprochen worden – nicht jedoch ohne noch ein ABER hinterherzuformulieren: „Trotz der eindeutigen Nazi-Gegnerschaft in den Liedtexten“, ist das Cover der Deutsch-Punk-Band Schleim-Keim böse.

stefko hat nochmal die rhetorischen Highlights des scheidenden Stoibers in einer übersichtlichen mp3-Sammlung veröffentlicht – inklusive Problembär-, Transrapid-, des-des-des-des-Zuzugsalter- und der „Die-Lot-gludert-noch“-Rede.

Beim Orschlurch habe ich einen fantastischen Beatboxer gesehen – ein junger Franzose sagt der Jury in einer Casting-Show „Ich singe Euch das Lied hähähä, aber vorher würde ich Euch gern eine Beatbox-Nummer zeigen … “ Gesägt, tun getan – er war weiter, ohne noch einmal singen zu müssen. Unbedingt ansehen. Außerdem dort: Der Krieg der Ampelmännchen – Nice.

Und wenn dieser Radiomitschnitt kein Fake sein sollte, dann gehört der Typ erschossen – für seine Blödheit.

Micha deckt auf, dass Horst Köhler auf unserer Seite ist und mit Christian Klar nach dessen Freilassung wahrscheinlich in den Untergrund geht. Venceremos, Hotte – und wenn Du schon dabei bist, revolutionäre Thesen salonfähig zu machen, sorge doch bitte dafür, dass dieses mundtotmachende Gesetz der Franzosen eine rotwein-bedingte Laune war und es nicht Mode macht bzw. seinen Weg duch die anderen EU-Länder nimmt. Wär halt wichtig, Du.

Ein Plädoyer für Gewalt?

Ein Plädoyer für Gewalt?

Ich bin beileibe kein Krawallbruder. Kein Gewalttäter, kein Schläger. Ich habe das letzte mal noch vor dem wirklichen Einsetzen der Pubertät eine Hauerei bewusst provoziert. Da gab es dann auch so ausreichend an die Backen, dass es mir fortan eine Lehre sein sollte. Aber auch wenn das Kreiswehrersatzamt andere Informationen von mir hat: Ich bin auch kein satyagrahi und solche Leute gehen mir situativ mächtig auf die Testikel. Sicher ist mit ihnen gut Kirschen essen oder auch Tee manchmal sogar gut Bierchen trinken – aber wenn sie in bestimmten politischen Kontexten zu spalten beginnen, dann wünsche ich sie manchmal ganz feste auf den Mond, zumindest weit weit weg.

Ich stehe nicht auf Gewalt und noch weniger stehe ich auf Leute, die Gewaltausübung zu ihrem primären Lebenszweck erkoren haben. Aber sagte nicht schon Buddha, dass man sich mit seinem Gegner in dessen Sprache unterhalten muss, damit er versteht? Berichtigt mich gern, wenn ich da falsch liege.

Ich schweife ab und will so langsam zum Punkt kommen, den ich anhand eines zwar schon etwas weiter zurückliegenden aber dafür selbst erlebten Beispiels verdeutlichen möchte.

Es war im Januar des Jahres 2005, als sich in Kiel eine Horde Nazis ankündigte, ihre abstoßenden und menschenverachtenden Ideen in die Welt zu tragen. Es wurde eine Demonstrationsroute durch die gesamte Innenstadt genehmigt. Tolle Wurst, Staatsgewalt. Gegendemonstranten ließen natürlich nicht lange auf sich warten und Frau Volquartz bekam Muffensausen, das hatte sie sich vor der Wahl aber nicht so vorgestellt. Sie rief also alle Bürger und Bürgerinnen auf, am betreffenden Samstag nicht in die Stadt zu gehen, zu Hause zu bleiben, die Augen zu schließen und ein gutes Hörbuch in den CD-Player zu legen – alles wird gut, wenn wir es aussitzen.

Auf die berechtigte Kritik reagierten die bürgerlichen Kräfte (ich mag diese Differenzierungen nicht, aber hier ist sie angebracht), also die Parteien der Stadt Kiel und des Landes Schleswig-Holstein, die Kirche, die Gewerkschaften und so was alles, indem sie dann doch noch eine sogenannte Gegendemonstration anmeldeten: Diese sollte von 9:00 bis 11:00 Uhr in der Kirche stattfinden. Zum Start der Nazidemo um 12:00 Uhr konnten dann alle zum Mittagessen wieder zu Hause sein. So also sieht der Aufstand der Anständigen aus. So weit, so Scheiße.

Entgegen der Hoffnungen und Bestrebungen der Bürgermeisterin trafen sich aber noch gut 8000 Menschen aus allen Lagern zum Aufstand der Unanständigen. Selbstverständlich wurde die Route der Gegendemonstranten nur so genehmigt, dass ein Aufeinandertreffen mit den Nasen nicht stattfinden konnte. Das ist aus Sicht der Staatsgewalt ein nachvollziehbarer Schritt. Aus Sicht derer, die den Nazis die Straße nicht widerstandslos überlassen wollen, ist das eine Farce. Und Aussitz-Durchhalteparolen wie eben der „Aufstand der Anständigen!“ oder „Dem Rechtsextremismus entgegentreten“ oder „Bla!“ oder „Blubb!“ werden ad absurdum geführt bzw. werden deren heuchlerische Absichten entlarvt. Reden tut niemandem weh und kein Gottesdienst hält irgendeinen Nazi davon ab, die Straßen zu erobern.

In Kiel war es nun so, dass ein kleiner Teil der Meute Team Green mit kleineren Feuerwerken in der Innenstadt auf Trab hielt und ein anderer Teil des Demonstrationszuges die Gunst des Augenblickes nutzte, um aus der polizeilichen Abschottung in Richtung Bahnhof auszubrechen, um dort den rechten Mob am Losmarschieren zu hindern. Nach und nach trafen dort weitere Hundertschaften Demonstrierender ein und blockierten die Route der Nazis. Es wurden Wasserwerfer postiert, es flogen Steine, Flaschen, Fäuste und Schlagstöcke. Hätte es an dieser Stelle nur „Nazis-Stoppen-Ohne-Kloppen-Jusos“ und den „Blockflötenblock“ gegeben, hätte die Polizei alle weggetreten, oh sorry, will sagen: weggetragen, man wäre nach Hause gegangen und hätte sich gegenseitig auf die Schulter geklopft und sich gefreut, dass am Montag darauf sogar die erzkonservativen Kieler Nachrichten positiv über die Gegendemo berichtet hätten. Nur: Die Nazis wären durch Kiel marschiert und das Klassenziel hätte man ergo nicht erreicht.

Das heißt, nur aus Angst vor eskalierender Gewalt wurde der Zug der Nazis – inklusive Geleit- und Sichtschutz durch Team Green – mit 4-stündiger Verspätung lediglich einmal 1000 m im Kreis geführt und die Demonstration für beendet erklärt.

Man stelle sich also die Frage, ob man es als vertretbar oder von mir aus auch demokratisch empfindet, die undemokratischen Nazis durch die Städte marschieren zu lassen oder ob der Zweck, diesen Sackgesichtern die Straße nicht zu überlassen, die Mittel der maßvoll und überlegt eingesetzten Gewalt heiligt oder zumindest rechtfertigt oder am Ende sogar notwendig macht.

Ich persönlich haltes es für moralisch einwandfrei, den Nazis die Straße zurückzugeben – Stein für Stein.

Wer andern eine Gräbe grubt und dann in die Hose pubt…

Wer andern eine Gräbe grubt und dann in die Hose pubt…

Am Wochenende gab es eine Demonstration in Schönebeck mit Abstecher nach Pömmelte anlässlich dieses Vorfalls.
Den Bericht könnt Ihr u.a. auf indymedia lesen, dazu will ich mich gar nicht weiter auslassen.

Aber: obwohl sich doch eigentlich gerade die Nationalen immer so stark FÜR Kinder einsetzen, wurden die Demonstranten in Schönebeck von Nazis der „Jungen Nationaldemokraten“, dem aggressiven Kindergarten der NPD also, höchst unfreundlich empfangen.

Schön, dass einige Spackos wenigstens so hohl sind, dass sie einen trotz aller trauriger Umstände doch wieder zum Lachen bringen können.

Wer andern eine Gräbe grubt und dann in die Hose pubt